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Eine verschworene Gemeinschaft: Der VfB Friedberg ist als einziger Zweitligist in das Pokal-Achtelfinale eingezogen.

Wasserball

VfB Friedberg: Wie ein Traum Wirklichkeit wird

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Der VfB Friedberg ist im Achtelfinale um den deutschen Wasserball-Pokal. Gegen ist ein Bundesligist und Champions League-Teilnehmer.

(pm). Ein Traum wird Realität: Wasserball-Zweitligist VfB Friedberg steht erstmals im Achtelfinale des deutschen Pokals und trifft hier auf den OSC Potsdam, den Bundesliga-Dritten der vergangenen Saison, einen Champions League-Teilnehmer. Mit einem 18:7-Erfolg gegen Leipzig hat sich Friedberg als einziger Zweitligist für die Runde der letzten 16 Mannschaften qualifiziert. Die Partie soll am 30. November im Usa-Wellenbad ausgetragen werden.

"Wir haben nach einem etwas schleppenden Start immer besser ins Spiel gefunden und unsere Stärken ausspielen können. Unsere Neuzugänge konnten mit der großen Verantwortung, die sie durch den Ausfall einigen von drei unserer Stammspieler hatten, gut umgehen und haben gezeigt, dass sie sich schon gut ins Team integriert haben", sagt VfB-Trainer Rene Reimann. Gleich neun Spieler hatten sich in die Torschützenliste eingetragen. Fünfmal war Neuzugang Oleh Korolchuk erfolgreich. "Wir sind breit und gut aufgestellt und müssen uns in der Liga auf keinen Fall verstecken. Ein solcher Sieg gibt Selbstvertrauen", sagt Reimann.

Aufgrund des geringen Durchschnittsalters erwarteten die Friedberger eine schwimmstarke Mannschaft. Gleichzeitig musste Friedberg aber mit Tobias Hahn, Patrice Hütt und Stephan Schmidt auf drei wichtige Stammspieler verzichten.

Im ersten Viertel tasteten sich beide Mannschaften etwas ab und ließen wenig zu. Während die Verteidigung auf Friedberger Seite sehr gut stand und jeden Angriff der Leipziger abwehren konnte, haderten die Kreisstädter im Angriff und kamen schlecht ins Spiel. Nach dem ersten Viertel führte der VfB mit 2:0.

Im zweiten Spielabschnitt ging es eher holprig weiter, und Leipzig schaffte es, den Ausgleich zum 2:2 zu erzielen. Doch der VfB gab das Spiel nicht aus der Hand und kämpfte sich zurück in die Partie, so dass es zur Halbzeit 5:3 für den VfB stand.

Im dritten Viertel platzte schließlich der Knoten beim VfB, und die Offensive funktionierte immer besser. Eine Serie von sechs Toren in Folge brachte den Zwischenstand von 12:4, und gleichzeitig begann die Show des Oleh Korolchuk. Der Neuzugang aus Wetzlar wurde zunehmend im Center eingesetzt und bewies seine Stärke, indem er in nur zwei Vierteln gleich fünf Tore erzielte und die gegnerischen Verteidiger schlichtweg zur Verzweiflung trieb. Auch die Friedberger Fans trieben nun immer lauter und energischer ihr Team an, um den Sieg zu sichern. Das Team von Rene Reimann legte daraufhin noch eine Schippe drauf und konterte ein ums andere mal gegen die müden Leipziger. Auch Neuzugang Paulo Hrynyavskyy konnte feiern, denn er erzielte sein erstes Tor für den VfB. Am Ende wurde das Team mit einem, nicht so deutlich erwartetem, 18:7-Sieg belohnt.

VfB Friedberg: Peil; Vetter, Korolchuk (5), Scerbinnin (2), Hrynyavskyy, (1) Khliustrov, Duch (1), Gläser (2), Hondrich (2), Klein, Scholl (1), Habrich, Sytnyk (4).

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