Gefangenen-Mannschaft sichert sich den Pokal

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war die Justizvollzugsanstalt Rockenberg Austragungsort eines Fußballturniers. Anstaltsleiter Klaus Ernst durfte bei der von Ronald Geyer als Mitglied der "Freunde der Nationalmannschaft" und JVA-Sportübungsleiter Christopfer Mank organisierten Veranstaltung neben Eintracht-Trainerlegende Dragoslav "Steppi" Stepanovic auch den Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung Tobias Wrzesinski, Thorsten Picha als Mitglied der Kommission Integration und Gewaltprävention vom Hessischen Fußball-Verband begrüßen.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war die Justizvollzugsanstalt Rockenberg Austragungsort eines Fußballturniers. Anstaltsleiter Klaus Ernst durfte bei der von Ronald Geyer als Mitglied der "Freunde der Nationalmannschaft" und JVA-Sportübungsleiter Christopfer Mank organisierten Veranstaltung neben Eintracht-Trainerlegende Dragoslav "Steppi" Stepanovic auch den Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung Tobias Wrzesinski, Thorsten Picha als Mitglied der Kommission Integration und Gewaltprävention vom Hessischen Fußball-Verband begrüßen.

Nach den Gruppenspielen in zwei Gruppen mit den beiden Friedberger Kreisoberligisten SV Bruchenbrücken und FC Karben, zwei Gefangenenmannschaften, einer Mannschaft bestehend aus JVA-Angestellten und einer "Promi"-Auswahl mit Gesichtern aus dem Fußball der Vergangenheit standen sich im Finale schließlich die Gefangenenmannschaft SG Marienschloss I einer Auswahl des SV Bruchenbrücken gegenüber. Nach der regulären Spielzeit stand es 0:0. Also sollte in der Verlängerung die Entscheidung fallen mit 1:0 konnte sich die Mannschaft SG Marienschloss an Ende durchsetzen und den begehrten Pokal in Empfang nehmen. Das Spiel um Platz drei gewann die Gefangenenmannschaft SG Marienschloss II mit 4:3 gegen die "Promi"-Auswahl der "Freunde der Nationalmannschaft". Ebenfalls in den Mauern der JVA verbleibt die Torjägerkanone die sich ein Inhaftierter mit fünf Treffern sicherte.

Das sportliche Engagement hat für die Inhaftierten eine besondere Bedeutung und auch die persönlichen Gespräche mit Sportstar Dragoslav "Steppi" Stepanovic wurden als sehr angenehm empfunden.

Das Adventsturnier war auf Anregung Geyers in Zusammenarbeit mit Mank und seinen Kollegen entstanden, nachdem Geyer im Herbst dieses Jahres als FdN-Mitglied an einer Veranstaltung des Projektes "Anstoß für ein neues Leben" erstmals in der JVA zu Gast war. Bei dem Projekt des deutschen Fußballverbandes, der Sepp-Herberger-Stiftung und der Arbeitsagentur geht es darum, mittels Sport eine Resozialisierungsperspektive für Strafgefangene zu schaffen. Seinerzeit war Ex-Nationalspieler Jens Nowotny für ein Training mit anschließendem Gespräch innerhalb der Anstalt zu Gast.

"Das Turnier war ein voller Erfolg und hatte über die gesamte Länge eine bombastische Stimmung", sagte Mank am Tag danach. Die Gefangenen hatten während des gesamten Turniers die Möglichkeit mit den externen Gästen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam das Turniergeschehen zu verfolgen. Als Highlight gab es eine Talk-Runde in der Mittagspause. "Herr Stepanovic war sehr locker", sagte Mank erfreut. Das Turnier erregte darüber hinaus Interesse, sodass sogar ein Team des Hessischen Rundfunks dabei war. Ein entsprechender Beitrage wurde bereits in der Sendung "Heimspiel" ausgestrahlt.

"Es hat alles super geklappt, sodass es ein wunderbares Turnier war", sagte auch Organisator Geyer am Montag auf WZ-Nachfrage. "Es ist angedacht, dass wir das fortführen." Im Gespräch sei neben der Etablierung eines Adventsturniers, dass es bereits in führen Zeiten regelmäßig gegeben hatte, auch eine Turnierform auf dem anstaltseigenen Kunstrasenplatz im Sommer. Entsprechende Pläne sollen im kommenden Jahr verfolgt werden. Dann könnte es auch sein, dass auch andere Mannschaften die JVA besuchen, um sich mit den Inhaftierten zu messen, denn "dort sind einige gute Kicker dabei".

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