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Nicht zu halten: Justin Rodney trägt das Ei für Frankfurt Universe über das Spielfeld in die Endzone.

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Frankfurt Universe: Kamerazeit für Justin Rodney

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Frankfurt Universe feiert einen deutlichen Erfolg gegen die Ingolstadt Dukes. Im Fokus der Kameras: Justin Rodney.

(kaja). Justin Rodney hatte die Kamera für sich. Zweimal innerhalb von drei Minuten war sie dem 23 Jahre alten Running Back von Frankfurt Universe quer über das Spielfeld im Stadion am Bornheimer Hang gefolgt und hatte danach vor knapp 2000 Zuschauern sein Lächeln auf der großen Leinwand in Szene gesetzt. Einmal 65, einmal 70 Yards konnte der Footballer als Laufstrecke zu seinen beiden Touchdowns im zweiten Viertel der Partie gegen die Ingolstadt Dukes verbuchen. Dazu kam der schnelle Auftakt zum 63:13-Erfolg der Hessen im Duell mit dem Tabellenletzten der German Football League Süd. Auch für den hatte Rodney gesorgt, als er gleich beim ersten Versuch seines Teams das Ei in die Endzone brachte.

Alles andere als ein deutlicher Sieg der auf Tabellenplatz zwei rangierenden Gastgeber über das Kellerkind wäre eine Überraschung gewesen. Dennoch, so sollte Rodney später sagen, seien er und seine Kollegen besonders motiviert gewesen. Zu bitter war die Niederlage zwei Wochen zuvor gegen den Titelverteidiger Schwäbisch Hall Unicorns gewesen. "Der Ehrgeiz war groß", wieder zurück in die Spur zu finden. Die in dieser Saison bislang punktlosen Bayern seien zudem der geeignete Aufbaugegner gewesen. Während die heimische Defense wieder so souverän stand, wie die Fans es von ihr gewohnt sind, konnten die Angreifer in aller Ruhe die Spielzüge durchziehen, die sie in den Trainingseinheiten zuvor geübt hatten.

"Basic Football" steht laut Rodney auf dem Plan, seit der Coaching Stuff um Chef Brian Caler die Pleite gegen die Einhörner analysiert hat. "Wir wollten zu viel", erklärt der Spieler. Jetzt konzentriere man sich auf einfachere Varianten. Ob man es auf diesem Weg schaffen kann, den haushohen Favoriten zu schlagen, weiß keiner zu sagen. Rodney persönlich hat sich aber erst mal diesem Ziel verschrieben. Seine zweite sportliche Laufbahn, die als Ninja Warrior, ruht erstmals nach drei Jahren. Den Erfolg, den der Betriebswissenschaftler dort anpeilt, kann warten. "Jetzt ist erst mal Football dran." Die Konkurrenz in der Spielshow sei teilweise deutlich älter. Ein Sieg aber, wie er ehrlich sagt, auch erstrebenswerter als der im German Bowl. Der beste Kämpfer wird mit 400 000 Euro belohnt. Und einer Menge Kamerazeit vor Millionenpublikum.

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