VfB Friedberg mit Befreiungsschlag

(hlu) Abgesoffen, aufgetaucht, aufgeatmet: Nach einem wechselhaften Wochenende gehen die Zweitliga-Wasserballer des VfB Friedberg in die Weihnachtspause. Einer 3:12-Pleite gegen Spitzenreiter Wasserfreunde Fulda ließ die Mannschaft von Spielertrainer Olaf Vetter ein 12:11 gegen den WSV Ludwigshafen folgen.

"So ein Sieg tut uns allen gut. Wir sind wieder da und halten den Anschluss an das Mittelfeld", sagte Patrice Hütt, der gegen Ludwigshafen trotz schmerzhafter Rippenprellung mit zwei Toren maßgeblichen Anteil am Befreiungsschlag hatte. Das Wochenende war symptomatisch für den bislang stotternden Saisonverlauf. Nach sechs Spielen überwintert der VfB mit 4:8 Punkten.

Zunächst boten die Friedberger im Usa-Wellenbad gegen Fulda ihre bislang schlechteste Leistung. "Nicht Fulda war besonders gut, sondern wir richtig schlecht", lautete das Urteil von Stephan Schmidt, der nach seiner Zahn-Operation auf der Tribüne zum Zuschauen verdammt war. Zwei Viertel blieb der VfB ganz ohne Torerfolg. Lediglich Tobias Hahn sorgte mit zwei schönen Treffern aus der Distanz für die wenigen Höhepunkte aus Sicht der Kreisstädter.

Doch die "Kopfwäsche" in der Kabine vor dem Spiel gegen Ludwigshafen hatte offenbar geholfen. "Nach der Fehleranalyse haben wir uns zusammen gerauft und unser bislang bestes Saisonspiel gezeigt", erklärte Vetter. Der Coup gegen Ludwigshafen ist umso höher zu bewerten, da die Gäste am Tag zuvor noch den Erstliga-Absteiger SGW Leimen-Mannheim bezwungen hatten.

Zwar hatte der VfB im ersten Viertel noch Ladehemmung und lag mit 0:1 zurück, doch im Anschluss kamen die Friedberger immer besser in Schwung. In einer kampfbetonten Begegnung sorgte Kapitän Florian Hondrich eine Minute vor Schluss mit einem Centertor zum 12:11-Endstand für die Entscheidung.

"Wir hatten immer eine Antwort parat. Das war schwimmerisch überzeugend, die Pässe waren präzise und der Abschluss beherzt. So stelle ich mir das vor", sagte Vetter. Der VfB hat Mut geschöpft für das neue Jahr.

VfB Friedberg – Wasserfreunde Fulda 3:12 (1:2, 0:3, 0:5, 2:2) : Grüning, Peil – Hahn (2), Roth (1), Dietz, Duch, Habrich, Hondrich, Hütt, Klein, Roth, Scerbinin, Scholl.

VfB Friedberg – WSV Ludwigshafen 12:11 (0:1, 5:3, 3:3, 4:4) : Grüning – Hondrich (2), Hütt (2), Scerbinin (2), Scholl (2), Vetter (2), Brandenburg(1), Roth (1), Dietz, Duch, Habrich, Hahn, Klein.

1. SC Wasserfreunde Fulda +38 8:2

2. SGW Leimen/Mannheim +34 8:2

3. SGW Frankfurt/Offenbach +2 7:5

4. SC Neustadt/Weinstraße +32 6:0

5. SV Ludwigsburg +14 5:1

6. SV Cannstatt II -6 4:2

7. WSV Ludwigshafen +12 4:4

8. VfB Friedberg -12 4:8

9. SG Stadtwerke München -13 0:4

10. BSC Pforzheim -13 0:4

11. WV Darmstadt -18 0:4

12. SSV Freiburg -70 0:10

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