Geldstrafen und eine Acht-Spiele-Sperre

(mn) Eine Acht-Spiele-Sperre für Torjäger Besir Obrazhda, dazu Geldstrafen für die Vereine TSV Ostheim und KSG 1920 Groß-Karben: Das Kreissportgericht ist bezüglich der Gewalttätigkeiten im Anschluss an das Spiel der Kreisliga A Friedberg vom 3. November zu einem Urteil gekommen.

Das Mitglied des SV Hoch-Weisel, dem vorgeworfen worden war, nach Spielende ein Messer gezückt zu haben, ist aus Mangel an Beweisen ebenso wie dessen Klub straffrei geblieben. Etwas mehr als 100 Euro muss die KSG als Gast-Verein wegen "Ausschreitungen" zahlen, in der Summe von etwa 400 Euro, die Gastgeber Ostheim aufgebürdet wurden, kommen Strafen wegen "rassistischer Äußerungen" und "mangelnder Aufsicht durch Platzordner" hinzu. Karl-Ernst Kunkel (Melbach), der Vorsitzende des Kreissportgerichts, nannte das Urteil einen "Schuss vor den Bug". Eine Woche bleibt den Beteiligten nun Zeit, um Berufung einzulegen. In nächster Instanz würde sich das Verbandsgericht mit den Vorfällen befassen.

"Ich hoffe, dass der TSV Ostheim durch diese Angelegenheit nun nicht gebrandmarkt ist und sich die Sache nun immer wieder hochschaukelt. Rassismus gibt’s nicht nur in eine Richtung", betonte Kunkel gegenüber der WZ-Sportredaktion. Der Diplom-Ingenieur, seit 13 Jahren dem Rechtsgremium des Fußballkreises angehörig, sprach angesichts von elf Zeugen, die am vergangenen Mittwoch mehr als drei Stunden lang gehört worden waren, von "meinem härtesten Fall".

Besir Obrazhda, Stürmer der KSG 1920, hatte eingeräumt, Henning Noll vom siegreichen TSV Ostheim nach Spielende geschlagen zu haben. In der Folge waren Zuschauer beider Klubs auf das Feld gelaufen. Mit der Sperre von acht Pflichtspielen (zudem für die Freundschaftspiele und die Hallenmeisterschaften) bewege sich das Strafmaß "leicht oberhalb des Mindestmaßes" für Tätlichkeiten, sagt Kunkel. Ohne die bevorstehende Winterpause, mutmaßt er, sei eine höhere Strafe durchaus denkbar gewesen. Die KSG 1920 hatte dem dreiköpfigen Gremium, dem neben Kunkel noch Nils Egger (Rodheim) und Claus-Dieter Lang (Dorheim) angehört haben, Videomaterial zur Verfügung gestellt, sich geständig und um Aufklärung bemüht gezeigt.

Bezüglich der Zusatzmeldung, die auf dem Zünden von Pyrotechnik während der Partie SV Germania Ockstadt - TSV Ostheim basiert, kündigte Kunkel einen Beschluss an, der aber noch nicht formuliert worden sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare