Friedberger Talent geht

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Dass die Wetterau eine sprudelnde Quelle von Handballtalenten ist, die aber in den seltensten Fällen dazu führt, ihre Stammvereine in höhere Sphären zu bringen, ist hinlänglich bekannt. Zum Jahreswechsel musste dies jetzt die TG Friedberg leidlich erfahren.

Dass die Wetterau eine sprudelnde Quelle von Handballtalenten ist, die aber in den seltensten Fällen dazu führt, ihre Stammvereine in höhere Sphären zu bringen, ist hinlänglich bekannt. Zum Jahreswechsel musste dies jetzt die TG Friedberg leidlich erfahren.

Max Beyster, derzeit wohl der herausragende Nachwuchsspieler der Region, hat sich dazu entschlossen, zum TV 05/07 Hüttenberg zu wechseln. "Wir hätten ihn bei uns weiterhin gut gebrauchen können", bedauert TG-Urgestein Thomas "Lego" Keck. "Sicherlich schmerzt solch ein Abgang, aber bei seinem Leistungsvermögen ist es nachvollziehbar. Er hat das Zeug dazu, diesen Schritt zu machen", gesteht er mit einem lachenden und weinenden Auge. Der Vorteil: Beyster ist erst im ersten A-Jugendjahr und kann daher auch längerfristig in der A-Jugend Bundesliga spielen. Wie stark er bereits spielt, unterstreichen einige Zahlen: Im entscheidenden Spiel um den Landesliga-Aufstieg der Männermannschaft in der vergangenen Saison wurde er in der Endphase eingewechselt und erzielte in kurzer Zeit zwei Tore. Beim 30:28-Sieg in Griedel war er mit fünf Toren einer der Matchwinner und in der A-Jugend, zu der eigentlich noch gehört, erzielte er im Spitzenspiel gegen die HSG Wettenberg beim 28:28 stolze 16 Tore.

Dass man sich in Hüttenberg über den Neuzugang freut, unterstreicht die Aussage von Arno Jung, dem sportlichen Leiter und gleichzeitig auch verantwortlichen Trainer der A-Jugend-Bundesligamannschaft "Wir haben in der Qualifikation für die Oberliga gegen Friedberg gespielt und dabei ist er uns natürlich aufgefallen. Er ist vom Athletischen her sehr weit und wir haben im Jahrgang 2001 auf Rückraum Mitte niemanden, der es ihm total schwer machen würde, in der nächsten Saison zu seinen Einsätzen zu kommen", sagt Jung. "Damit er sich noch besser einspielt und unsere Systeme kennenlernt, ist er bereits jetzt im Winter zu uns gewechselt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass er sich bei uns in den Bereichen Technik und Taktik noch weiter verbessern kann. Wir sind froh über die gute Ausbildung, die er bis jetzt in Friedberg genossen hat. Die Basis ist in jedem Fall gelegt und wir wollen sehen, wie wir ihn noch weiter nach vorne bringen können."

In Friedberg drückt man Beyster die Daumen für einen erfolgreichen Weg, hofft aber auch schon auf eine Rückkehr, falls es mit dem Bundesliga-Traum nicht klappen sollte.

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