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Gianluca Campagna vom FSV Kloppenheim war in der vergangenen Saison mit 14 Treffern der erfolgreichste Torjäger in der Kreisliga A Friedberg.

Fussball-Kreisliga A

FSV Kloppenheim: Plötzlich der Gejagte

  • VonSascha Kungl
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Der FSV Kloppenheim war in der vergangenen Saison in der Fußball-Kreisliga A das Maß aller Dinge. Daran will Trainer Siggi Freienstein nun mit seiner Mannschaft anknüpfen.

In der Fußball-Kreisliga A Friedberg war der FSV Kloppenheim an den ersten zwölf Spieltagen der vergangenen Saison das Maß aller Dinge. Zum Zeitpunkt des coronabedingten Saisonabbruchs stand der Aufsteiger an der Tabellenspitze des A-Liga-Klassements - mit drei Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Hoch-Weisel und acht Zählern Differenz auf die Verfolger aus Groß-Karben und Ober-Mörlen. Das beste Auswärts- und zweitbeste Heimteam der Liga stellte mit Gianluca Campagna zudem den erfolgreichsten Torjäger (14 Saisontreffer) aller 16 A-Ligisten. Die Weichen für eine vielversprechende Saison waren gestellt - und dann kam der Saisonabbruch.

»Wir sind mit großen Ambitionen in die Saison gegangen«, erinnert sich Kloppenheims Trainer Siegbert Freienstein, dessen Team sich bereits im Vorfeld auf die Fahnen geschrieben hatte, als Aufsteiger mit attraktivem und couragiertem Offensivfußball zu überzeugen. »Das ist uns hervorragend gelungen. Als Liganeuling waren unsere Ergebnisse besser, als wir es uns im Vorfeld erträumt hätten. Schon früh hat man gesehen, dass wir in der Lage sind, eine gute Rolle in der höheren Klasse zu spielen.«

Im Hinblick auf die im August startende neue Spielzeit dürfte sich das für die Kloppenheimer Kicker schwieriger gestalten. Der Überraschungseffekt ist weg, die Konkurrenz hat den Aufsteiger nun auf dem Zettel. »Das muss uns egal sein«, sagt Freienstein. »Die Gefahr, dass wir im zweiten Jahr ausrechenbarer sind als in unserer Premierensaison, sehe ich nicht. Wir wollen auch in der neuen Runde an unsere guten Leistungen anknüpfen und streben erneut eine Platzierung unter den Top Fünf der Liga an«, formuliert der Kloppenheimer Übungsleiter seine Ziele für die Saison 2021/22. »Für uns geht es nach der langen Corona-Pause primär darum, unsere Spielphilosophie auch weiterhin auf den Platz zu bringen.« Als größte Konkurrenten sieht Freienstein den FC Kaichen, die KSG 1920 Groß-Karben und den SV Hoch-Weisel an. »Und auch dem SV Ober-Mörlen sowie dem TuS Rockenberg rechne ich durchaus Chancen aus, in diesem Jahr eine gute Rolle zu spielen.«

Personell kann Freienstein auf sein Stammpersonal der letzten Jahre zurückgreifen. Der Kloppenheimer Kader ist zusammengeblieben, Abgänge hat der Aufsteiger nicht zu beklagen. Mit Rafael Kowalski aus Polen und Kevin Demuth, der nach einem Jahr bei der FSG Burg-Gräfenrode nach Kloppenheim zurückkehrt, hat man sich punktuell verstärkt. Die Neuzugänge Philipp Simon, Fabian Hahn und Michael Görtz waren zuletzt inaktiv und liefen zuvor für die SG Rodheim auf. Jonas Bedacht und Pascal Traband aus der eigenen A-Jugend machen den Kloppenheimer Kader breiter.

»Unser Teamgeist ist sicherlich unser größtes Plus. Auf dem Platz ist jeder Spieler für den anderen da. Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit haben wir aber auch große individuelle Klasse in unseren Reihen. Im Vorjahr haben wir mit temporeichem Offensivfußball überzeugen können, und auch in der neuen Saison werden wir weiterhin hoch stehen und die Gegner früh attackieren. Das erfordert eine enorme Laufbereitschaft und eine gewisse körperliche Fitness«, weiß Freienstein um die Anforderungen seiner Spielidee, die man im Lager des Aufsteigers in diesem Jahr ähnlich erfolgreich umsetzen will wie bis zum coronabedingten Abbruch der Vorsaison.

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