Ein Tag für die Geschichtsbücher

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Zum Rückrunden-Auftakt der Tischtennis-Verbandsliga Mitte der Damen reichte es für den TTC Florstadt auch ohne Spitzenspielerin Sandra Michel zu einem 8:5-Erfolg über den TTC Rommerz, sodass der Aufstiegs-Relegationsplatz zwei verteidigt werden konnte. Die SG Rodheim II gewann in der neuen Besetzung zur Rückrunde mit 8:5 gegen Hessenliga-Rückzieher TSF Heuchelheim und hat damit nun bereits sechs Punkte Vorsprung auf den Verlierer.

Zum Rückrunden-Auftakt der Tischtennis-Verbandsliga Mitte der Damen reichte es für den TTC Florstadt auch ohne Spitzenspielerin Sandra Michel zu einem 8:5-Erfolg über den TTC Rommerz, sodass der Aufstiegs-Relegationsplatz zwei verteidigt werden konnte. Die SG Rodheim II gewann in der neuen Besetzung zur Rückrunde mit 8:5 gegen Hessenliga-Rückzieher TSF Heuchelheim und hat damit nun bereits sechs Punkte Vorsprung auf den Verlierer.

TTC Florstadt - TTC Rommerz 8:5: Die Florstädterinnen gewannen durch Jost/Hess (4:11, 11:8, 11:6, 8:11, 11:4 gegen Firle/Höhl) und Weitzel/Weber (gegen Balzer/Gemming) beide Eröffnungsdoppel, was spielentscheidend war. Die auf Position eins gerückte Alessa Weitzel gewann alle drei Einzel gegen Heike Firle (11:6, 8:11, 6:11, 11:8, 11:5), Simone Höhl und Ilke Balzer, wodurch drei weitere Zähler gegen die Rommerzer Ersatzspielerin Patricia Gemmer durch Kerstin Weber, Anabel Jost und Stefanie Hess den Gesamterfolg der Gastgeberinnen brachten (Möller fehlte beim Gast). Somit konnten die Spielverluste von Weber (gegen Firle und Höhl), Jost (gegen Firle und Balzer) und Hess (gegen Balzer) verkraftet werden.

SG Rodheim II – TSF Heuchelheim 8:5: Diese Partie wird womöglich in die deutsche Tischtennis-Geschichte eingehen, denn es war das erste Punktspiel, das Josephina Neumann bei den Damen bestritten hat. Aber nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund des Spiels selbst war diese Begegnung etwas wohl noch nie Dagewesenes in Rodheim. Zunächst gewannen Klitsch/McChesney (gegen Lenke/Rinn), während Neumann/Berndt (10:12, 3:11, 11:7, 11:8, 7:11 gegen Seibert/Heuser) knapp unterlagen. Josephina Neumann musste ihr erstes Punktspiel bei den Damen in der Verbandsliga bestreiten, da sie keine Genehmigung für die Hessenliga bekam. Diese Regelung soll aber wegen ihr für die kommende Saison geändert werden. Die TSF-Akteurin Stephanie Seibert wirkte regelrecht gehemmt gegen die inzwischen Neunjährige, die vor allem über dem Tisch sowohl mit der Vorhand wie mit der Rückhand gut angriff und viele schon hoffnungslose Bälle noch erlief. Seibert machte entweder ganz einfache Aufschläge oder Rollaufschläge, die Neumann angreifen konnte. So kam "Josie" zu einem recht ungefährdeten Sieg. Johanna Klitsch, die aus der ersten Mannschaft herunterkam, hatte bei ihrer 8:11, 9:11, 11:13-Niederlage gegen Christine Lenke dann ein bisschen Pech. Eileen McChesney tat sich gegen die Ersatzspielerin Daniela Rinn schwerer als erwartet, gewann aber. Rinn musste die schwangere Etzelmüller ersetzen. Bei den Gastgeberinnen fehlten die leicht erkrankten Gohla und Bayer, die aber beide in der Halle waren. Marion Berndt kämpfte bravourös gegen Luisa Kristin Heuser, verlor aber zum 3:3. Nun kam Josephina Neumann gegen Lenke, die aber cleverer spielte als zuvor Seibert, da sie viel variierte. Neumanns Angriff kam zu selten, auch die Schupfbälle misslangen zu oft. Vater Sven Neumann musste bei der Dreisatz-Niederlage oft motivierend eingreifen. Klitsch (in einer völlig ausgeglichenen Partie 11:9 im fünften Satz gegen Seibert, die jetzt viel mehr selbst angriff) und Berndt (gegen Rinn) – bei einer Niederlage der aber gut spielenden McChesney (7:11, 11:9, 11:6, 9:11, 6.11 gegen Heuser) – brachten das 5:5. McChesney zeigte gegen Lenke tolles Angriffs-Tischtennis. Den sechsten Matchball konnte sie im vierten Satz nutzen. Ein weiteres Drama spielte sich auch am Nebentisch ab, obwohl Neumann gegen Heuser ihre Nervosität etwas abgelegt zu haben schien. Heuser hielt aber mit eigenen Schüssen knallhart dagegen. Nach fünf nervenaufreibenden Sätzen gewann Josie Neumann mit 12:10, 7:11, 11:7, 6:11, 11:8. Auch hier war Vater Sven Neumann wieder als ständiger Ratgeber und Psychologe für seine Tocher gefragt. Am Ende konnte sie aber lachen. Klitsch (gegen Rinn) machte den "Sack zu".

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