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KSV gegen FV am Freitag: Biehrer will den Derby-Sieg

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An diesem Freitag steht in der Verbandsliga Süd das Derby zwischen dem KSV Klein-Karben und dem FV Bad Vilbel an. Unterdessen hat der FC Ober-Rosbach drei unverhoffte Rückkehrer zu verzeichnen.

(ub) Die Frage, welche Mannschaft in der Fußball-Verbandsliga Süd Ende Mai auf der Hitliste ganz oben zu finden sein wird, reduziert sich schon jetzt auf einen Zweikampf zwischen Spitzenreiter Viktoria Griesheim (51 Punkte) und Verfolger Kickers Obertshausen (46). Beide Klubs müssen am Wochenende zwar auswärts Farbe bekennen, stehen in Sprendlingen und Anspach aber dennoch vor weiteren Siegen und werden – davon ist auszugehen – ihren Riesenvorsprung auf den vom SV Darmstadt II (34 Zähler) angeführten Rest des Starterfeldes zumindest verteidigen, wenn nicht sogar weiter ausbauen.

Wer es mit den drei Verbandsliga-Vertretern des Kreises Friedberg hält, muss vor dem 22. Spieltag zwar kleinere Brötchen backen, ist zur Rückrundenfortsetzung jedoch allemal besser dran als die Freunde und Gönner der SKG Sprendlingen 17./17) oder des FC Bensheim (18./14), die am Tabellenende ein karges Dasein fristen. Der Stand der Dinge aus heimischer Sicht: Sowohl für den FV Bad Vilbel (6./32) als auch für den KSV Klein-Karben (12./28) sollten tendenzielle Verbesserungen in Richtung Platz drei kein Ding der Unmöglichkeit sein. Um diesbezüglich Klarheit zu schaffen, genießt das am heutigen Freitagabend ab 19.30 Uhr auf dem Klein-Karbener Günter-Reutzel-Sportfeld steigende Derby zwischen den beiden besten »Friedberger« Vereinen einen hohen Stellenwert.

Der Dritte im heimischen Bunde, der FC Ober-Rosbach (14./24), hat nach der betrüblichen November-Talfahrt zwar ausschließlich den Klassenerhalt im Visier, verkündete vor dem Sonntag-Heimspiel gegen die Spvgg. 05 Oberrad (Anpfiff: 14.30 Uhr) allerdings Personalentwicklungen, die aufhorchen ließen. Die erstaunlichen Fakten: Mit Markus Fink, Nabil Kabbouz und Velimir Velemir sind drei Stammspieler, die auf dem Sportfeld Eisenkrain eigentlich schon die Koffer gepackt hatten, wieder aus Usingen (Kabbouz), Kalbach (Fink) und Bosnien (Velemir) zurückgekehrt. Klar, dass FCO-Spielertrainer Michael Anicic diese in dreifacher Ausfertigung vollzogene »Rolle rückwärts« begrüßte.

KSV Klein-Karben – FV Bad Vilbel: Thomas Biehrer, den Trainer des KSV Klein-Karben, kennt man als vorsichtigen Mann, der vor anstehenden Punktspielen den Ball flach zu halten pflegt. Diesmal ist das anders. »Nach der intensiven Vorbereitung ist die Mannschaft trotz einiger ausgefallener Testspiele topfit. Gegen Bad Vilbel werden wir eine offensive Marschroute wählen, und ich bin mir sicher, dass wir gewinnen«, ließ er wissen. Mit Ausnahme des weiterhin angeschlagenen Kahsai Ghebrezghi und Kaan Köksal (gesperrt) stünde heute Abend der komplette Kader zur Verfügung.

Die Abgänge von Halim Chehab und Dejan Alempic habe man klubintern durch den A-Jugendlichen Sven Schnierle und Rekonvaleszent Leon Völke kompensieren können.

Auf Bad Vilbeler Seite gibt sich Coach Daniel Krieg, unter dessen Obhut die Grün-Weißen noch keine Niederlage schlucken mussten (fünf Siege, zwei Remis), ähnlich optimistisch: »Ich rechne mit einem Duell auf Augenhöhe, denn beide Mannschaften überzeugten vor der Winterpause mit guten Leistungen«. Aktuell gesehen tangieren den Coach der Brunnenstädter lediglich zwei Probleme: Wer spielt in der Abwehr auf der linken Seite, Neuzugang Christopher Pross oder Alexander Weigand? Wer erhält im rechten Mittelfeld den Vorzug, Alexander Bauscher oder Paul Wischtak? Als sicher gilt: Weil im Angriff Lukas Gärtner und Fatih Uslu gesetzt sind, muss der vom FC Ober-Rosbach gekommene Hakan Kilic mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. – Hinspiel: 0:1.

KSV Klein-Karben: Qosa (Jörg), Janke, Kunisch, Eifler, Gültekin, Kaya, Wilz, Decise, Aljusevic, Corso, El Fechtali, Bitiq, Jelko, Völke, Schnierle, Saroukh.

FV Bad Vilbel: Robert Cue (Dursun), Bernhardt, Steven Cue, Sebastian Weigand, Pross (Alexander Weigand), Groda, Nuh Uslu, Bauscher (Wischtak), Trumpp, Fatih Uslu, Gärtner, Kilic, Taylor, Huwa, Knauer.

FC Ober-Rosbach – Spvgg. 05 Oberrad: FCO-Spielertrainer Michael Anicic kann ab sofort wieder auf Velimir Velemir, Markus Fink und Nabil Kabbouz bauen, zudem wird man am Sonntagnachmittag vor eigenem Publikum gegen Oberrad mit Florian Seifert (zuletzt Bayern Alzenau) einen neuen Torwart präsentieren, denn zwischen den Pfosten entpuppte sich die Sache mit dem Ex-Bad Nauheimer Keeper Radoslav Rusev als Flop. »Ganz grundsätzlich stimmen diese Personal-Ergänzungen natürlich positiv«, meint Michael Anicic, »aber die konditionelle Fitness, die ich eigentlich erwarten muss, lässt bei den Rückkehrern doch arg zu wünschen übrig«. Doch der Ober-Rosbacher Übungsleiter, der darüber hinaus um die Einsätze von David Beljan und Dejan Alempic (jeweils muskuläre Probleme) bangt, hat keine Wahl: »Fit durch Spieleinsätze«, lautet sein Motto, und deshalb werden Velemir, Fink und Kabbouz gegen die Truppe von Oberrads Trainer Mustafa Fil, die beim Vorrunden-Vergleich einen deutlichen Sieg landete, wohl auch in der Anfangs-Formation zu finden sein. – Hinspiel: 1:5.

FC Ober-Rosbach: Seifert (Zimmermann), Velemir, Fink, Muftawu, Hohmann, Kabbouz, Watanabe, Watahiki, Blazekovic, Alempic (?), Anicic, Beljan (?), Dos Santos, Bogdanovic (?), Niksic, Jurisic.

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