VfB Friedberg bezieht gegen Ludwigsburg Prügel

(hlu) Dennis Scholl wischte sich die bluttriefende Nase, Tobias Hahn und Henry Dietz betasteten ihre aufgeplatzten Lippen: Nach dem Zweitliga-Doppelpack im Usa-Wellenbad mussten die Wasserballer des VfB Friedberg ihre Wunden lecken.

Dem souveränen 11:6 (3:1, 2:0, 2:1, 4:4) am Samstag gegen den BSC Pforzheim folgte einen Tag später ein 8:13 (2:4, 2:2, 0:3, 4:4) gegen den SV Ludwigsburg – bei der Niederlage bezogen die Kreisstädter im wahrsten Sinn des Wortes Prügel.

"Drei klare Tätlichkeiten über Wasser sind ohne Folgen geblieben. Dann kann man so ein Spiel leider nicht gewinnen", haderte Spielertrainer Stephan Schmidt mit der Härte des Gegners wie auch mit der Leistung der Schiedsrichter. "Ansonsten waren wir durchaus ebenbürtig. Meine Mannschaft hat Moral gezeigt und versucht, mit spielerischen Mitteln dagegen zu halten."

Norbert Duch hatte den VfB mit seinem ersten von drei Toren sogar in Führung gebracht. Doch im Anschluss übernahm Ludwigsburg die Initiative. Bis zum 4:6 zur Halbzeit gestalteten die Friedberger die Begegnung zwar noch offen, im dritten Viertel sorgten die Gäste aber nicht zuletzt aufgrund ihrer ruppigen Spielweise für die Vorentscheidung. "Am Ende", sagte Schmidt, "muss man froh sein, dass niemand von uns schwerwiegender verletzt wurde."

Einen Tag zuvor hatten die Friedberger, bei denen Kapitän Florian Hondrich und Neuzugang Jose Garcia nach abgesessener Sperre wieder mitwirken durften, gegen Pforzheim keine Mühe. Center Olaf Vetter sorgte mit zwei Treffern für eine schnelle Führung, die der VfB kontinuierlich ausbauen konnte. Lediglich im letzten Spielviertel ließen die Gastgeber die Zügel im Gefühl des sicheren Sieges schleifen. Pforzheim kam mit vier Toren in Folge auf 6:9 heran. Doch Tobias Hahn beseitigte mit zwei Treffern in der Schlussphase alle Zweifel am Sieg.

"Der Erfolg war absolut verdient und wurde durch das Remis von Pforzheim am Sonntag bei der SGW Frankfurt/Offenbach sogar noch aufgewertet", erklärte Schmidt. Das Ergebnis gibt dem VfB zusätzliche Hoffnung, auch bei der kommenden Partie am 16. Februar im Nachbarschaftsduell in Offenbach zu bestehen.

Mit 6:4 Punkten liegt Friedberg auf Tabellenplatz fünf – und dieser Rang wird auch zum Saisonende angestrebt. "Ein Platz im vorderen Mittelfeld sollte realistisch sein", sagte Schmidt: "Wir haben in den ersten fünf Spielen bewiesen, dass wir das Zeug dazu haben."

VfB – Pforzheim: Peil – Hahn (3), Hondrich (3), Vetter (2), Dietz (1), Scerbinin (1), Zinnel (1), Roth, Duch, Hütt, Scholl, Habrich, Garcia

VfB – Ludwigsburg: Peil – Duch (3), Vetter (1), Dietz (1), Scerbinin (1), Hütt (1), Hondrich (1), Roth, Hahn, Scholl, Habrich, Garcia

Ludwigshafen – Fulda 6:15

Leimen/Mannheim – München 21:6

Friedberg – Pforzheim 11:6

Frankfurt/Offenbach – Pforzheim 7:7

Darmstadt – München 14:15

Friedberg – Ludwigsburg 8:12

1. SV Würzburg 05 9 +43 17:1

2. Wasserfreunde Fulda 8 +89 14:2

3. SGW Leimen/Mannheim 6 +35 9:3

4. SV Ludwigsburg 08 5 +12 7:3

5. VfB Friedberg 5 +15 6:4

6. SG Stadtwerke München 9 -53 6:12

7. WSV Ludwigshafen 6 - 5 5:7

8. GW Frankfurt/Offenbach 5 - 8 3:7

9. BSC Pforzheim 6 -27 3:9

10. WV Darmstadt 70 5 -45 0:8

11. SSV Freiburg 5 -55 0:10

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