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Zweiter Versuch: Dorian Miric (r.) und Türk Gücü Friedberg wollen beim KSV Baunatal um Niklas Künzek die unnötige Niederlage im ersten Saisonspiel korrigieren.

Fußball-Hessenliga

Rückspiele am vierten Spieltag: Wetterauer Teams wollen Revanche

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Der FV Bad Vilbel ist Freitagabend bei Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich zu Gast, Türk Gücü Friedberg muss zum KSV Baunatal.

Mannschaften, die in der Fußball-Hessenliga aus den ersten drei Pflichtaufgaben optimale neun Punkte holten, muss man mit der Lupe suchen und wird nur einmal fündig: Lediglich die SG Fulda/Lehnerz hat diesbezüglich nach Siegen über Steinbach, Griesheim und Ginsheim Fakten geschaffen. Ob die Osthessen weiterhin auf der Erfolgsspur bleiben, entscheidet sich am Sonntag im bereits zweiten Duell beim Aufsteiger SV Steinbach. Der Knüller des vierten Spieltages steigt derweil am Samstag im Kasseler Aue-Stadion, wo sich die gastgebende Elf von KSV-Coach Dietmar Hirsch gegen den Ex-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf für die im Hinspiel erlittene 3:4-Niederlage zu revanchieren beabsichtigt.

Auch für die Wetterauer Hessenliga-Vertreter FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg ist der Wunsch, sich gegen Auftakt-Rivalen beim zweiten Versuch besser aus der Affäre zu ziehen, am Wochenende Programm. Das Problem dabei: Auswärts hängen die Trauben definitiv höher, also müssen sowohl Bad Vilbel heute Abend beim SC Hessen Dreieich als auch Friedberg als Gast des KSV Baunatal mit heftigem Gegenwind rechnen.

SC Hessen Dreieich - FV Bad Vilbel (heute, 19.30 Uhr):Weil als Auftaktbilanz ein durchaus glücklicher 3:2-Sieg in Bad Vilbel, die 2:5-Pleite beim VfB Ginsheim sowie zuletzt vor eigenem Publikum ein mageres 1:1 gegen den Aufsteiger FC Hanau 93 zu Buche steht, ist für Dreieichs Coach Lars Schmidt und seinen Co-Trainer Sven Kunisch die Frage, wohin die Reise des Ex-Regionalligisten eigentlich geht, noch völlig offen. Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic sieht das vor dem zweiten Duell gegen die Sprendlinger Truppe im "Hahn Air Sportpark" wesentlich klarer: "Die wollen vorne mitspielen, daran gibt’s für mich keinen Zweifel."

Über die Optionen der eigenen Mannschaft deutliche Worte zu finden, fällt dem FV-Übungsleiter nicht ganz so einfach, "denn ich bin noch auf der Suche nach der Idealformation." Erst die knappe Niederlage gegen den heutigen Konkurrenten, dann das 1:1 in Hanau, danach zwei Wochen Spielpause: Teamintern sind bei den Grün-Weißen noch viele Fragen offen.

Vor allem in der Offensive ist beim dritten Saisonspiel der Brunnenstädter zumindest eine Änderung unumgänglich, zumal Farid Affo, bislang der auffälligste Stürmer im Bad Vilbeler Dress, mit muskulären Problemen passen muss. "Schade", sagt Mustafic, "aber wir haben Alternativen." Wen er damit meint, lässt der FV-Coach zwar offen, doch diesbezüglich führt an zwei Spielern, Zino Zampach und Alexandr Railean, wohl kein Weg vorbei. - Hinspiel: 3:2.

FV Bad Vilbel: Sememy (Klahr), Tochihara, Babic, Alik, Emmel, Grüter, Bauscher, Knauer, Brauburger, Atzberger, Zampach, Railean, Dananovic, Saso, Moubarak Affo, Biehrer, Dogan (?).

KSV Baunatal - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 14 Uhr):"Der 4:1-Sieg über den Aufsteiger TuS Dietkirchen war nach zwei Start-Niederlagen gegen Baunatal und Kassel für die Moral der Truppe enorm wichtig und lässt hoffen, dass wir beim zweiten Duell gegen die Nordhessen Zählbares holen", meint Friedbergs Trainer Carsten Weber. Ziel bleibe jedoch, speziell im Offensivspiel noch bessere Lösungen zu finden: "Spieler, die das umsetzen können, haben wir zur Genüge." Zwecks weiterer Optionen in der Defensive verpflichteten die Kreisstädter, die nach abgelaufener Sperre wieder auf Mittelfeldspieler Eray Eren zurückgreifen können, unter der Woche den 23-jährigen Abwehraußen Moussa Ouattara, der zuletzt für den SV Zeilsheim in der Verbandsliga Mitte unterwegs war. Ouattara und der Anfang August vom SC 1960 Hanau gekommene Stürmer Semih Aydilek erhöhen den teaminternen Konkurrenzkampf.

Carsten Weber, dem der starke Baunataler Auftritt in der ersten Runde des DFB-Pokals (2:3-Niederlage gegen den Zweitligisten VfL Bochum) natürlich nicht entgangen ist, findet das durchaus angemessen: "Die Trainingsintensität hat spürbar zugenommen. Dass am Sonntag exakt jene Elf beginnen wird, die gegen Dietkirchen summa summarum einen guten Job gemacht hat, würde ich jedenfalls nicht unterschreiben." - Hinspiel: 1:0.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Kamber Koc), Marra, Dudda, Weigand, Biber, Mitrovic, Tesfaldet, Gürsoy, Toskovic, Solak, Printemps, Aydilek, Ouattara, Usic, Bell Bell, Miric, Eren, Tahirovic, Özyürek.

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