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Frauen-Staffel verteidigt bei »Süddeutschen« den Titel

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Unser Bild zeigt die Athleten der LG Friedberg-Fauerbach in der Mitte mit (oben von links) Gesa Kratzsch, Abike Tabel; (unten) Anna Hülsmann und Alina Schneider.	(Foto: pv)
Unser Bild zeigt die Athleten der LG Friedberg-Fauerbach in der Mitte mit (oben von links) Gesa Kratzsch, Abike Tabel; (unten) Anna Hülsmann und Alina Schneider. (Foto: pv) © Red

(mw) Sieben Podestplätze haben die Wetterauer Athleten bei den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven und U18 in Heilbronn erreicht und damit voll die Erwartungen erfüllt. Absolutes Highlight: Die Frauen-Staffel der LG Ovag Friedberg-Fauerbach verteidigte den Titel über 4x100 Meter von 2015.

Sie sorgte damit für eine kleine Überraschung, denn bei den Deutschen Meisterschaften kürzlich war sie nicht mal die beste hessische Staffel gewesen. Ein Medaillen-Triple gab es damit für Staffel-Siegerin Gesa Kratzsch, die binnen kürzester Zeit Dritte im Weitsprung und über 100 Meter Hürden wurde. Zwei der sieben Podestränge gingen an den TV Rendel, und zwar an hochgemeldete Athleten. U16-Mittelstrecklerin Lara Tortell wurde über 800 Meter Zweite in der U18, U20-Stabhochspringerin Verena Roth wurde Dritte bei den Frauen.

LG Ovag Friedberg-Fauerbach: Ein Titel, fünf zweite und dritte Ränge. Volker Weber, Vorstand Leistungssport in der LG, war mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. »Sensationell war sicherlich der Staffel-Triumph unserer Frauen«, sagte Weber. Abike Tabel, Anna Hülsmann, Alina Schneider und Gesa Kratzsch waren in 47,26 Sekunden etwas schneller als im Vorjahr und holten sich erneut den Titel. Gesa Kratzsch war auch in ihren Einzeldisziplinen erfolgreich, auch wenn sie im Weitsprung den zweiten Platz nur ganz knapp verpasste. 5,98 Meter bedeuteten weitengleich mit der Zweiten Rang drei, denn im zweitbesten Versuch war sie um einen Zentimeter schlechter.

Ungewöhnlich für Kratzsch waren drei ungültige Versuche. Insgesamt absolvierte sie nur fünf Durchgänge, weil sie zwischenzeitlich das Finale über 100 Meter Hürden lief. In 14,23 Sekunden blieb sie nur knapp über ihrer Bestzeit und wurde ebenfalls Dritte. Die anderen Staffelmitglieder traten ebenso im Einzel an. Alina Schneider wurde Siebte über 100 Meter in 12,33 Sekunden (Zwischenlauf 12,15 sec); die U20-Athletinnen Abike Tabel und Anna Hülsmann wollten die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften über 400 Meter angreifen. In 59,09 (Hülsmann/19.) und 59,30 Sekunden (Tabel/21.) misslang dieser Versuch jedoch.

Zweiter über 200 Meter bei den Männern wurde Steven Müller. Der Vierte der Deutschen Meisterschaften von Kassel stellte dabei in 21,01 Sekunden seine Bestzeit ein und ärgerte sich ein wenig, dass er wiederum nicht die 21-Sekunden-Marke knackte. Nach vielen Wettkämpfen in den vergangenen Wochen hatte Müller die 100 Meter (10,74 sec) zum Einrollen genutzt und trotz Qualifikation auf den Zwischenlauf verzichtet. Sechster über 100 Meter wurde Lars Hieronymi in 10,84 Sekunden, obwohl ihm im Finale der Startblock weggerutscht war. Die Staffel mit Gordon Porsch, Hieronymi, Müller und Sven Vesmanis wurde Fünfter in 41,57 Sekunden, wobei die Wechsel besser waren als vor zwei Wochen bei den Deutschen.

Gordon Porsch, seines Zeichens eigentlich Stabhochspringer, meisterte in dieser Saison nach Mörfelden und Leverkusen die 5,20 Meter und wurde Vierter. Das Meeting in Leverkusen hatte am Freitag das straffe Wochenende für Porsch eingeläutet, denn bereits am Samstag war er in Heilbronn am Start. Disziplin-Kollegin Karolin Leiacker sprang ebenso Bestleistung mit 3,35 Meter in der U18. Damit wurde sie ebenso Fünfte wie Teetje Thomas in der U18, der über 3,80 Meter floppte. Außer Konkurrenz startete Franz Rissling, der mit 2,40 Meter die Norm für die Deutschen Meisterschaften der Senioren M75 erfüllte.

Eine starke Vorstellung zeigte Manuel Christof über 800 Meter in der U18. In seinem ersten Freiluftrennen über diese Distanz in dieser Saison musste er viel Führungsarbeit machen, ließ sich aber kurz vor Schluss nur von einem Konkurrenten überholen und verbesserte sich um vier Sekunden auf 1:55,51 Minuten. Weitere Ergebnisse: Männer, 100 Meter, Vorlauf: Sven Vesmanis 11,62 sec; 200 Meter: 7. Lars Hieronymi 21,72 sec; Hammer: 5. Stefan Dietl 57,38 m. – mU18, 100 Meter, Zwischenlauf: Alexander Decher 11,48 sec; Vorlauf: Dirk Leiacker 11,70 sec.

TV Rendel: Zwar lief Lara Tortell in 64,4 Sekunden eine sehr schnelle erste Runde, konnte sich aber über 800 Meter in der wU18 dennoch Silber in 2:15,69 Sekunden sichern. Abteilungsleiter Joachim Barowski meinte dazu: »Zweite in der höheren Altersklasse ist sicherlich okay!« Tortell darf noch in der U16 starten. Ebenfalls hochgemeldet war Verena Roth im Stabhochsprung der Frauen. Erst an der neuen Bestleistung von 3,40 Meter scheiterte sie und holte sich mit 3,30 Meter Bronze. Espen Wick wurde bei den Männern Vierter und damit Letzter über 110 Meter Hürden in mäßigen 15,93 Sekunden. »Espen hat mit Knieproblemen zu kämpfen. Schon beim Aufwärmen haben wir auf maximale Abläufe verzichtet, dann fehlen eben ein paar Prozent«, sagt Trainer Barowski. Ein starkes Ergebnis gab es dagegen für Tim Berberich über 110 Meter Hürden der U18. In 15,16 Sekunden blieb er im Bereich seiner Bestleistung und will nun noch versuchen, die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften (15,00 sec) zu knacken. Lorina Zapf blieb im Stabhochsprung der Frauen ohne gültigen Versuch. 13 Stunden Busfahrt am Vortag nach dem Ende einer Klassenfahrt hatten ihr wohl etwas die Körner geraubt.

TV Assenheim: In den 100-Meter-Zwischenlauf der Männer schaffte es U20-Sprinter Tobias Trupp, der dort mit 11,07 Sekunden ausschied. Zuvor hatte er im Vorlauf mit 11,00 Sekunden überzeugt. Michelle Macker verzichtete trotz der achtbesten Zeit im Zwischenlauf der U18 auf eine Finalteilnahme. 12,48 Sekunden hatte sie über 100 Meter benötigt.

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