Friedberg-Fauerbacher Festspiele

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Ben Gerlach vom TSV Friedberg-Fauerbach war der erfolgreichste Athlet bei den Kreis-Einzelmeisterschaften der über zwölf Jahre alten Leichtathleten im Bad Nauheimer Waldstadion. Der Melbacher im Trikot der Kreisstädter holte sich gleich sechs Titel und damit einen mehr als Vereinskollegin Helena Schneeberger (W14), die im vergangenen Jahr noch in sage und schreibe acht Disziplinen triumphiert hatte. Mit Anna Happel (W13) und Paula Schröder (W15) stellte der TSV zwei weitere Athleten, die in vier Disziplinen ganz vorne lagen. Kein Wunder also, dass in der Kurstadt der TSV/LG ovag Friedberg-Fauerbach in der Gesamtwertung deutlich den Ton angab. 52 Einzeltitel, dazu in vier von sechs Staffeln vorne und noch sieben erste Plätze bei den Senioren – das war wie gewohnt einsame Spitze.

Ben Gerlach vom TSV Friedberg-Fauerbach war der erfolgreichste Athlet bei den Kreis-Einzelmeisterschaften der über zwölf Jahre alten Leichtathleten im Bad Nauheimer Waldstadion. Der Melbacher im Trikot der Kreisstädter holte sich gleich sechs Titel und damit einen mehr als Vereinskollegin Helena Schneeberger (W14), die im vergangenen Jahr noch in sage und schreibe acht Disziplinen triumphiert hatte. Mit Anna Happel (W13) und Paula Schröder (W15) stellte der TSV zwei weitere Athleten, die in vier Disziplinen ganz vorne lagen. Kein Wunder also, dass in der Kurstadt der TSV/LG ovag Friedberg-Fauerbach in der Gesamtwertung deutlich den Ton angab. 52 Einzeltitel, dazu in vier von sechs Staffeln vorne und noch sieben erste Plätze bei den Senioren – das war wie gewohnt einsame Spitze.

Hinter dem TV Rendel (14) folgten der LSC Bad Nauheim, der TV Assenheim und die LG Rosbach-Rodheim mit jeweils acht Einzelerfolgen, wobei die Kurstädter noch mit vier ersten Plätzen bei den Senioren und die Rosbacher mit einem Staffelsieg nachlegten. Insbesondere die Entwicklung der Leichtathletik-Gemeinschaft ist positiv zu sehen, erstmals nach vielen Jahren konnte in dieser hohen Altersklasse sogar wieder eine Staffel gestellt werden – die dazu noch flott unterwegs war. Gemessen an den Einzelsiegen folgten Fun-Ball Dortelweil (6 plus eine Staffel), der VfL Altenstadt (5), die TG Groß-Karben (4), Eintracht Glauberg, TG Melbach (je 2) und das L-Team Butzbach.

Erstmals wurden die Meisterschaften an zwei Tagen ausgetragen (Freitagabend, Samstagmittag), was sich als gute Maßnahme entpuppte – zumal das Wetter mitspielte. Mit rund 230 Athleten aus 21 Vereinen entsprach das Feld in etwa dem aus dem Vorjahr, wobei damals die Mittelstrecken fehlten.

Wie fast schon gewohnt gab es die hochkarätigsten Wettkämpfe auf der Sprintgeraden sowie der Rundbahn bei den Männern zu bestaunen. Lars Hieronymi von der LG ovag Friedberg-Fauerbach, mehrfacher Teilnehmer bei Deutschen Meisterschaften, holte sich das Sprintdouble. Sein neuer Vereinskollege Kristja Lorenz wurde über 200 Meter Zweiter in 23,63 Sekunden, über die halbe Distanz schob sich noch Janis Schmidt dazwischen (11,69 zu 12,10 sec). Beeindruckend war die Vorstellung von Marc Tortell auf den Mittelstrecken. Der 21-jährige international erfahrene Athlet nutzte die Kreismeisterschaften als Trainingsläufe. Am Freitag setzte er sich über 3000 Meter in gleichmäßigem Tempo durch, ehe er am Samstagnachmittag einen 300-Meter-Sprint in knapp über 40 Sekunden mit 500 Meter Anlauf hinlegte und somit über die zwei Stadionrunden noch unter zwei Minuten blieb. "Jetzt gehe ich in den Wald und trainiere noch", sagte Tortell danach entspannt. Nachdem er erneut durch Verletzungen in der Vorbereitung zurückgeworfen worden war, wird er im Sommer wiederum die 1500 Meter in Angriff nehmen und versuchen, in der deutschen Spitze der U23 mitzulaufen.

So weit ist es für Eva Sulzer vom LSC Bad Nauheim noch nicht. Die Kaderathletin pirscht sich aber heran und erfüllte über 3000 Meter immerhin schon mal locker die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften der U18. Am Tag danach legte sie ebenso wie Tortell über 800 Meter nach. "Schön, dass es mit der Norm geklappt hat", freute sich die im wahrsten Sinne des Wortes noch junge Mittel- und Langstrecklerin.

Bei den Frauen setzte sich Abike Tabel in den Sprints durch. Die 20-Jährige im Trikot der LG ovag Friedberg-Fauerbach ließ über 100 Meter zunächst Dauerrivalin Anna Hülsmann knapp hinter sich (12,94 zu 13,09 sec), ehe sie über 200 Meter noch die Assenheimerin Michelle Macker abfing (25,71 zu 25,75 sec). In beiden Mittelstrecken machte Lena Müller von der TG Melbach auf sich aufmerksam.

Beeindruckend war die Dominanz des Friedbergers Ben Gerlach in der M13. Kjell Jona Credner vom VfL Altenstadt hatte im vergangenen Jahr noch fünf Mal vorne gelegen, dieses Mal musste er alleine drei Mal Gerlach den Vortritt lassen – und zwar deutlich. Über eine halbe Sekunde lag Gerlach über 75 Meter vorne, mehr als eine Sekunde waren es über die Hürden, im Ballwurf kratzte er mit drei der sechs Würfe an der 60-Metermarke, und in allen Versuchen flog der Speer über 40 Meter und damit doppelt so weit als beim Zweitplatzierten.

Ähnlich überlegen war Vereinskollegin Helena Scheneeberger in der W14, fünf Siege bei fünf Starts standen zu Buche. Am knappsten war es über die Hürden, Isabelle Herrmann vom TSV war nur elf Hundertstelsekunden langsamer. Noel Freder vom VfL Altenstadt sahnte in der M14 auf der Bahn bei drei Starts alles ab (100/800/Hürden).

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