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Friedbergerinnen erleben mit Sieg und Niederlage Déjà-vu

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(kun) Ein Déjà-vu erlebten die Schachfreunde von 1891 Friedberg in der Frauen-Bundesliga. Bei ihrem Gastspiel in Halle an der Saale überzeugten die Kreisstädterinnen gegen den Vizemeister USV Volksbank Halle mit einem souveränen 4,5:1,5-Erfolg, kamen jedoch gegen die Rodewischer Schachmiezen nicht über ein Remis hinaus.

Dabei sah für die ambitionierten Friedbergerinnen, die in den beiden Duellen gegen die unmittelbare Konkurrenz einen wichtigen Schritt in Richtung des erklärten Saisonziels – Tabellenplatz drei – machen wollten, zunächst alles nach einem perfekten Wochenende aus. Nach einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg über die Gastgeber, zu dem Eva Repkova, Deimante Daulyte, Lyubka Genova und die ungarische Nationalspielerin Ticia Gara durch ihre Siege sowie Melanie Ohme mit einem Remis beitrugen, hatten sich die Wetterauerinnen bereits nach der ersten der beiden Wochenend-Begegnungen vom sechsten auf den vierten Tabellenplatz vorgearbeitet. Einzig My Linh Tran musste sich ihrer Gegnerin Natalia Straub geschlagen geben.

»Nachdem das Team am Samstag gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner erneut voll und ganz überzeugt und sich dem dritten Tabellenrang bereits vielversprechend angenähert hatte, folgte tagsdrauf die Ernüchterung«, zog Vereinsvorstand Martin Herwig-Päutz eine durchwachsene Wochenend-Bilanz. »Einzig bei unserer Heimpremiere haben wir sonntags nicht 3:3 gespielt, ansonsten kamen wir zum Abschluss des Spieltags bisher nie über eine Punkteteilung hinaus.«

Gegen die Rodewischer Schachmiezen machte dabei Eva Repkova den Anfang, die genau wie My Linh Tran und Deimante Daulyte bereits früh in ihrer Partie remisierte. Während Ticia Gara in ihrer Begegnung zwei Bauern verlor und ihrer Gegnerin in der Folge zum Sieg gratulieren musste, glich Melanie Ohme durch ihren Erfolg nach Punkten für die Friedbergerinnen aus. Mehr als ein 3:3-Remis durch Lyubka Genovas Punktgewinn gegen Claudia Steinbacher sollte für die Gäste aus der Wetterau am Ende jedoch nicht mehr herausspringen. »Ob wir nun am letzten Spieltag die Hamburger noch von Platz drei verdrängen können, wird ob des gegen Rodewisch liegen gelassenen Punktes eine spannende, aber eher unwahrscheinliche Angelegenheit«, zeigte sich Herwig-Päutz am Sonntagabend ernüchtert.

Nachfolgend die Ergebnisse:

8. Runde

Bad Königshofen – Chemie Guben 4,5:1,5

Hamburger SK – OSG Baden-Baden 2:4

USV Halle – SF Friedberg 1,5:4,5

SV Stuttgart – Rotation Pankow 1,5:4,5

SV Mühlheim-Nord – Karlsruhe 4,5:1,5

Rodewisch – TSV Schott Mainz 5,5:0,5

9. Runde

Rotation Pankow – Bad Königshofen 2:4

Karlsruher SF 1853 – Hamburger SK 2:4

TSV Schott Mainz – USV Halle 2:4

SV Guben – SV Stuttgart Wolfbusch 5:1

Baden-Baden – SV Mühlheim-Nord 3,5:2,5

SF Friedberg – Rodewisch 3:3

1. OSG Baden-Baden 9 18 41

2. Bad Königshofen 9 15 33,5

3. Hamburger SK 9 13 33,5

4. Schachfreunde Friedberg 9 11 32,5

5. USV Volksbank Halle 9 11 31

6. Karlsruher SF 1853 9 10 30,5

7. Rodewischer SM 9 10 29,5

8. SV Mühlheim-Nord 9 8 27

9. SV Chemie Guben 9 8 23

10. Rotation Pankow 9 2 20,5

11. SV Stuttgart Wolfbusch 9 2 11,5

12. TSV Schott Mainz 9 0 10,5

***

Die zehnte und abschließende elfte Runde steigt am 21. und 22. April mit Partien gegen Pankow und Guben.

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