Friedberg geht unter

  • schließen

(pie). Eine klare Angelegenheit war die Partie in der Handball-Landesliga zwischen der HSG Lumdatal und der TG Friedberg. Die Gastgeber deklassierten den Liga-Letzten mit 32:22 (16:10) und festigten damit den sechsten Tabellenplatz. Die TG bleibt bei einem Pluszähler.

Von Beginn an stellten die Gastgeber eine stabile Verteidigung, und auch die beiden Torhüter Pascal Solbach und Julian Schneider zeigten eine gute Leistung. Friedberg machte es der HSG auch leicht, weil man im Angriff viel zu ängstlich agierte, nicht in die Tiefe ging und die Zweikämpfe nicht annahm. "Wir waren von der Spielanlage nicht gut, haben auch nicht die Einstellung gezeigt, die man in so einem Auswärtsspiel zeigen muss", erklärte TG-Coach Tomasz Jezewski, während sein Gegenüber Eike Schuchmamm ergänzte: "Wir haben da nicht viel zugelassen, hatten die beiden Rückraumspieler Max Beyster und Henning Kiel gut im Griff und haben das Kreisläuferspiel gut unterbunden."

Daraus resultierten etliche Gegenstöße, die Lumdatal zumeist sicher verwertete und in der 21. Minute durch Michael Kern auf 12:6 davonzog. Jezewski versuchte, seine Mannschaft mittels einer Auszeit wieder in die Spur zu bringen, doch die HSG machte unverdrossen weiter. Im Angriff fand Lumdatal mit Disziplin und Konsequenz immer wieder Lösungen gegen die wechselnden Abwehrformationen des Gegners. "Ob Manndeckung, 5:1 oder 6:0, das haben wir heute echt gut gemacht. Da muss ich meine Mannschaft noch mal Loben, das haben wir bis zum Ende durchgespielt", meinte Schuchmann. "Unsere Abwehr ist problematisch, weil wir keine richtige haben", musste Jezewski eingestehen. "Wir spielen eigentlich immer unsere 5:1-Abwehr, aber da wir noch zwei Verletzte haben, ist das schwierig. 6:0 können wir nicht spielen, dafür haben wir keine Leute. Deshalb muss man was probieren. Aber Du kannst jede Abwehr der Welt spielen, wenn Du das Zweikampfverhalten nicht an den Tag legst, funktioniert gar keine Abwehr. Und das war heute der Fall."

So war die Partie mit dem Pausen-16:10 für Lumdatal eigentlich schon gegessen. Nach dem 24:14 von Max Kühn in der 38. Minute begann Schuchmann durchzuwechseln, was keinen Bruch im Spiel der Gastgeber bedeutete. "Von daher bin ich heute wirklich zufrieden und das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Am Ende haben wir hier und da auch mal einen Fehler gemacht, aber das schleicht sich bei so einem Spielstand einfach ein", so Schuchmann. Friedbergs Jezewski stellte hingegen klar: "Lumdatal ist deutlich besser als wir, das sagt nicht nur die Tabelle. Es fehlt uns an Qualität, an Cleverness, es fehlt an allen Ecken und das merken wir auch. Wir haben eine sehr junge, unerfahrene Mannschaft, die noch viel lernen muss, wir haben personelle Probleme, da kommt irgendwie alles zusammen. Wir haben einfach nicht die Bereitschaft gezeigt, Abwehr spielen zu wollen."

HSG Lumdatal: Solbach, Schneider; Kuhnhenne (1), Stein, Kühn (7), von Bierbrauer zu Brennstein (2), Henke (2), Haack (1), Rein (3), Marondel, Heß (2), Schlapp (3), Kern (3), Köhler (8/2).

TG Friedberg: Balazs, Fynn Merten; Durchdewald, Zinnel (3), Ploner, Lasse Merten (10/6), Schmidt (1), Reeb, Methner, Seibert (1), Vlad (1), Kiel (2), Beyster (4).

Stenogramm / SR: Baum/Rämisch. - Zu.: 200. - Zeitstrafen: 8:2 Min. - Siebenmeter: 3/2:7/6.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare