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Kerstin Wirkner und die SG Rodheim wollen kein Kanonenfutter sein in der Liga. Der Spaß am Sport soll zurückkehren. CHUC

»Froh sein, wenn wir nicht abgeschossen werden«

  • VonMichael Stahnke
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(msw). Die SG Rodheim geht in der Tischtennis-Oberliga Hessen der Damen quasi in die Wiederholung der schwierigen Vorsaison. Die Ausgangssituation hat sich auch nach einem Jahr Zwangspause nicht wirklich verbessert.

Die in der letzten Spielzeit nur durch die Pandemie überhaupt nachgerückten Rodheimerinnen haben es beim Neustart noch schwieriger, da selbst der TTC GW Staffel III in der neuen Besetzung sportlich quasi außer Reichweite geraten ist. Die Staffelerinnen haben bereits zur letzten Rückrunde viele neue Spielerinnen für die erste Garnitur erhalten, die deshalb jetzt in der 2. Bundesliga an den Start gehen wird. Von der Papierform her ist die SGR nun ein noch krasserer Außenseiter als zuvor und kann eigentlich nur dann überhaupt einen einzigen Punkt gewinnen, wenn sie über sich hinauswächst oder wenn die anderen Teams mit Ersatz antreten würden.

Mannschaftsführerin Kerstin Wirkner und Jeanette Möcks glauben beide nicht, dass sie ernsthaft um den Klassenerhalt mitspielen können. Dennoch weiß man im Sport genau: Aufgeben ist in jedem Fall nicht angesagt. Im Gespräch deuteten beide Akteurinnen an, dass wohl eher der Spaß als der Kampf gegen den Abstieg im Mittelpunkt stehen wird.

Wie sieht derzeit der Trainingsbetrieb aus?

Wirkner: Ich muss mich immer noch oft um meine kleine Tochter kümmern, sodass ich nicht so oft trainieren kann.

Möcks: Der Trainingsbetrieb ist unter Corona-Bedingungen guter Durchschnitt, bis zum Saisonstart werden wir das aber noch weiter steigern.

Wie sind die Chancen auf den Klassenerhalt?

Wirkner: Die Klasse zu halten, dürfte nicht möglich sein. Wir können schon froh sein, wenn wir nicht abgeschossen werden. Die wenigen Partien der letzten Saison haben aber gezeigt, dass wir mit der Zeit besser werden können. Für mich sind die Wettkämpfe selbst immer das beste Training. Wenn die anderen Teams immer komplett antreten, dürfte nicht viel zu holen sein für uns. Aber letztlich geht es vor allem darum, ein bisschen Spaß zu haben.

Möcks: Ich weiß nicht, wo unsere größere Spielstärke herkommen sollte und warum die anderen jetzt schwächer geworden sein sollten, sodass ich nicht mit dem Klassenerhalt rechne. Dennoch hoffen wir, dass wir wenigstens ein Spiel gewinnen.

Sie sind erneut zu fünft aufgestellt. Soll wieder durchgemischt werden?

Wirkner: Ja, da ohnehin eine Spielerin nicht immer kann. Auch ich werde einige Spiele nicht bestreiten können. Dabei werden wir aber nicht nach dem Gegner schauen. Es werden einzig individuelle Termine eine Rolle spielen.

Zur neuen Saison wird erstmals der dritte Einzel-Durchgang wegfallen und die anderen Partien werden bis zum Ende gespielt. Wie sehen Sie das?

Wirkner: Dies bedeutet weniger Einsätze für die Spielerinnen. Speziell bei längeren Auswärtsfahrten könnte das dann schon etwas frustrieren.

Möcks: Gefühlt 70 Prozent der Damen finden es schlecht. So können wir seltener spielen. Und dann anzutreten, wenn der Mannschaftskampf bereits entschieden ist, ist unschön.

Laut Mannschaftsmeldebogen spielt Josephina Neumann in der dritten Mannschaft von Langstadt. Rechnen Sie mit einer Partie gegen sie?

Wirkner: Nein, auf Spiele in der Oberliga wird sie sicherlich nicht scharf sein.

Möcks: Ich würde mich freuen, wenn ich gegen Josi spiele. Ich glaube aber nicht, dass sie da zum Einsatz kommt.

Wird es noch Corona- Maßnahmen während der Spiele geben?

Wirkner: Zunächst mal gehe ich davon aus, dass wir wieder oben in der kleinen Halle spielen. Den Rest muss der Schiedsrichter klären.

Möcks: Uns würde es schon freuen, wenn wir wieder mit einem Sekt in der Halle stehen könnten. All das ist zuletzt auf der Strecke geblieben.

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