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Die A-Jugend der TG Friedberg vor der Saison: (v. l.) Trainer Radu Balazs, Lasse Milius, Jannik Seibert, Kjell Bischoff, Max Beyster, Timo Junkermann, Luca Sattler, Fynn Merten, Johannes Pfeiffer, Alexander Briesen, Noah Methner, Roman Wilmes, Ansgar Zimmermann, Tim Burkhard, Trainer Elvin Petrosanec. Es fehlt: Marvin Morres.

Handball

Friedberger A-Jugend als Eindringling

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In die Phalanx der übermächtigen Nachbarschaft aus dem Raum Gießen/Wetzlar einzudringen und Mannschaften oberhalb des Bezirks an den Start zu bringen, ist ein großer Wunsch der Wetterauer Handballvereine. Der einfachste Weg dorthin ergibt sich alljährlich über die Qualifikationsspiele im Jugendbereich. Die männliche A-Jugend der TG Friedberg hat dieses Ziel erreicht und wird in der Spielzeit 2019/2020 in der eingleisigen Handball-Oberliga-Hessen spielen.

Die von Elvin Petrosanec und Radu Balazs trainierte Mannschaft benötige zwei Anläufe bis die Qualifikation in trockenen Tüchern war. Ende Mai stand dann fest, dass die Wetterau erneut mit einen Vertreter in dieser Spielklasse seine Visitenkarte abgibt. In der abgelaufenen Runde war dies zuvor dem TSV Griedel gelungen. "Es macht stolz und glücklich, dass es uns nach einigen Jahren wieder gelungen ist, mit einer Jugendmannschaft in Hessens höchster Spielklasse präsent zu sein. Es zeigt, dass wir mit unserer Jugendarbeit und den in der Mission 2022 gesteckten Zielen auf dem richtigen Weg sind", sagt Uli Kaffenberger, Abteilungsleiter Handball bei der TG Friedberg.

Erfreulich, dass es keine Abgänge zu verzeichnen gibt, sondern es sogar noch Zuwachs gibt. Neben dem aus Hüttenberg zurückgekehrten Max Beyster, der bereits in den Qualifikationsspielen dabei war, schloss sich mit Jannik Seibert ein weiterer Hüttenberger Spieler den Kreisstädtern an. Der quantitativ nicht allzu starke Kader wird weiterhin durch die aus der B-Jugend aufgerückten Lasse Milius und Ansgar Zimmermann verstärkt. Zudem wird Tim Burkhard aus der aktuellen B-Jugend punktuell eingesetzt.

Es fällt auf, dass sich keine Mannschaft aus dem Norden Hessens für die Oberliga qualifizieren konnte. Insofern bewegt sich regional alles zwischen Wetzlar, Limburg, Langen und Großkrotzenburg. Durch diese angenehme Konstellation halten sich die Entfernungen zu den Auswärtsfahrten in Grenzen. Die Oberliga besitzt eine große Leistungsdichte. Spannende und interessante Spiele sollten anstehen. Für Friedberg hat die Teilnahme in dieser Liga mit Blick auf die Entwicklung der Spieler und die nach der Saison anstehende Eingliederung in den Aktiven Bereich einen hohen Stellenwert.

Als Favorit wird die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim angesehen. Die eigenen Ziele sind, eine konzentrierte und möglichst verletzungsfreie Runde zu spielen, um sich einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu sicheren.

Bedauert wird auf Seiten der TG-Verantwortlichen die ausbleibende Reaktion der Nachbarvereine. "Ein Zweitspielrecht macht es interessierten und leistungswilligen Spielern aus der Region möglich, neben den Spielen in der Oberliga, auch weiterhin bei seinem Heimatverein in der Jugend zu spielen", klärt Kaffenberger auf. "Davon, sich in dieser starken Liga weiterzuentwickeln, hätten sowohl der einzelne Spieler als auch sein Heimatverein profitiert", sagt Kaffenberger.

Offensichtlich ist es aber derzeit noch nicht so weit, über den eigenen Tellerrand hinaus zu denken. Eigentlich schade, denn eine Wetterauer A-Jugendmannschaft, die in Hessens höchster Spielklasse ganz vorne mitspielt, hätte dem lokalen Nachwuchshandball nicht nur einen Schub versetzt, sondern auch der nachbarschaftlichen Konkurrenz zumindest einige Sorgenfalten bereitet.

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