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Gala von »OV67«

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Markiert sechs Tore gegen Frankfurt: Routinier Olaf Vetter (l.). 	(Foto: Jaux)
Markiert sechs Tore gegen Frankfurt: Routinier Olaf Vetter (l.). (Foto: Jaux) © Timo Jaux

(hlu) Als Olaf Vetter nach 1:23 Minuten zum 1:0 traf, war noch nicht zu erahnen, dass das Derby in der 2. Wasserball-Bundesliga zwischen dem VfB Friedberg und dem Ersten Frankfurter SC zu einer wahren Ein-Mann-Show werden würde.

Vetter, Jahrgang 1967, war es auch, dem 1:58 Minuten vor dem Ende das letzte Tor des Spiels gelang. Es war das 15:6 (5:2, 2:2, 3:0, 5:2) und sein sechster Treffer – der Schlusspunkt einer denkwürdigen Gala.

Vetter erlebte seinen x-ten Frühling und der VfB fühlte sich wie im siebten Himmel. »Es gibt so Tage, da läuft es«, sagte Vetter nach dem Spiel. Unaufgeregt. »OV67« ist niemand, der sich in den Vordergrund stellt. So war es schon, als er noch Spielertrainer der Kreisstädter war. Vetter spielt aus Liebe zur Sportart und aus Loyalität zum Verein. Und dass sich der frühere Berliner im Wasser noch immer in seinem Element fühlt, hat er am Samstag im Usa-Wellenbad eindrucksvoll bewiesen.

Es war nicht unwichtig, dass Vetter zur Höchstform auflief. Denn Kapitän und Center Florian Hondrich stand nicht zur Verfügung, auch Patrice Hütt fehlte. So kamen Marco Zinnel (kürzlich Handball-Bezirksoberliga-Meister mit der TG Friedberg) und Massimo Borghi zu ihrem ersten Saisonspiel.

Während Vetter vorne einen Treffer nach dem nächsten erzielte, raubte die Verteidigung und Torhüter Nils Peil Frankfurts Top-Torjäger Tomas Krajovic förmlich den Nerv. »Wir kannten die Stärke der Frankfurter und hatten Krajovic einwandfrei im Griff«, erklärte Peil. Krajovic traf nur einmal – per Strafwurf. So bereuten es die VfB-Fans, die trotz DFB-Pokalfinale ihre Mannschaft zahlreich unterstützten, ihr Kommen nicht. Im Gegenteil. Die Kreisstädter zogen schnell im ersten Viertel auf 5:2 davon, blieben im dritten Durchgang sogar ohne Gegentor. »Das war eine Top-Leistung«, erklärte Spielertrainer Stephan Schmidt schließlich sichtlich zufrieden und fügte hinzu: »Wir wollten die Revanche für das Pokal-Aus und die knappe Niederlage im Hinspiel. Die haben wir bekommen.«

Durch den zweiten Sieg in Folge kletterten die Friedberger auf Platz fünf, haben aber noch drei Begegnungen mehr zu bestreiten als Teile der Konkurrenz. Nach Minuspunkten ist der VfB schon Dritter. »Wir rollen das Feld von hinten auf«, meinte Peil. Seinen Worten muss die Mannschaft am Samstag in München weitere Taten folgen lassen. Das Restprogramm: 24. Mai München (A), 14. Juni Darmstadt (H), 21. Juni Würzburg (H), 28. Juni Leimen/Mannheim (A), 5. Juli Ludwigsburg (A).

VfB Friedberg: Peil, Vetter (6), Roth (2), Hahn (2), Habrich (2), Schmidt (1), Zinnel (1), Dietz (1), Scerbinin, Duch, Borghi.

Die aktuelle Tabelle:

1. Leimen/Mannheim 176:93 24:0

2. Ludwigsburg 08 131:123 18:4

3. Würzburg 05 157:139 16:12

4. Erster Frankfurter SC 117:143 13:15

5. VfB Friedberg 115:111 10:12

6. Ludwigshafen 151:153 10:16

7. Stadtwerke München 136:145 10:16

8. Pforzheim 122:125 9:13

9. Darmstadt 70 110:183 2:24

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