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Marco Zinnel von der TG Friedberg sucht vor der Deckung der TG Kastel (Nr. 5, Felix Holtkötter) eine Anspielstation. Die Kreisstädter kassieren zum Heimspiel-Auftakt 2020 eine Niederlage. FOTO: CHUC

Handball

TG Friedberg bleibt trotz Niederlage optimistisch

Kein guter Start ins Jahr: Die TG Friedberg bleibt nach der 24:32-Niederlage gegen die TG Kastel im Tabellenkeller. Trotzdem bleiben die Verantwortlichen optimistisch.

Das erste Punktspiel des Jahres und den damit verbundenen Start in die Rückrunde bestritt die TG Friedberg am Samstagabend vor heimischem Publikum. Seit der Übernahme der Mannschaft vom Trainergespann Rosenschon/Mangels konnte die TGF bisher zwar keine Punkte gewinnen, lässt aber in der Handball-Landesliga einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Der TG Kastel unterlagen die Kreisstädter mit 24:32 (11:13)

Rückblende: Im ersten Spiel dieser Saison gingen die Kreisstädter in Kastel sang- und klanglos unter. Die deutliche 20-Tore-Niederlage zum Start der Saison war der Startpunkt für eine mehr als durchwachsene Hinrunde. Seitdem hat sich einiges in Friedberg getan. Vom Trainerwechsel über rotierende Spieler und überraschende Punktgewinne - die erste Hälfte war durchaus turbulent für die Turngemeinde. Es war also klar, dass man diesmal einiges besser machen wollte gegen Kastel.

Das Spiel begann als offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Die TG Kastel scheiterte an einem gut gestarteten Radu Balazs im Tor, während die TG aus Friedberg vorne die Bälle nicht an den Mann brachte, sondern in die Hände der Abwehr. So ging es munter hin und her, bis zum 7:9 aus Sicht der Gastgeber, die die erste Auszeit nahmen.

Steffen Rosenschon saß bei dieser Partie alleine auf der Bank, sein Trainerkollege war krankheitsbedingt ausgefallen. Die Auszeit fruchtete, die Hausherren ließen die Gäste nicht fortziehen, sondern schafften es, keine drei Minuten vor Pausenbeginn auf 10:11 (Seibert) zu verkürzen. Die frühe rote Karte gegen den aus Florstadt zurückgekehrten George Cadar brachte die TGF nicht sonderlich aus dem Konzept. Lediglich die Abwehr fand in dieser ersten Halbzeit keine Lösung gegen das gute Kasteler Spiel über den Kreis. Nach einer komplett offenen halben Stunde wechselte man dann beim Zwischenstand von 11:13 die Seiten.

Die Gäste aus dem Mainzer Vorort fanden dann aber besser aus der Kabine zurück aufs Feld. Die TGF-Abwehr schlief, und technische Fehler luden die Gäste zu Toren ein. Insgesamt war das Spiel von vielen Fehlern behaftet. Auf beiden Seiten landeten Bälle im Seitenaus oder direkt in den Händen der Abwehrreihen.

Friedberg schaffte zwar den Anschluss zum 15:17 durch einen Doppelschlag von Linksaußen Vladut Vlad, konnte dann aber das Spiel nicht an sich reißen. Immer wieder scheiterte man mit unkonzentrierten Abschlüssen an den Torhütern der Gäste. Auch ein kurzes Aufbäumen zehn Minuten vor Ende brachte keine Wende mehr im Spiel. Mit steigender Spielzeit stieg auch die Fehlerzahl der Friedberger, und Kastel nutzte dies zu dem deutlichen Endstand

TGF-Coach Steffen Rosenschon erklärte die Niederlage mit den zu vielen individuellen Fehlern seiner Mannschaft. "Aber es bringt uns nichts, wenn wir deswegen jetzt den Kopf in den Sand stecken. Da waren einige gute Ansätze heute dabei. Unsere Endspiele kommen noch."

TG Friedberg: Balazs, Fynn Merten; Durchdewald, Zinnel (2), Lasse Merten (1), Ploner (1), Jonscher (1), Reeb, Cadar (1) Methner (4), Seibert (2), Vlad (4), Kiel (2), Beyster (6/3)

TG Kastel: Schiebeler, Dresen; S. Fischer (3), Hohmann (2), Holtkötter (2), Jungblut (1), Panzer (3), Krause (4), Grzeschik (4), T. Fischer (1), Klein (8/4), Munck, Reese (3), Wykypiel (1)

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Erdönmez/Werner. - Siebenmeter: 3/4 - 4/5. - Zeitstrafen 2 - 6 plus Disqualifikation Cadar (25.). - Zuschauer: 200.

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