In Friedberg wird der neue Titelträger gesucht

Dass die Kreisstadt Friedberg als Treffpunkt der besten 16 Wetterauer Hallenfußball-Mannschaften aus geographischen Gründen der optimale Standort ist, kann nicht bezweifelt werden. So gesehen, darf sich der Kreisfußballausschuss als Veranstalter der 22. Hallenfußball-Kreismeisterschaft, auch "Sparkassen-Hallenmasters 2009" genannt, sicher die Hände reiben.

Dass die Kreisstadt Friedberg als Treffpunkt der besten 16 Wetterauer Hallenfußball-Mannschaften aus geographischen Gründen der optimale Standort ist, kann nicht bezweifelt werden. So gesehen, darf sich der Kreisfußballausschuss als Veranstalter der 22. Hallenfußball-Kreismeisterschaft, auch "Sparkassen-Hallenmasters 2009" genannt, sicher die Hände reiben. Bloß: Man spielt die Zwischen- und Endrunde am Freitagabend ab 18.30 Uhr sowie sonntags dann ab 10.30 Uhr nicht in der dafür eigentlich vorgesehenen Dieffenbach-Halle, die wegen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen bis Ostern für alle sportlichen Veranstaltungen gesperrt ist, sondern in der nur einen Steinwurf weiter gelegenen Sporthalle der Henry-Benrath-Schule. Ein Areal, in dem sich beim hierzulande mit Abstand wichtigsten Indoor-Spektakel zwar ebenfalls Budenzauber vom Feinsten zelebrieren lässt, das ansonsten aber - vor allem für den mit der Bewirtung und der Organisation in Sachen Turnierablauf beauftragten Mitarbeiter-Stab des Titelverteidigers VfR Ilbenstadt - eine Menge Probleme mit sich bringen dürfte.

"Ideal ist diese Lösung sicher nicht, aber wir hatten nach den Absagen aus Florstadt und Groß-Karben keine andere Wahl", erklärt Kreisfußballwart Rainer Dreut (Nieder-Weisel), der im Übrigen die Diskussion über große oder kleine Tore für höchst überflüssig hält: "Das wird immer Ansichtssache bleiben. Ich bin nach wie vor der Meinung: Die kleinen Tore haben den Hallenfußball interessanter gemacht, und dies werden die Spiele der Zwischen- und Endrunde trotz verkürzter Spielzeit, 15 Minuten anstatt 20 Minuten, einmal mehr bestätigen". Ilbenstadts Thomas Nau, der voraussichtlich zusammen mit Reiner Klöpfel und Andreas Unterstab die Turnierleitung bilden wird, hatte in den letzten Tagen, nach Bekanntgabe der Henry-Benrath-Sporthalle als Austragungs-Ort des finalen Showdowns, andere Sorgen, denn Improvisation war seitens des Ilbenstädter Organisations-Teams angesagt: "Wir sind bestens vorbereitet. Die Zuschauer können kommen und werden es mit Sicherheit nicht bereuen."

Und in der Tat: Dem geneigten Hallenfußball-Fan wird heute und am Sonntag nicht nur Fußball satt geboten, sondern auch die Möglichkeit, über die Eintrittskarte an einer Verlosung mit tollen Preisen teilzunehmen: Zu gewinnen gibt’s unter anderem Tickets für das Bundesligaspiel Eintracht Frankfurt - Schalke 04 sowie Vereinstrikots der Frankfurter Eintracht und von Bayern München.

Derweil hat sich der Sponsor, die Sparkasse Oberhessen, erneut als recht generös geoutet: Als Siegestrophäen winken neben dem Wanderpokal für den Gewinner nämlich vier weitere Pokale für die besten vier Vereine sowie Prämien von insgesamt 1000 Euro, gestaffelt von 400 Euro für den Sieger bis 150 Euro für den Vierten. Ferner liegen für jene acht Mannschaften, die sich nach den Spielen der Zwischenrunde fürs Viertelfinale qualifiziert haben, acht Fußbälle bereit. Die Siegerehrung, die am Sonntag etwa gegen 16 Uhr über die Bühne gehen wird, obliegt Landrat Joachim Arnold, Sparkassen-Direktor Günter Sedlak und Kreisfußballwart Rainer Dreut.

Wer aber sind dieses Jahr die Favoriten? Eine Frage, die ob der Ausgeglichenheit des Starterfeldes kaum beantwortet werden kann. Titelverteidiger VfR Ilbenstadt? Sicher ein Tipp, der - könnte man darauf wetten - durchaus hohe Quoten bringen würde, weil andere Klubs diesmal vorab stärker einzustufen sind: Etwa der Hessenligist KSV Klein-Karben, der - nimmt man die Ankündigungen aus dem Umfeld des Teams für bare Münze - mit den Hessenliga-Leistungsträgern Jens Paetzold, Kerem Kaya und Torjäger Salvatore Bari antreten wird. Oder der FV Bad Vilbel, dessen junge Spieler stets für einen Hallen-Coup gerüstet scheinen. Nicht zu vergessen die Hallenspezialisten des SV Nieder-Weisel, des Türkischen SV Bad Nauheim, aus Ober-Rosbach, Nieder-Wöllstadt oder Nieder-Florstadt. Eigentlich könnte man alle 16 Teams aufführen. Für knisternde Spannung mit ungewissem Ausgang ist demnach bestens gesorgt.

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