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William Anane vom SKV Beienheim hält Malte Strothmann vom VfB Friedberg am Arm und gewinnt mit den Rot-Weißen gegen den Kreisstadt-Klub. (Foto: Jaux)

VfB Friedberg unterliegt Beienheim im Knaller

In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg ist der Vorsprung des Türkischen SV Bad Nauheim auf komfortable neun Punkte angewachsen, nachdem der TSV seinerseits zu einem 2:0-Erfolg gegen die KSG Groß-Karben kam und der SKV Beienheim mit 2:1 die Oberhand über den bisherigen Zweiten VfB Friedberg behielt.

Zwei Punkte hinter Friedberg und dem FC Ober-Rosbach (am Freitag 0:3 in Nieder-Wöllstadt) rangieren Beienheim und der SV Steinfurth, der den zweiten Platz nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den SV Nieder-Weisel verpasste. Die TSG Ober-Wöllstadt musste nach einem 1:1 beim FC Nieder-Florstadt den SV Nieder-Wöllstadt an sich vorbeiziehen lassen. Die eigentliche Überraschung ereignete sich jedoch am Tabellenende. Nach 26 meist deftigen Niederlagen gab es erstmals in dieser Saison ein Erfolgserlebnis für den SSV Heilsberg, der gegen die SG Rodheim mit 2:1 die Oberhand behielt und die SGR damit endgültig mit in die A-Liga gezogen hat. Mit einem 3:1-Auswärtssieg beim SV Bruchenbrücken konnte der FC Massenheim den Anschluss wiederherstellen. Der VfB Petterweil und der SV Ockstadt trennten sich 2:2, der FC Karben schlug den SV Staden mit 6:2.

SKV Beienheim – VfB Friedberg 2:1 (1:0): Die Partie begann mit einem Aufreger auf beiden Seiten. Zunächst musste Mouzong vor dem einschussbereiten Yasaroglu retten, dann rettete Gökhan Cirak vor Marx. Ausgerechnet Torhüter Kevin Christiansen blieb es vorbehalten, für die Beienheimer Führung zu sorgen. Seinen langen Abschlag konnte Gökhan Cirak auf der anderen Seite nicht unter Kontrolle bringen, und das Leder kullerte ins Tor. In der Folgezeit spielte nur noch der SKV, bei dem Visoka, Marco Mouzong und Aniol serienweise beste Gelegenheiten vergaben. Auch im zweiten Abschnitt fabrizierte Beienheim reihenweise Chancen, doch sowohl Bilkenroth als auch Marx, Anane und Aniol wussten diese nicht in Tore umzumünzen. Dafür nutzte Waldemar Patzwald mit einem Kopfball die einzige Friedberger Chance im zweiten Abschnitt zum Ausgleich. Doch ausgerechnet der Ex-Friedberger Oliver Aniol sicherte in der 91. Minute den Beienheimer Sieg, als er einen 22-Meter-Freistoß zum verdienten 2:1 um die Mauer schlenzte.

SKV Beienheim: Christiansen, Franosch, Eder, Bilkenroth, Cakiqi, Daniel Friede, Böker, Aniol, Visoka, Marx, Serge Mouzong, Marco Mouzong, Anane. – VfB Friedberg: Cirak, Strothmann, Krank, Maouche, Rack, Haase, Schäfer, Yasaroglu, Schmidt, Patzwald, Kögler, Duric, Kunze. – Tore: 1:0 (25.) Christiansen, 1:1 (69.) Patzwald, 2:1 (90.+1) Aniol. – Schiedsr.: Tobias Forbach (Solms).

FC Nieder-Florstadt – TSG Ober-Wöllstadt 1:1 (0:1): Torchancen ergaben sich für beide Teams, Nieder-Florstadt hatte umgestellt und das machte sich gleich positive bemerkbar. Bei den Gästen vergab Mies, Correa-Luiz und Huber hatten Chancen auf Nieder-Florstädter Seite. Kurz vor der Pause ist der FC besonders anfällig - so auch diesmal: Hirst leitete eine Flanke per Kopf weiter und Jens Schallenberg traf zum 0:1. In einer kampfbetonten Partie dominierte der FC, kam aber oft einen Schritt zu spät. In der 70. Minute sah Sebastian Huber die Gelb-Rote Karte. Nach einer Ecke von Hartmann fiel in der 89. Minute der Ausgleich. Dem lange verletzten Raffael Correa-Luiz gelang dabei ein besonders schönes Tor. Mit einem Seitfallzieher traf er genau in den Winkel.

FC Nieder-Florstadt: Sürer, Fabian, Weber, Koch, Hausner, Schoch, Hartmann, Blumenstock, Deppner, Correa-Luiz, Huber, Kipp. – TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Haas, Düring, Gondolf, Loppe, Kurtz, Schütz, Schallenberg, Hirst, Mies, Brauburger, Fett, Gonzales, Wolf. – Tore: 0:1 (37.) Schallenberg, 1:1 (89.) Correa-Luiz. – Schiedsrichter: Jan Dolejsi (Frankfurt). – Gelb-Rote Karte: Huber (70.).

SSV Heilsberg – SG Rodheim 2:1 (2:1): Der SSV Heilsberg geriet früh in Rückstand, wie so oft in dieser Runde erlebt. Niclas Albert hatte in der 15. Minute getroffen. Als aber Gino Wirth in der 32. Minute zum Ausgleich traf, nahm die Partie eine ungewohnte Wende. Heilsberg hielt nicht nur dagegen, sondern wusste sich zu steigern. In der 42. Minute brachte erneut Gino Wirth die Gastgeber in Führung, die diese dann mit einer kämpferisch starken Leistung gegen die schwachen Gäste nicht nur verteidigten, sondern auch weitere Chancen durch Konter kreieren konnten. Sehr positiv wirkte sich die Rückkehr von Patrick Naumann als stabilisierendes Element in der Abwehr aus.

SSV Heilsberg: Seibold, Lenhard, Sacik, Naumann, Gebhardt, Paul, Krause, Sommer, Urban, Wirth, Steuernagel, Toumas. – SG Rodheim: Zink, Wehrheim, Bakhit, Neubauer, Kliem, de Benedetto, Nussbaum, Albert, Adamek, Becker, Wies, Kunkel, Bucher. – Tore: 0:1 (15.) Albert, 1:1 (32.) Wirth, 2:1 (41.) Wirth. – Schiedsrichter: Dietmar Koch.

Cans treffen für den Tabellenführer

Türkischer SV Bad Nauheim – KSG Groß-Karben 2:0 (1:0): In einer wenig überzeugenden Partie dominierte der Türkische SV, der an diesem Tag kaum einmal gute Chancen herauszuspielen vermochte. Doch dafür gingen die Bad Nauheimer äußerst effizient zu Werke. Nach einem Einwurf profitierte Firat Can von einem Fehlpass und schlenzte den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck zum 1:0. Erst in der Schlussphase fiel die endgültige Entscheidung, als der TSV nach einer Ecke in der Nachspielzeit konterte und Özkan Can ein Zuspiel von Sen verwertete. Kurz darauf hatte auch Sen noch eine Chance, als er den Torhüter ausspielte. Ein KSG-Verteidiger holte das Leder von der Linie.

Türkischer SV Bad Nauheim: Deliktas, Aydin, Tarik Tosunoglu, Usta, Tufan Tosunoglu, Kuzpinar, Berktas, Firat Can, Hasani, Altun, Özkan Can, Turan, Sen, Bayrak. – KSG Groß-Karben: Jüngst, Munoz, Mohamed El Maimouni, Clarius, Kromm, Dalhoff, Nouh El Maimouni, Yigin, Voss, Schmitt, Szoerny, Müller, Meides. – Tore: 1:0 (42.) Firat Can, 2:0 (90.+1) Özkan Can. – Schiedsrichter: David Seip (Gießen).

FC Karben – SV Staden 6:2 (1:1): Unter der Leitung des souveränen Unparteiischen Stefan Ziegler (Bad Soden-Salmünster) sah es am Anfang nicht nach einem Kantersieg für die ersatzgeschwächten Platzherren, die mit vier A-Jugendlichen antraten, aus. Nach einem individuellen Abwehrfehler gingen die Gäste nämlich durch Otto Weber in Führung (17.). Im Anschluss versäumte es der FC Karben, für den frühen Ausgleich zu sorgen, denn Robin Weinert scheiterte einmal mit einem Freistoß, den SV-Keeper Hebbel aus dem Winkel holte, sowie einem Lattenknaller. Jung und Schmidt vergaben jeweils freistehend, bevor Spielertrainer Harez Habib mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern in den Winkel kurz vor der Pause für das 1:1 sorgte (44.).

Nach einer Traumkombination über Jung und Habib brachte Timo Schmidt die Gastgeber erstmals nach vorne (49.), doch Andreas Scheibner konnte per Strafstoß – FC-Torhüter Graf hatte gefoult – noch einmal egalisieren (56.). Nach einem Doppelschlag von Erkan Gök auf Vorlage von Feiler beziehungsweise Albrecht (60./66.) waren die Mannen aus der Florstädter Kante dann aber geschlagen. Jannik Jung (75.) sowie erneut Gök mit seinem dritten Streich (85.), jeweils auf Zuspiel des starken Weinert, machten das halbe Dutzend voll.

FC Karben: Graf, Kuzpinari, Feiler, Bayram, Wolf, Gök, Albrecht, Habib, Jung, Schmidt, Weinert, Schnierle. – SV Staden: Hebbel, Wagner, Schneeberger, Nagel, Hetmanczyk, Werlich, Knoke, Lohse, Dechert, Weber, Scheibner, Berting, Walther. – Tore: 0:1 (17.) Weber, 1:1 (44.) Habib, 2:1 (49.) Schmidt, 2:2 (56./FE) Scheibner, 3:2 (60.) Gök, 4:2 (66.) Gök, 5:2 (75.) Jung, 6:2 (85.) Gök. – Schiedsrichter: Stefan Ziegler (Bad Soden-Salmünster).

VfB Petterweil – SV Germania Ockstadt 2:2 (1:0): In der überlegen geführten ersten Halbzeit legte Petterweil in Person von Besir Obrahzda, der von Campagna mustergültig eingesetzt wurde, früh vor (3.). Mit dem vermeintlichen 2:0 durch einen Distanzschuss von Okumus geriet dann Schiedsrichter Robert Kaspereit (Merzhausen), der das Tor aus für die Platzherren unersichtlichen Gründen nicht gab, erstmals in den Fokus (20.). Einen – ebenfalls umstrittenen – Foulelfmeter verwandelte Hassan Osman nach dem Seitenwechsel zum 1:1 (55.), dem wenig später nach einem Foul an Münch die erneute Führung der Gastgeber folgte (59.). Namanja Perkovic ließ SV-Torhüter Bock beim fälligen Strafstoß keine Abwehrchance. Im Anschluss wurde die Partie aufgrund weiterer angeblich fragwürdiger Entscheidungen des Referees sehr hektisch. Dazu gehörte auch die Nachspielzeit von acht Minuten, an deren Ende Evrey Mendjiadeu aus dem Gewühl heraus den 2:2-Endstand markierte. "Der Auftritt des Schiedsrichters war unglaublich. Er hat sogar neutrale Zuschauer beleidigt", sagt VfB-Trainer Rainer Pausch.

VfB Petterweil: Geist, Jung, Petkovic, Emrovic, Özgür Genc, Münch, Okumus, Guibega, Arslan, Besir Obrahzda, Campagna, Klötzl, Streicher. – SV Germania Ockstadt: Bock, Kern, Allak, Clement, Hassan Osman, Mendjiadeu, Yilmaz, Hosenseidl, Haliti, Hoinka, Ürün, Schnitzler. – Tore: 1:0 (3.) Obrahzda, 1:1 (55./FE) Osman, 2:1 (59./FE) Petkovic, 2:2 (90.+8) Mendjiadeu. – Schiedsrichter: Robert Kaspereit (Merzhausen).

Krimmel überrascht Rosendörfler

SV Steinfurth – SV Nieder-Weisel 1:2 (0:1): Die ambitionierten Rosendörfler wurden kalt erwischt, als Lukas Börners Sturmlauf über links mit dem Führungstor für Nieder-Weisel belohnt wurde (11.). Das änderte nichts daran, dass Steinfurth die Partie im Griff und durch Zander, Rienmüller und Landvogt gute Chancen zum Ausgleich hatte, diese aber nicht nutzte. So dauerte es bis zur 82. Minute, bis Darius Rienmüller aus 25 Metern abzog und egalisierte. Doch Nieder-Weisel legte eine eiskalte Effektivität an den Tag und kam mit der zweiten nennenswerten Abschlussgelegenheit, einem Freistoß, den Florian Krimmel vollendete, zum 1:2 und damit zu drei Punkten (87.).

SV Steinfurth: Laboy, Milek, Russ, Göbel, Brück, Parisi, Walter, Zander, Landvogt, Schaupp, Reichardt, Rienmüller, Esposito, Wettner. – SV Nieder-Weisel: Maas, Wittig, Kette, Winter, Krimmel, Werner, Börner, Philipp Rühl, Patrick Rühl, Ziegler, Mertes, Wolf, Watz, Sebastian Volp. – Tore: 0:1 (11.) Börner, 1:1 (82.) Rienmüller, 1:2 (87.) Krimmel. – Schiedsrichter: Alexander Kessler (Wettenberg).

SV Bruchenbrücken – FC Hessen Massenheim 1:3 (1:0): Unter der umsichtigen Leitung des Schiedsrichters Alexander Müller (Nidda) gingen die Bärenschweizer durch Alexander Thomas auf Zuspiel von Folz früh in Führung (13.) und hatten die Partie im Griff. Mehnert und erneut Thomas boten sich gute Gelegenheiten zum 2:0, während auf der Gegenseite Kühn die beste Chance zum Ausgleich hatte (38.). Nach dem Wechsel hätte Schmidt ebenfalls erhöhen können (53.), doch die kampfstarken Hessen blieben weiter im Spiel. Kevin Kühns Freistoß entpuppte sich dann nicht als Flanke, sondern segelte zum 1:1 ins Netz des von Fabian Heilmann gehüteten SVB-Gehäuses (70.

). Auf Pass von Hofmann brachte Philipp Brändlein die Gäste gar in Front (80.), worauf die Schneider-Truppe alles nach vorne warf. Ein von Niklas Baum abgeschlossener Konter bedeutete aber den 1:3-Endstand (85.).

SV Bruchenbrücken: Fabian Heilmann, Pölker, Füller, Sieber, Manuel Riess, Thomas, Schmidt, Rupp, Folz, Daniel Riess, Farnung, Mehnert, Harsch, Kliem. – FC Hessen Massenheim: Kozonek, Kratz, Schaar, Braun, Netopil, Probst, Kühn, Wittchen, Hofmann, Hahn, Brändlein, Baum, Stumpp, Parlov. – Tore: 1:0 (13.) Thomas, 1:1 (70.) Kühn, 1:2 (80.) Brändlein, 1:3 (85.) Baum. – Schiedsrichter: Alexander Müller (Nidda). (hei/we)

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