Ob das Football-Ei auch in diesem Jahr am Bornheimer Hang fliegen wird, ist noch offen. Unser Bild zeigt (rechts) Anthony Mahoungou von Frankfurt Universe. FOTO: HÜBNER
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Ob das Football-Ei auch in diesem Jahr am Bornheimer Hang fliegen wird, ist noch offen. Unser Bild zeigt (rechts) Anthony Mahoungou von Frankfurt Universe. FOTO: HÜBNER

American Football

Frankfurt Universe: Zu viele Fragen offen - GFL-Saison fraglich

  • vonRedaktion
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Wird gespielt oder nicht? Viele Fragen sind offen. Frankfurt Universe wartet auf Antworten, um eine Entscheidung treffen zu können.

Eine Saison 2020 in der German Football League (GFL) bleibt weiterhin ungewiss. Bis zum Montag dieser Woche sollten die 16 in der Beletage angesiedelten Vereine Bescheid geben, ob sie an einer ab September geplanten verkürzten Saison teilnehmen würden oder nicht. Die Frist für diese Entscheidung wurde jedoch bis voraussichtlich Ende des Monats verlängert.

Laut Ligasprecher Carsten Dalkowski liegt der Grund dafür darin, dass noch nicht alle Clubs die sogenannte Haftungsfreistellung unterschrieben haben. Erst wenn diese, die den American Football Verband Deutschland (AFVD) vor möglichen Klagen schützt, von allen Beteiligten vorliegt, könne das Ligastatut dahingehend verändert werden, dass überhaupt eine Saison in der dem Coronavirus angepassten Form umsetzbar wird.

Viele Vereine haben schon ein internes Signal gegeben, ob sie zum Auflaufen gewillt sind oder nicht. Öffentlich ist allein der Exit der Stuttgart Scorpions. Alexander Korosek glaubt, dass nicht mehr als die Hälfte der Teams antreten wird. Der Geschäftsführer von Frankfurt Universe selbst wartet noch auf Antworten für ein paar offene Fragen, bevor er sich erklären will.

So würden die "Men in Purple" gerne wissen, was mit der Kaution von 35 000 Euro passiert, die sie bereits eingezahlt haben. Die Forderung ist eine Folge der Insolvenz der Football Betriebs GmbH vor zwei Jahren; die Summe soll dazu dienen, dass andere Clubs für ausfallende Heimspiele entschädigt werden, sollte Universe sein Team aus wirtschaftlichen Gründen zurückziehen.

Pro-Kopf-Abgabe

Auch die Lizenzgebühren und Abgaben in Höhe von 15 000 Euro hat der Vorjahreshalbfinalist bereits komplett überwiesen. Seiner Meinung nach müsste man diese zurückerhalten, sollte man in den Duellen um den "Corona Bowl" nicht antreten. "Das ist wie beim Kinderkarussell", so der Luftfahrtunternehmer. "Da muss ich den Fahrschein auch nicht bezahlen, wenn ich nicht mitfahren will." Beim AFVD sieht man das anders. Zumindest die Lizenzgebühren in Höhe von 7000 Euro seien wie Mitgliederbeiträge zu behandeln. Was weitere Teilbeträge betrifft, sagt Dalkowski, "kann es sein, dass es etwas zurückgibt".

Ohne dass diese Probleme geklärt sind, soll es von Universe keine Stellungsnahme zu den weiteren Planungen geben. Im Hintergrund wurden beide Szenarien durchgespielt: das der Teilnahme an der GFL-Saison und das des Verzichts. Mit Stadionbetreiber FSV Frankfurt habe man sich im Fall eines Spielbetriebs vor Zuschauern auf eine Pro-Kopf-Abgabe geeinigt, da man nicht vorhersehen könne, wie viele Fans im Herbst in die Spielstätte am Bornheimer Hang kommen dürfen und würden. Katja Sturm

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