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Führungsquartett der Schiedsrichter wiedergewählt

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Das Führungsquartett der Kreisschiedsrichtervereinigung Friedberg ist am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus Bönstadt ohne Gegenstimmen bei vier bis 14 Enthaltungen im Amt bestätigt worden. Dort hatten sich 145 stimmberechtigte der insgesamt 250 Referees – davon acht weiblich – versammelt.

Als Gäste begrüßte der Kreisschiedsrichterobmann Thomas Nau den Kreisfußballwart Rainer Dreut, dessen Stellvertreter Helmut Schmid, den Vorsitzenden des Kreissportgerichts Reinhold Wolfinger, die Klassenleiter Thorsten Bastian und Klaus Häuser, den Kreisjugendwart Thorsten Fiala und den Regionalbeauftragten für das Lehrwesen Andreas Schröter aus Höchst/Nidder.

Die Berichte von Thomas Nau und des Kreislehrwarts Ingo Becker dokumentierten, dass sich die aktuelle Vorstands-Zusammensetzung erst im Verlauf der Legislaturperiode herauskristallisierte, wobei auch berufliche Gründe eine Rolle spielten. So trat Thomas Nau vor zweieinhalb Jahren die Nachfolge von Heinz Schwab an, dem er für seine Unterstützung im neuen Amt dankte. Naus Stellvertreter René Schmidt rückte nach dem Tod von Wilfried Kling in die Position des Stellvertreters.

Der Kreisschiedsrichterobmann wertete die vergangenen Jahre als eine schwere Zeit des Umbruchs. So steht derzeit kein Schiedsrichter aus dem Kreis Friedberg auf der Verbandsliste, lediglich Thomas Nau wird dort als Schiedsrichter-Beobachter geführt. Erst ab der Gruppenliga abwärts kann man wieder Referees vorweisen. Allerdings haben die »Friedberger« den zwischenzeitlich letzten Platz in der Region Frankfurt wieder verlassen. Dies werteten Thomas Nau und Ingo Becker in ihren Berichten als ein gutes Zeichen, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. So wurden in dem Berichtszeitraum vier Neulingslehrgänge veranstaltet, was sich aktuell in 70 Jugendlichen unter 18 Jahren ausdrückt. Diesen teils vielversprechenden Nachwuchs gelte es zu fördern. Dazu soll ein wirkungsvoller Förderkader aufgebaut werden, wozu auch die Hilfe von erfahrenen Schiedsrichtern benötigt werde.

Die Grüße und den Dank einer guten Zusammenarbeit der Friedberger Gruppe mit den Nachbarkreisen und der Region überbrachte Andreas Schröter. Kreisfußballwart Rainer Dreut ging zunächst auf die Verstorbenen seit dem letzten Kreisschiedsrichtertag ein, wobei er Albert Walz, Wilfried Kling und Friedrich Löbig als langjährige Schiedsrichterfunktionäre und großartige Sportsleute nannte. Selbst blickte Dreut auf 1964 zurück, als er unter anderem mit Ernst Soiné die Schiedsrichterprüfung ablegte und speziell den Jungschiedsrichtern die Worte des damaligen Ausbilders nahe legte: Schiedsrichter stünden immer in der Kritik, er oder sie solle mit der gebotenen Zurückhaltung für ein sportliches Spiel sorgen.

Quartett muss am 9. März bestätigt werden

Unter Dreuts Regie fand die Neuwahl des Vorstands statt. Dieser setzte sich wie bisher aus dem Kreisschiedsrichterobmann Thomas Nau, dessen Stellvertreter René Schmidt, dem Kreislehrwart Ingo Becker und dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit René Filges, zusammen. Das Quartett muss laut Satzung jedoch auf dem Kreisfußballtag am 9. März in Ockstadt von den Vereinsvertretern noch bestätigt werden, was als Formalität gilt.

Die restlichen Mitarbeiter im Kreisschiedsrichterausschuss wie Ansetzer und Kassenverwalter des Fördervereins werden vom Vorstand berufen. Zu Kassenprüfern wählte die Versammlung Michael Groß und Gerald Hengst.

Am Kreisfußballtag wird der Kreisschiedsrichtervorstand drei Anträge einbringen, erklärte Nau. Zunächst schlägt er vor, dass auch Amateurspieler nach einer Gelb-Roten Karte beziehungsweise nach der fünften Gelben für ein Spiel gesperrt werden. Zweitens möchte man wieder die Gesichtskontrolle vor dem Spiel abschaffen – diese wurde schon einmal im Hessischen Fußball-Verband (HFV) praktiziert und ist in anderen Landesverbänden die Regel. Und schließlich streben die Schiedsrichter eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Gruppenliga-Referees und -assistenten um fünf beziehungsweise zwei Euro an.

Abschließend erinnerte Ingo Becker an den 14. Februar, an dem im Petterweiler Sportheim eine Schiedsrichter-Schulung für den elektronischen Spielbericht stattfindet – und zwar von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr für Kreisoberliga- und A-Liga-Schiedsrichter sowie von 20 bis 21 Uhr für jene der B-Ligen und der Reserven.

In Bönstadt standen auch Ehrungen an. Im abgelaufenen Jahr blickten Sebastian Staisch, Sören Marx, Uwe Hölzemann, Andreas Diefenbach und Dirk Langguth auf zehn Schiedsrichter-Jahre zurück. Für 20 Jahre an der Pfeife erhielt Sascha Zon die Silberne Ehrennadel. Bereits seit 35 Jahren sind Gerald Hengst und Fred Hoppe Schiedsrichter. Ihnen verlieh der Vorstand die Große Verdienstnadel der Friedberger Vereinigung. Die Vereinigung begeht 2012 ihr 90-jähriges Bestehen. Dazu ist ein Hallen-Fußballturnier für Schiedsrichtermannschaften in der zweiten Jahreshälfte vorgesehen. Zusätzlich möchte man angesichts des runden Geburtstages »alte, erfahrene Recken mit besonderen Verdiensten« ehren. Dazu rief Nau Giorgio Tassone, Reinhard Dallmann, Walter Schusterschitz und Ernst Soiné auf die Bühne. Ottwin Storck

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