+

Leichtathletik

Ben Gerlach überragt bei hessischen Meisterschaften

  • vonTanja Weber
    schließen

Ben Gerlach von der LG Ovag/TSV Friedberg-Fauerbach hat bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften in der Halle zwei Titel und zwei Silbermedaillen gewonnen. Drei weitere Wetterauer fuhren mit Gold nach Hause.

Ben Gerlach ist der große Gewinner der hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugendklassen in der Hanauer August-Schärtner-Halle gewesen. Der Athlet der LG OVAG/TSV Friedberg-Fauerbach gewann in der M 14 zwei Hessentitel und holte zwei Silbermedaillen. Im Mittelstreckenlauf waren Johanna Ebert (U20), Noel Freder (M15) und Kjell Jona Credner (M14) die schnellsten Hessen. Bei den Winterwurfmeisterschaften im Frankfurter Leistungszentrum an der Hahnstraße knackte Johanna Nickel vom LSC Bad Nauheim den Kreisrekord, Eva Sulzer qualifizierte sich gleich doppelt für die "Deutschen". Insgesamt 16 Einzel- und eine Mannschafts-Medaillen holten die Leichtathleten der Wetterauer Vereine.

LG OVAG/TSV Friedberg-Fauerbach:Ben Gerlach hat groß aufgetrumpft. Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen in den verschiedenen Disziplinen der M 14 kam das Nachwuchstalent aus der Kreisstadt nach Hause. Die Leistungen - allesamt Bestmarken. Den Titel schnappte er sich mit 16,63 Metern im Mehrfachsprung und 11,21 Metern im Kugelstoßen. Über 60 Meter überzeugte er mit 7,89 Sekunden im Zwischenlauf und 7,90 Sekunden im Finale - Rang zwei. Dazu kam eine weitere Vizemeisterschaft im Weitsprung mit 5,53 Metern. Teamkollege Tim Mörsdorf finishte die 60 Meter in der M 14 in 9,03 Sekunden im Vorlauf.

In der M 15 feierte Noah Bornmann nach Verletzungspause direkt Silber im Mehrfachsprung mit 17,30 Metern. Dazu sprintete er die 60 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 7,93 Sekunden. Eine weitere Medaille für die Kreisstädter holte Amrei-Rieke Thomas. Eine Woche nach ihrem Hessenmeistertitel in der U 18 holte sie in der U 20 mit 2,90 Meter Silber. Für eine Überraschung sorgte die 4 x 200 Meter Staffel der weiblichen U 16. Julia Odermatt, Alina Adam, Greta Beims und Anna Happel feierten Bronze. Das Quartett finishte in 55,00 Sekunden hinter der LG Eintracht Frankfurt und dem TV Groß-Gerau. Über 300 Meter stellte Adam in 46,20 Sekunden eine Bestzeit auf und lief auf Rang fünf. Mit Bestzeit im B-Finale über 60 Meter Hürden unterwegs war Happel in der W 15. Sie kam auf 9,84 Sekunden. Gegen die teilweise zwei Jahre ältere Konkurrenz behauptete sich Annalena Krüger mit 8,08 Sekunden im Halbfinale der U 20.

Tim Dillemuth steigerte sich in der U 20 über 200 Meter auf 24,32 Sekunden, über die doppelte Hallenrunde kam er auf starke 52,98 Sekunden und wurde Achter. Linus Doufrain wurde 13. in Hallen-Bestzeit von 57,51 Sekunden. Pech hatte Doufrain im Weitsprung, wo er mit 5,66 Metern als Neunter um einen Zentimeter den Endkampf verpasste.

Parallel zu den Hallentitelkämpfen in Hanau waren in Frankfurt die Wurf-Asse am Start. Bei den Hessischen Winterwurfmeisterschaften überzeugten Kaderathlet Benedict Michelim mit seinen 42,74 Metern und Silber im Diskuswurf. hatte er deutlichen Vorsprung Lasse Borgerding freute sich ebenfalls über die hessische Vizemeisterschaft. Im Speerwurf kam er auf 50,15 Meter.

Johanna Nickel wirft Kreisrekord

LSC Bad Nauheim: Johanna Nickel (wJU18) vom LSC Bad Nauheim starte bei den Hessischen Winterwurfmeisterschaften in Frankfurt/M. in zwei Wurfdisziplinen in erster Linie zur Standortbestimmung nach dem zu Ende gehenden Wintertraining. Während sie das Diskuswerfen nach drei ungültigen Versuchen verlassen musste, zeigte sie ihr Potenzial im Hammerwurf. Im dritten Versuch warf sie das 3 Kilogramm schwere Gerät auf 34,03 Meter, was neuer Kreisrekord ist. Am Ende wurde sie Achte der U18.

Die zweite Steinfurtherin im LSC-Trikot, Eva Sulzer, hatte sich für Hanau eine Mammutaufgabe vorgenommen: 1500 Meter und 3000 Meter. Sowohl bei den 1500 Metern als auch der längeren Strecke leistete Eva Führungsarbeit in der Verfolgergruppe, wo es um den dritten Rang ging. Am Samstag musste sie mit dem undankbaren 4. Platz der U20 nach hartem Zielsprint vorliebnehmen. Die Zeit von 4:54,98 Minuten bedeuteten aber die Norm für die "Deutschen" in Sindelfingen. Auch über die 3000 Meter wurde Sulzer wieder im Endspurt auf Platz fünf verwiesen. Mit 10:32,78 Minuten stellte sie ihre Bestzeit ein und erreichte die zweite DM-Norm.

TV Assenheim:Mit drei Medaillen glänzte der TV Assenheim. Den Anfang machte Sophie Roth (W 14) in der Disziplin Kugel. Gleich im zweiten Stoß sicherte sich Roth mit 10,43 Metern die Silbermedaille und eine Bestweite, die auch zugleich die Qualifikation für die süddeutschen Meisterschaften im Juni bedeutet. Roth sprang mit neuer persönlichen Bestweite von 4,67 Metern zum siebten Platz.

Velaya Cansiz, ebenfalls W14, verbesserte im 60-Meter-Sprint gleich zweimal ihre persönliche Bestzeit. Ihren Vorlauf gewann sie in 8,13 Sekunden und jubelte am Ende nach 8,10 Sekunden über Bronze. Jan Dillemuth steigerte seine 1500-Meter-Zeit, die er erst sieben Tag zuvor aufgestellt hatte, um starke neun Sekunden und feierte den hessischen Vizetitel der U 20. Mit einem kurzen Zwischenspurt nach 900 Metern setzte er sich vom Drittplatzierten ab: 4:10,68 Minuten! "Damit bin ich sehr zufrieden, das war heute Jans zweiter 1500´-Meter-Lauf und er ist ja hochgemeldet und mehr als zwei Jahre jünger als die Konkurrenz gewesen", sagte Trainer Andreas Ulbrich.

.

Julius Kilian knackt DM-Norm

A-Team Karben:Nach zwei Landestiteln am vergangenen Wochenende bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven glänzte dieses Wochenende Jonas Kilian als Dritter der U 20 über 1500 Meter in persönlicher Bestzeit von 4:13,10 Minuten - Platz drei. Am Sonntag setzte er auf seiner Paradestrecke, den 800 Metern, noch einen drauf. Er unterbot die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften der U 20 (1:59,20 Minuten) deutlich und qualifizierte sich dafür mit persönlicher Bestzeit von 1:58,42 Minuten. Nur um eine Hundertstel Sekunde verpasste er den dritten Platz. Auch wenn er am Ende - trotz Hechtsprungs und ein paar Schürfwunden an Knien und Ellenbogen - mit dem undankbaren vierten Platz abschloss, blickt Trainerin Uta Tortell zuversichtlich auf die "Deutschen" in Neubrandenburg am 14. und 15. Februar.

Freder und Credner triumphieren

VfL Altenstadt:Den Auftakt im doppelten Landestitel-Gewinn über 800 Meter machte Noel Freder in der M 15. In einem kontrollierten Lauf fuhr er in 2:10,98 Minuten zum wiederholten Mal den Hessentitel ein. Für Kjell Jona Credner war es in der M 14 die erste Hessenmeisterschaft über 800 Meter in seiner Altersklasse. Im zweiten von drei Läufen musste er eine gute Zeit vorlegen, was ihm in neuer Bestzeit von 2:15,84 Minuten auch gelang. Der nachfolgende schnellste Lauf konnte diese Zeit nicht erreichen. Damit durfte der VFL einen weiterer Hessentitel mit nach Hause nehmen.

Bei den Mädchen in der Altersklasse M15 errang Mathilda Kaufmann in 2:26,98 Minuten den siebten Platz.

TV Rendel:Die Neulinge Jill Künne und Julius Aston sollten in der AK 14 erstmals Landeswettkampf-Luft schnuppern. Im Hochsprung schrammte Künne als Vierte mit 1,45 Meter nur knapp am Podest vorbei. Aston bewies über 3000 Meter, dass ein künftiges Lauftalent in ihm schlummert. An diesem Tag reichte es für ihn mit 11:26,40 Minuten für Platz sieben.

Der hoch gemeldete Luca Wörner sprintete als einer der Jüngsten über 60 Meter mit 8,67 Sekunden auf Platz 16. Florian Kanert konnte im Hochsprung der U 20 nicht sein gesamtes Können ausschöpfen. Er ging trotz starker Fersenprobleme an den Start und wurde mit 1,70 Metern und dem neunten Platz in dieser Konkurrenz belohnt. Einmal mehr zeigte Johanna Ebert (U 20) ihr Lauftalent und besiegte ihre älteren Mitstreiterinnen über die 800 Meter in 2:21,09 Minuten. "Ein souveräner Lauf mit guter Renneinteilung", sagte die Trainerin. Für Ebert bedeutet dieses Gold nach Bronze bei den Hessischen der Aktiven schon die zweite hessische Medaille in dieser Hallensaison!

Natalie Scrivener mit starker Premiere

Fun-Ball Dortelweil:Natalie Scrivener (Altersklasse W15), startete in drei Laufdisziplinen. Den 800-Meter-Lauf lief sie mit einem starken Finish und einer Zeit von 2:28,10 Minuten und erkämpfte Platz zwei. Über 60 Meter Hürden verpasste sie mit einer Zeit von 10,18 Sekunden nur knapp die Qualifikationsläufe. Umso erfreulicher lief ihr erstes Rennen über 300 Meter, Mit einer hervorragenden Zeit von 44,53 Sekunden erlief sie sich unerwartet erneut Silber. In der gleichen Altersklasse startete Lisa Guiot über 60 Meter und erreichte mit einer Zeit von 8,57 Sekunden den Zwischenlauf. Die jüngste Dortelweilerin bei den "Hessischen", Kim Lungershausen (W14), lief über vier Hallenrunden 2:47,74 Minuten. Vincent Velte sicherte sich mit 1,84 Metern den vierten Platz der U 20.

Andere Vereine:Die Friedbergerin Lilly Peter (LG Eintracht) triumphierte im Mehrfachsprung mit 16,18 Metern in der W14 mit dem Meistertitel. Sie landete im Weitsprung mit 5,05 Metern auf der Hessischen Vizemedaille der W 14.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare