Fristen, Verwaltung und Berechnungen

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(red). Die Planungen für die neue Amateurfußball-Saison in Hessen laufen auf Hochtouren. Wann es denn nun weitergeht, weiß derzeit noch keiner, gespielt werden soll in diesem Jahr aber auf jeden Fall. Und die langsam sinkenden Inzidenzzahlen geben den Fußballfreunden Hoffnung.

Abseits des Platzes gilt es aber auch in organisatorischer Hinsicht einiges zu stemmen. Es gilt Kader zusammenzustellen, neue Spieler zu verpflichten, Meldefristen einzuhalten - was für die Vereinsfunktionäre auch einiges an Verwaltungsaufwand mit sich bringt. Viele Fragen ranken sich um den Bereich Spielerwechsel, vor allem, da ja seit Ende Oktober nicht mehr gespielt wurde. Gut sechs Monate dauert die Zwangspause nun schon an.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat diesbezüglich nun die gängigen Fragen und Punkte einmal aufgelistet und auch gleich Antworten formuliert.

?Haben sich die Fristen im Vergleich zu den Vorjahren verändert?

Die Fristen zum Vereinswechsel für den Senioren- und Jugendbereich bleiben unverändert. Hier ist der HFV allerdings auch abhängig von den allgemeinverbindlichen Entscheidungen des DFB. Der DFB hat für den Seniorenbereich den 1. 7. bis 31. 8. der FIFA gemeldet. Stand jetzt sind keine Änderungen vorgesehen.

?Wann können die Spieler abgemeldet werden? Ist eine Abmeldung vor dem 1. 6. 2021 zu früh?

Hier ist zwischen dem Senioren- und dem Jugendbereich zu differenzieren. Bei den Herren und Frauen gibt es keinen Beginn einer Abmeldefrist, sondern es gelten die folgenden Grundsätze: 1. Die Abmeldung muss bis zum 30. 6. 2021 erfolgen. 2. Diese darf erst nach dem letzten Spiel stattfinden. Da unterhalb der Regionalliga keine Meisterschaftsspiele mehr anstehen, kann im Herren- und Frauenbereich eine Abmeldung jetzt erfolgen. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Pokalwettbewerbe auf Kreisebene noch nicht abgebrochen wurden. Die Wechsel finden dann nach den Bedingungen der Wechselperiode I statt (unter anderem festgeschriebene Höchstsumme). Im Jugendbereich gilt die Abmeldefrist im Juni. Nur bei einer Abmeldung innerhalb des Monats Juni kann die Wartefrist bei Zustimmung entfallen (Spielrecht ab 1. 7.) und es greifen die maximalen Höchstbeträge der Ausbildungsentschädigung.

?Hat die Annullierung Auswirkungen auf das Wechselrecht:

Die Annullierung der Saison hat auf das Wechselrecht keine Auswirkungen. Diese Entscheidung ändert nichts daran, dass Spieler auf dem Platz gestanden und Pflichtspiele absolviert haben. Diese Spieleinsätze sind im Sinne der Wechselvorschriften beim Wechsel des Spielers als Tag des letzten Spiels vom abgebenden Verein anzugeben.

?Hat die vorübergehende Aussetzung des Spielbetriebs Auswirkungen auf andere Bereiche des Vereinswechselrechts als die Berechnung der Wartefrist, beispielsweise auf die Berechnung der Ausbildungsentschädigung?

Nein, hier bleibt alles unverändert. Es gelten die bestehenden Bestimmungen der Spiel- und Jugendordnung.

?Wie erfolgt die Berechnung der Wartefrist? In welchen Fällen greift die Sechsmonatsregel?

Aktuell ist noch immer keine Berechnung des »Wegfalls der Wartefrist« möglich. Die Spiel- beziehungsweise Jugendordnung wurde hinsichtlich des Wegfalls der Wartefrist (Sechsmonatsregel) aufgrund der coronabedingten Aussetzung des Spielbetriebs angepasst und die Zeiträume, in denen aufgrund der Covid-19-Pandemie kein Spielbetrieb stattfindet, sind bei der Berechnung nicht zu berücksichtigen.

Der Spielbetrieb ist seit 30. 10. 2020 ausgesetzt. Faustregel: Jedem Spieler, der im Jahr 2020 mindestens einen Pflichtspieleisatz hatte, kann die Zustimmung verweigert und eine Entschädigung verlangt werden.

Lediglich Spieler, die im Jahr 2020 kein Pflichtspiel absolviert haben, wechseln ohne Wartefrist und Entschädigungs zahlung.

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