Frohe Kunde aus dem Löwen-Labor

  • vonRedaktion
    schließen

(mka). Die frohe Kunde kam am Donnerstag aus dem Labor. »Alle PCR-Tests sind negativ ausgefallen«, berichtete Franz-David Fritzmeier und kündigte prompt an: »Morgen ist Training.« Die Frankfurter Löwen können wieder loslegen. Nach zwei Corona-Quarantänen hintereinander, die Spieler hatten schon mit den Hufen gescharrt. Lange waren sie zur Untätigkeit verdammt gewesen, hatten seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag nicht mehr gespielt und auch nur dreimal trainiert. Dafür kommt nach der Zwangspause und dem Kaltstart zurück aufs Eis ein rappelvolles Programm auf sie zu, und auf Trainer Fritzmeier. »Das wird jetzt richtig knackig«, sagt er.

Nach nur vier Tagen Training steht am Dienstag die Auswärtspartie beim ESV Kaufbeuren an, drei Tage später die nächste bei den Freiburger Wölfen, am Sonntag darauf das Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse - und so wird das dann weitergehen, mit drei Spielen pro Woche, insgesamt 37, bis zum planmäßigen Ende der DEL-2-Hauptrunde am 11. April. Falls nichts dazwischenkommt, was in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys in den ersten Monaten dieser Saison regelmäßig der Fall war. Auch bei den Löwen, bei denen erst Gegner nach positiven Tests passen und die dann selbst lange aussetzen mussten. Statt 21 haben sie erst 15 Partien bestritten.

»Uns hat es schwer getroffen«, meint Fritzmeier. »Wir hatten zwar nicht viele Fälle, aber eine lange Pause.« Am 27. Dezember war bei Coach Marko Raita eine Infektion diagnostiziert worden, alle Löwen gingen in Quarantäne - während Stürmer Martin Buchwieser und Verteidiger Christian Obu ebenfalls positiv getestet wurden. Der Rest wollte sich, aus der Isolation entlassen, am 5. Januar in den Bus zum Spiel nach Bayreuth setzen, als auch bei Verteidiger David Suvanto ein Schnelltest anschlug. Und weil alle gemeinsam drei Tage trainiert hatten, war die Ansage aus dem Gesundheitsamt klar. »Da kam sofort der Anruf: Alle nach Hause«, erinnert sich Fritzmeier.

Das Wichtigste: Die betroffenen Löwen sind frei von Symptomen oder haben zumindest milde Verläufe. Auch Stürmer Carter Proft, der während der Quarantäne erkrankte und fürs Erste noch fehlen wird. Fritzmeier sieht sich in diesem Fall bestätigt, den Spielern keine Trainingsanweisungen nach Hause gegeben zu haben. »Ein sensibles Thema«, sagt Fritzmeier. »Aber wir haben uns viel mit den Spielern ausgetauscht, es ist alles okay.« Auch mit der Versorgung während der Quarantäne: »Wenn jemand was brauchte, wurde das vom Verein organisiert« erklärt Fritzmeier, »und die Spieler haben sich auch untereinander ausgeholfen«. Beziehungsweise deren Frauen, die nicht als Erstkontakt galten und so nicht an den Hausarrest gebunden waren. Und so erledigte die Frau von Patrick Klein, Nachbarn einiger junger Löwen, die Einkäufe auch für die Talente-WG mit.

Der Coach telefonierte indes viel, auch mit den Gesundheitsämtern der Region, abhängig von den Wohnorten der Spieler: Die Profis verteilen sich auf Frankfurt, Offenbach, Hochtaunus- und Mainz-Kinzig-Kreis. »Das war ein guter Austausch, obwohl die Ämter in diesen Zeiten viel Arbeit haben«, berichtet Fritzmeier. Nun galt: Alle Löwen, die nach zehn Tagen Isolation negativ getestet werden, dürfen wieder an die Arbeit - was gestern durch die Bank der Fall war.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare