"Gemeinsam in den Profifußball"

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(cd). Was vor einigen Wochen mit einem Telefonat sowie einem Treffen im Taunus begann, wurde nun zum Abschluss gebracht: Ex-Profi Thomas Sobotzik (45) soll noch diese Woche das Amt des Geschäftsführers beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach von Andreas Herzog übernehmen, der jedoch bis zum Jahresende bei den Kickers bleibt, um den Nachfolger einzuarbeiten. Im kaufmännischen Bereich wird Sobotzik zeitnah Unterstützung erhalten, damit er sich mehr auf das Sportliche konzentrieren kann.

Dass dies wichtig sein wird, ist Sobotzik freilich nicht entgangen. Eine der vorrangigen Aufgaben sei es, die seit fünf Spielen sieglose "Mannschaft zu stabilisieren", betonte der neue starke Mann beim OFC. Er alleine könne das freilich nicht schaffen: "Wir müssen eine Einheit bilden. Sport, Politik und Wirtschaft müssen mit den Fans in eine Richtung gehen. Wenn das gelingt, werden wir dort hinkommen, wo der Verein hingehört." OFC-Präsident Joachim Wagner ergänzte: "Thomas Sobotzik hat klare Ziele, die sehr gut zu unseren Zielen passen. Wir wollen gemeinsam in den Profifußball kommen und langfristig zusammenarbeiten." Analog zu dem vom Präsidium seit Mitte des Jahres verfolgten "Dreijahresplan" läuft der Vertrag von Sobotzik bis zum Sommer 2022 - und verlängert sich bei Aufstieg in die 3. Liga.

Davon sind die Kickers aktuell als Tabellenzehnter jedoch weit entfernt. Das als Aufstiegsaspirant in die Saison gestartete Team befindet sich in einer Abwärtsspirale. Sobotzik, der bei seiner Vorstellung eloquent und reflektiert daher kam, kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung. In der Regel bestehe eine Fußballerkarriere nicht nur aus Erfolgen. Das Gegenteil sei oft der Fall. Es gebe nur wenige "Gänsehautmomente", aber für diese lohne es sich zu arbeiten. Sobotzik hat das Team in den letzten Wochen oft gesehen. Kessler stärkte der Neue demonstrativ den Rücken ("Ein absoluter Fachmann, der das gut macht"), die Suche nach einem Nachfolger hat gleichwohl längst begonnen.

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