Lockerungen

Was geht für Breitensportler in Hessen?

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(dpa). Der Sport darf wieder starten - natürlich mit ganz neuen und der Coronavirus-Pandemie angepassten Regeln. Seit vergangenem diesem Samstag gibt es für den Breitensport in Hessen große Lockerungen: Sportplätze öffnen wieder, auch Sporthallen werden wieder zugänglich gemacht. Wie können Vereine und Individualsportler auf die neuen Lockerungen reagieren? Worauf muss geachtet werden?

"Ich freue mich darüber, dass wir gemeinsam entschieden haben, dass wir den Sportbetrieb in Hessen wieder ermöglichen werden", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Voraussetzung für das Sporttreiben seit Samstag ist, "dass er kontaktfrei ausgeübt wird", zudem soll der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In manchen Sportarten wie Tennis, Golf oder Rudern ist das kein Problem, vor allem Mannschaftssportarten werden sich aber spezielle Trainingsformen überlegen müssen, die sich zum Teil weit vom eigentlich Wettkampf entfernen. Auch Kegelbahnen, Squash-, Kletter- und Turnhallen sowie Indoorspielplätze können inzwischen wieder öffnen.

Zunächst hieß es, den Breitensport nur an der frischen Luft zu ermöglichen - doch auch Hallen sollen wieder geöffnet werden. "Wir werden natürlich immer noch Einschränkungen haben. Wir werden die Umkleiden und Duschen noch nicht wieder eröffnen können. Wenn die Sportlerinnen und Sportler in Sportkleidung zu ihren Sportstätten kommen, halten wir es für vertretbar, dass dort wieder Sport stattfinden kann", sagte Beuth. Damit können zahlreiche Sportarten wieder erste Schritte zurück in Richtung Alltag machen, auch wenn eine Normalität aktuell noch in weiter Ferne erscheint.

Um auf die seit vergangener Woche neue Situation im Breitensport vorzubereiten, informiert der Landessportbund Hessen seine Vereine seit Freitag über die zentralen Aufgaben in der derzeitigen Phase der Corona-Krise. Der LSB schreibt unter anderem zum Wiedereinstieg in den Vereinssport, zu Hygienekonzepten, finanziellen Hilfen und rechtlichen Fragen. Viele Vereine müssen sich nach wochenlangem Stillstand erst auf die neuen Regelungen einstellen und reagieren, dementsprechend könnte es bei einigen Vereinen noch ein paar Tage bis zum Wiedereinstieg dauern.

Neben Sportplätzen und Sporthallen, die seit Samstag wieder geöffnet sind, sollen am 15. Mai auch die Fitnessstudios nachziehen und ebenfalls wieder öffnen dürfen, mit entsprechenden Hygieneregeln.

Bei Schwimmbädern ist der Betrieb "für den Publikumsverkehr" zunächst bis auf Weiteres untersagt, wie es in der Verordnung des hessischen Innenministeriums hieß.

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