Gefühlte Niederlage

(ace). Der SC Dortelweil setzte am Sonntagnachmittag in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West bei seinem erstmaligen Gastspiel bei Aufsteiger TSG Niederrad seine positive Serie fort. Die Mannschaft von Trainer Frank Ziegler bleibt zwar nach dem 1:1 (0:1) im südlichen Frankfurter Stadtteil nun schon seit sechs Spielen ohne Niederlage, aber insgesamt war für die Wetterauer auf dem holprigen Rasenplatz an der Hahnstraße deutlich mehr drin.

Die Gastgeber traten in der ersten Viertelstunde mutig auf und kamen durch Robert Kohns und Onur Götürmen zu ersten Abschlüssen. Danach kam Dortelweil wesentlich besser ins Spiel. Andrei Dogot verpasste zunächst mit einem Schlenzer die Führung, aber kurz danach machte es Leon Günther besser. Aus 16 Metern schob der Dortelweiler den Ball unhaltbar ins Eck ein (18.). Mit dem ersten Tor im Rücken kam mehr Leben ins Spiel der Dortelweiler, die bis zum Halbzeitpfiff noch brenzlige Torschüsse durch Daniel Sousa (über das Tor) und Max Simon Fiege (SCD-Torwart Yannick Rühl parierte glänzend) überstehen mussten. Die cleverere Mannschaft führte zur Pause und hatte auch Glück, dass die Niederräder ihre Chancen nicht ausnutzten.

Pech beim Abschluss

Nach dem Seitenwechsel setzten die Gäste verstärkt auf Konter. Dominik Steffen drang bei einem der Gegenstöße in den Niederräder Strafraum ein und vergab. Allgemein nahm der Spielfluss etwas ab, doch die sich bemühenden Gastgeber kamen dann doch zum Ausgleich. Auf Zuspiel von Carsten Flick zirkelte der gerade erst eingewechselte Bilal Hamdaoui den Ball ins Tornetz - 1:1 (78.).

In der Schlussphase war Dortelweil am Drücker und hatte großes Abschlusspech, denn Hendrik Schleibingers Kopfball landete am Außenpfosten (90.) und in der Nachspielzeit köpfte Christopher Pross die Kugel gegen die Latte.

Dortelweils mitspielender Co-Trainer Julian Mistetzky meinte hinterher zurecht: "Wir hätten hier das 2:0 früher machen müssen, die Konter haben wir nicht gut ausgespielt. Das Gegentor war das Produkt einer Unkonzentriertheit. Im Endeffekt fühlt sich das Remis wie eine Niederlage an." Niederrads Pressesprecher Sven Hilbich bezeichnete das Resultat als gerecht: "Wir haben uns defensiv viel stabiler präsentiert."

TSG Niederrad: Sen - Aytan, Barkammich, Pires Lopes, Özbakir (81. Sucagi), Fiege, Sousa (41. Flick), Kanawezi (67. Hamdaoui), Kohns, Götürmen, Pamuk.

SC Dortelweil: Rühl - Müller, Pross, Mistetzky, Eiwanger, Günther, Bittner, Schlatter, Dogot, Steffen (86. Vancura), Stahl.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Pascal Ackermann (Naurod). - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 (18.) Günther, 1:1 (78. Hamdaoui).

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