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Frankreich statt Frankfurt für zwei Universe-Spieler

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Beim Football-Erstligisten Frankfurt Universe kam Sonny Weishaupt nie über die Rolle des Ersatzspielmachers hinaus. Er hatte immer einen US-Amerikaner vor sich. In Frankreich will der Dieburger nun den Spieß umdrehen, als einziger deutscher Quarterback. Erst einmal für ein Jahr, vielleicht aber auch länger. "Das kann man im Leben nie ausschließen und im Football erst recht nicht", sagt Weishaupt und lacht.

Beim Football-Erstligisten Frankfurt Universe kam Sonny Weishaupt nie über die Rolle des Ersatzspielmachers hinaus. Er hatte immer einen US-Amerikaner vor sich. In Frankreich will der Dieburger nun den Spieß umdrehen, als einziger deutscher Quarterback. Erst einmal für ein Jahr, vielleicht aber auch länger. "Das kann man im Leben nie ausschließen und im Football erst recht nicht", sagt Weishaupt und lacht.

Die Vorfreude auf seine neue Station ist dem Spielmacher anzumerken. Denn so erfolgreich die Universe in der vergangenen Saison auch sportlich war, mit dem deutschen Vizetitel und der Eurobowl-Finalteilnahme, so enttäuschend verlief sie für ihn. Einmal mehr kam Weishaupt nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. "Die sportliche Leitung wollte einen Amerikaner als Starter, das war schon vorletzte Saison so. Und so wäre es auch in der neuen Spielzeit gewesen. Ich bin aber noch jung, will spielen", betont der 26-Jährige. "Was meine Spielzeit angeht, wurden Versprechen gemacht und einfach nicht eingehalten."

Dennoch gehe er nicht mit "bösen Gefühlen", spricht von einer "tollen Zeit" in Frankfurt. Als Flucht vom sinkenden Schiff will Weishaupt seinen Wechsel nicht verstehen, auch wenn die Zukunft des insolventen Klubs (Schuldenstand circa 1,5 Millionen Euro) weiter ungewiss ist. Zeitweise stand sogar ein Lizenzentzug im Raum. "Klar ist so etwas nicht angenehm, wir wussten ja nicht, ob das nächste Spiel überhaupt stattfindet", erzählt Weishaupt. "Aber wir haben das Beste draus gemacht."

Der deutsche Nationalspieler ist optimistisch, dass in Frankfurt weiterhin erstklassiger Football geboten wird. Dahin gehen die Signale. "Ich denke nicht, dass das Team auseinanderbricht. Es gibt sicher einige Spieler, die bleiben würden." Dazu zählt er nicht. Auch nicht sein Teamkollege Andreas Betza, der ebenfalls nach Grenoble wechselt. Weishaupt selbst schlug dafür nach eigenen Angaben auch Angebote aus der 1. und 2. Bundesliga aus. Jörg Polzin

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