Futsal das Modell der Zukunft

(sto) Derzeit befinden sich die Jugendfußballer von der A- bis zur G-Jugend im Kreis Friedberg in der zweiten Hälfte der größten Hallenfußballrunde Hessens. Am 21. Februar erfolgt der Abpfiff, wobei der Höhepunkt die fünf Endspiele der A- bis E-Junioren in Steinfurth sein wird. Mittelfristig könnte das Winterspektakel in dieser Form Vergangenheit sein. Im Verband gibt es Planungen, dass er Hallenfußball in dieser Konstellation dem Futsal weichen soll.

Futsal ist Hallenfußball in etwas abgewandelter Form und stammt aus Südamerika. Den Futsal stellte am Montagabend der Verbandsmitarbeiter Ricardo Munoz-Nunez, der zudem als Schiedsrichter diese Spiele pfeift, vor. In seinem Referat im Rahmen der Pflichtsitzung der Vereinsjugendwarte, zu der auch der Schiedsrichteransetzer René Filges, erschienen war, erläuterte Munoz-Nunez die Vorteile des Futsals. So sei erwiesen, dass Verletzungen acht Mal weniger auftreten als beim Hallenfußball. Technische Fähigkeiten würden besser gefördert. Auch ginge es durchweg fairer zu, da ab dem sechsten Regelvergehen ein Zehn-Meter-Strafstoß erfolgt. Bei jedem weiteren Vergehen folgt ein weiterer Strafstoß. Die Regel ist in allen Verbänden der FIFA gleich. Die Nettospielzeit pro Seniorenspiel beträgt 20 Minuten, was einen Zeitaufwand von bis zu 35 Minuten zur Folge hat.

Im Seniorenbereich findet hessenweit eine Meisterschaftsrunde mit neun Mannschaften statt. War vor Jahresfrist noch der FV Bad Vilbel dabei, so ist der Kreis Friedberg in dieser Saison mit Mannschaften nicht vertreten. Lediglich Hans-Jürgen Englert (SV Schwalheim) ist als Schiedsrichter der einzige Friedberger im Futsal-Bereich. Eine weitere Ausbildung der aktiven Schiedsrichter hat Wolfgang Daiser (SV Staden).

Im Jugendbereich hat der HFV den Kreisen empfohlen, als Einstieg für C-Junioren Meisterschaftsturniere auszurichten. In der Region findet beispielsweise am 1. Februar in Stierstadt jenes des Kreises Hochtaunus statt. Der Kreis Friedberg ist hingegen noch ein weißer Futsal-Fleck. Wie Kreisjugendwart Thorsten Fiala am Montagabend in der Kloppenheimer Gaststätte "Ratsschänke" ausführte, plant der Jugendausschuss als Einstieg in den Futsal-Sport im kommenden Sommer eine Trainer-Schulung.

Sonstige Tagesordnungspunkte in Kloppenheim waren die aktuelle Hallenrunde sowie der Blick auf die am ersten März-Wochenende beginnende Frühjahrsfeldrunde. Die Hallenrunde wurde durch die vom Wetteraukreis zunächst gesperrte und dann wieder geöffnete Sporthalle der Friedberger Henry-Benrath-Schule sowie die geschlossene Philipp-Dieffenbachhalle etwas durcheinander gewirbelt. So waren manche Verlegungen bei den Vereinen nicht angekommen. Hier verwies der stellvertretende Kreisjugendwart Gerald Hengst auf den Newsletter des Kreisfußballausschusses. Nach Abschluss der Hallenrunde am 21. Februar finden am 14. beziehungsweise 15. März drei Hallenmeisterschaften der Region wie folgt statt: E-Junioren in Steinfurth am 14. März , D-Junioren in Nidderau (14. März) und C-Junioren in Rothenbergen (15. März). Die Feldrunden beginnen bei den A- bis E-Junioren am 27. Februar bis 1. März und enden am ersten Juniwochenende, F- und G-Junioren sind eine Woche später aktiv. In der Runde gibt es jeweils von den A- bis E-Junioren eine Meisterschaftsgruppe mit sechs Mannschaften. Alle anderen Teams sind in der Regel mit ebenfalls sechs Mannschaften in Kreisklassen zusammengefasst. Zurückgezogen wurde die E-Junioren-Mannschaft des FC Rendel III.

Die Aufstiegsturniere zu den Gruppenligen werden am 13. und 14. Juni wie folgt gespielt: "A" in Düdelsheim, "B" in Niedermittlau, "C" in Hochstadt und "D" in Offenbach. Die E-Junioren tragen zeitgleich in Gelnhausen erstmals eine Regionalmeisterschaft aus. Der dortige Sieger fährt dann am 28. Juni zum E-Junioren-Hessencup nach Breidenbach bei Biedenkopf. Im Kreis nannte Fiala abschließend den Info-Abend im Stützpunkt Bad Nauheim am 4. Mai und die DFB-Kurzschulung als Pflichtveranstaltungen.

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