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Gettenau empfängt Mörlen

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Von: Peter Hett

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Kim Ende von der MSG Gettenau/Florstadt (links) rechnet gegen die HSG Mörlen mit einem hart umkämpften Spiel.	(Foto: Nici Merz)
Kim Ende von der MSG Gettenau/Florstadt (links) rechnet gegen die HSG Mörlen mit einem hart umkämpften Spiel. (Foto: Nici Merz) © O

Zu Gast ist die HSG Mörlen, die derzeit auf Rang zwei liegt und nach 13 Spieltagen drei Punkte Rückstand zur Spitze hat. Nicht nur aufgrund des Heimvorteils und eines 26:25-Hinspielerfolgs haben die Gastgeberinnen die Favoritenrolle inne.

In den letzten Spielen hinterließ die FSG den stabileren Eindruck und produzierte weniger Fehler als die HSG Mörlen. Die Ausgangslage vor dem Gipfeltreffen ist klar: Mörlen muss gewinnen, um seine Titelchance zu wahren. Für die Mannschaft von Trainer Ingolf Alt hingegen wäre eine Niederlage kein Beinbruch. Beide Mannschaften haben derzeit mit einer Grippewelle zu kämpfen und werden ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen. Während Mörlen definitiv auf Katharina Dietz und Mona Obleser verzichten muss, wird bei der MSG Kim Ende nicht mit dabei sein. Mit ihr haben wir vor dem richtungsweisenden Spiel im Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksoberliga Gießen gesprochen.

Vor der Runde hatte Ihre Mannschaft das vorrangige Ziel, sich nicht mit dem Thema Abstieg befassen zu müssen. Hand auf’s Herz: Das war doch auch etwas Tiefstapelei, oder?

Kim Ende: Ganz und gar nicht. Kurz vor Beginn der Saison hatten wir viele langwierige Ausfälle zu verzeichnen. Unsere Mitteposition war beispielsweise einzig von Nina Mogk besetzt, die super Spiele abgeliefert hat. Trainer Ingolf Alt musste improvisieren, aufgrund der Ausfälle von Lisa-Marie Ginter und Nadine Bienek wurden Luisa Stiefel und auch ich auf die Mitte Position eingestellt. Die Integration neuer Mitspielerinnen war eine weitere »Baustelle«. Eine in dieser Situation womöglich unrealistische Aussage wie »Wir spielen vorne mit« hätte bei einem solchen Kader zu unnötigem Druck und gegebenenfalls. Enttäuschungen geführt.

In der Vorrunde, in der Ihr Team eigentlich nie komplett gespielt hat, ist der Sprung an die Tabellenspitze gelungen. Wie ist das zu erklären, und wie lautet nun das Saisonziel?

Ende: Es hat sich erneut gezeigt, dass wir uns von Ausfällen nicht negativ beeinflussen lassen. Jede Spielerin ist durch ihre Leistung eine Bereicherung für die Mannschaft und für den Gegner gefährlich. Unser Ziel war und ist es, aus jedem Spiel als geschlossene Mannschaft das Optimum rauszuholen. Dass wir zum jetzigen Zeitpunkt die Tabelle anführen, ist für uns auch ein wenig überraschend.

Wir freuen uns darüber und schauen nun, wie es weitergehen wird. Das gesetzte Ziel »Klassenerhalt« können wir wohl abhaken. Wenn wir zum Schluss unter den ersten vier Plätzen sind, wäre das super.

Externe Beobachter schreiben Trainer Ingolf Alt einen großen Anteil am Höhenflug der Gettenauer Frauen zu. Was ist das Besondere an seiner Arbeit, was zeichnet ihn aus?

Ende: Ingolf Alt ist mit voller Leidenschaft Trainer. Das merkt man in jeder Trainingseinheit und in jedem Spiel. Ich denke, genau das ist auch das Besondere, was uns mitzieht. Er zeigt uns immer wieder, dass wir vor keinem Gegner Scheu haben müssen, kennt unsere Stärken und Schwächen. Und er weiß, unsere Stärken einzusetzen. Wenn wir das spielen, was wir können, steht einem Sieg nichts im Weg.

Wie ist Ihr Tipp für das Spiel am Samstag?

Ende: Es wird ein hart umkämpftes Spiel, in dem die Tagesform entscheidend sein wird.

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