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Friedberger Coup gegen Linden

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Durchgeladen hat Benedikt Ploner von der TG Friedberg, der gegen die MSG Linden am Samstag drei Tore beisteuert. 	(Foto: Merz)
Durchgeladen hat Benedikt Ploner von der TG Friedberg, der gegen die MSG Linden am Samstag drei Tore beisteuert. (Foto: Merz) © Nicole Merz

(kun) »Eine ganz starke Leistung« attestierte Friedbergs Trainer Gert Eifert seiner Mannschaft nach deren zehntem Saisonsieg. »Grandios« war auf der Internetseite der Kreisstädter unmittelbar nach dem 26:25 (15:13)-Heimerfolg im Landesliga-Duell gegen die MSG Linden zu lesen.

Der Überraschungserfolg gegen den Tabellenzweiten war für die Friedberger der zweite Rückrundensieg und nach dem 25:23-Heimtriumph gegen die TSG Eppstein in der Vorwoche der zweite Sieg in Folge nach zuvor zwei Niederlagen in diesem Jahr. Die Berg- und Talfahrt der Lindener – drei Siegen nach der Winterpause stehen zwei Niederlagen gegenüber – setzt sich dagegen weiter fort.

»Unter dem Strich kann man von einem verdienten Erfolg sprechen. Die Mannschaft hat die Ausfälle von Andre Avemann, Dennis Müller und Nico Plattek hervorragend kompensiert und sowohl spielerisch als auch kämpferisch eine sehr starke Leistung gezeigt«, lobte der Friedberger Übungsleiter seine Schützlinge, die von Fabian Wolf, der in Köln studiert und unter der Woche nicht am Training der Kreisstädter teilnimmt, personell unterstützt wurden. »Hervorzuheben gilt es auch Jonas Kinski, der auf halbrechts über 60 Minuten im Einsatz war. Das Vertrauen hat dem Jungen spürbar gut getan. Das hat er uns in diesem Spiel doppelt und dreifach zurückgezahlt.« Das abschließende 26:25 erzielte Elvin Petrosanec.

Die Gäste aus Linden haderten dagegen mit einer vermeintlichen Fehlentscheidung der Unparteiischen 30 Sekunden vor dem Ende. »Sören Deimer ist von Friedbergs Tim Schäfer festgemacht und am Arm gehalten worden. Das hätte Siebenmeter für uns geben müssen. Der Schiedsrichter hat aber auf Schritte entschieden«, ärgerte sich Lindens Betreuer Rene Hofmann über die vermeintliche Fehlentscheidung, die der Friedberger Übungsleiter gelassener zur Kenntnis nahm. »Die Unparteiischen haben in den ersten 40 Minuten zu unseren Ungunsten gepfiffen. Am Ende gleicht sich das aus.«

200 Zuschauer

Aber auch was seine Mannschaft vor 200 Zuschauern in der Halle am Seebach spielerisch anzubieten hatte, schmeckte Hofmann gar nicht. »Wir haben uns enorm schwer getan, unser Offensivspiel aufzuziehen, was auch an den personellen Ausfällen lag. Auch die Deckung hat an diesem Tag nicht die gewohnte Stärke gezeigt. Ein ums andere Mal sind wir durch einfache Tore in Rückstand geraten.«

Nach einer frühen Drei-Tore-Führung der Hausherren (5:2/6.) lagen die Schützlinge von MSG-Coach Bernd Wagner beim 6:5 (12.) erstmals in Front. Bis zur Pause hatten die Kreisstädter die Partie gedreht und sich ihrerseits eine Zwei-Tore-Führung erarbeitet. »In einer zerfahrenen zweiten Halbzeit haben wir uns nach einem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand zurück in die Partie gekämpft und kurz vor Schluss den 25:25-Ausgleich markiert. Beide Teams hatten während des Spiels ihre Hochs und Tiefs, ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf sicherlich eher entsprochen«, konstatierte Hofmann nach der Partie.

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Zinnel (5), Wolf (3), Ploner (3), Jonscher, Friederich (6/3), Petrosanec (5), Mos, Schäfer, Lebeau (2), Kinski (2).

MSG Linden: Rocksien, Kaiser; Weber (4), Semmelroth (2), Mühlhans (1), Melle (1), Walter (4/4), Tim Weber (2), Köhn, Deimer (5), Berger (3), Weigelt (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Löw/Schiller (Dreieich). – Zeitstrafen: 10:10 Minuten. – Siebenmeter: 5/3:4/4. – Zu.: 200.

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