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FV-Trainer Mustafic: »Personalumbau bewältigen«

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Seit fünf Jahren Chef auf der Bank des Fußball-Verbandsligisten FV Bad Vilbel: Trainer Amir Mustafic.	(Foto: Chuc)
Seit fünf Jahren Chef auf der Bank des Fußball-Verbandsligisten FV Bad Vilbel: Trainer Amir Mustafic. (Foto: Chuc) © Andreas Chuc

Der FV Bad Vilbel hat als Abschlussdritter der Verbandsliga Süd bewiesen, dass er im Fußballkreis Friedberg die Nummer eins ist. Doch wie geht es weiter? Dazu haben wir Trainer Amir Mustafic Fragen gestellt.

Amir Mustafic, die Saison 2015/2016 ist Geschichte. Hinter Meister Viktoria Urberach und dem inzwischen ebenfalls aufgestiegenen Rangzweiten Rot-Weiß Darmstadt blieb für den FV Bad Vilbel nur der undankbare dritte Platz. Ärgert Sie das?

Mustafic: Wir hatten es selbst in der Hand und lagen im letzten Saisonspiel bei der OFC-Reserve bis fünf Minuten vor dem Abpfiff auch auf Relegationskurs. Dann kam der 2:2-Ausgleich durch Offenbachs Marcel Wüst. Sicher ein Schlag ins Kontor, aber so ist Fußball. Wir hätten diesbezüglich viel früher alles klar machen können, haben beispielsweise auch beim 2:2-Heimremis gegen Kalbach völlig unnötig Punkte liegen gelassen. Doch das ist Schnee von gestern, der mich nicht mehr tangiert. Und im Nachhinein Schuldzuweisungen zu verteilen, ist nicht mein Ding. Das gilt übrigens auch für jenen unserer Schiedsrichter, der Pflichtsitzungen versäumte und somit den Punktabzug verursachte.

Als Tabellendritter der abgelaufenen Saison müsste man Ihr Team doch eigentlich in den Kreis der künftigen Titelkandidaten berufen, oder?

Mustafic: Wer das machen will, der soll es tun. Ich sehe es anders, denn unsere Konkurrenten haben sich, wie ich hörte, enorm verstärkt. Einen klaren Favoriten sehe ich dennoch nicht. Dazu ist diese Liga viel zu ausgeglichen besetzt. Den im Gegensatz zum letzten Jahr nicht ganz so drastischen Personalumbau erfolgreich zu bewältigen, ist für uns zunächst einmal das Wichtigste. Eine schwierige, aber für mich als verantwortlichen Trainer auch reizvolle Aufgabe.

Jede Mannschaft, also auch der FV Bad Vilbel, benötigt Führungsspieler…

Mustafic: Stimmt, aber diesbezüglich herrscht meines Erachtens kein Mangel. Kapitän Nuh Uslu, Thorben Knauer und Dennis Geh, aber auch Ajdin Maksumic und unser vom Ex-Hessenligisten SV Wiesbaden gekommener Neuzugang Jonas Grüter sind Leute, die Verantwortung übernehmen können. Aber was heißt schon Führungsspieler. Im Grunde genommen verdient jeder Fußballer, der mit Top-Leistungen zu brillieren versteht, diese Bezeichnung.

Vor Jahresfrist startete Ihre Mannschaft mit sieben Seriensiegen geradezu sensationell. Durchforstet man den neuen Spielplan, sieht es speziell im Monat August erneut ausgesprochen günstig aus: Nur ein Auswärtsauftritt beim VfB Ginsheim, aber drei Heimspiele gegen die Aufsteiger FC Bensheim und VfR Fehlheim sowie gegen den Taunuskonkurrenten Vatanspor Bad Homburg. Die Prognose, der FV Bad Vilbel werde nach dem ersten Saisonmonat das Gesamtklassement ungeschlagen anführen, hat unter diesen Voraussetzungen durchaus was für sich.

Mustafic: Schön wäre es schon, zumal man als Trainer natürlich jedes Spiel gewinnen möchte. Doch ganz im Ernst: Der Auftakt-Spielplan mit den Duellen gegen die beiden Liga-Neulinge Bensheim und Fehlheim, die von der Aufstiegs-Euphorie zehren und darüber hinaus unbekannte Größen sind, gefällt mir überhaupt nicht. Mannschaften, die man kennt, wären mir gerade zum Saison-Einstieg lieber gewesen. Uwe Born.

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