Michael Kessens schnappt sich einen Rebound. 		FOTO: KESSLER
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Michael Kessens schnappt sich einen Rebound. FOTO: KESSLER

In Frankfurt auf dem Höhepunkt

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(tim). Michael Kessens ist ein echter Globetrotter. Der Center der Frankfurt Skyliners ist in der Schweiz als Sohn einer Deutschen und eines Somaliers geboren und aufgewachsen. Er lebte in Frankreich und den USA, ehe er seine Profikarriere als Basketballer in Bremerhaven begann und über Vechta seit vergangenem Sommer in Frankfurt ist. »Es ist schade, dass wir als Team aktuell nichts unternehmen können«, sagt der 29-Jährige. Trotzdem sei die Chemie ziemlich gut, und das zeige sich auch auf dem Feld.

Vier der vergangenen sechs Partien konnten die Hessen gewinnen, die am Sonntag (15 Uhr) Würzburg in der Ballsporthalle empfangen - mit Kessens in der Startformation. Mit 29 spielt der ehemalige deutsche Junioren-Auswahlspieler die größte Rolle seiner Karriere. In durchschnittlich 19 Minuten kommt er auf 8,8 Punkte und 6,2 Rebounds. »Er ist ein mobiler und spritziger Spieler. Er hat bei uns mehr Möglichkeiten als in Vechta«, sagt Tainer Sebastian Gleim.

Dabei lief Kessens Saisonvorbereitung suboptimal. Beim BBL-Finalturnier im Sommer spielte er für Vechta keine Rolle und kam »im absoluten Okay-Zustand« (Gleim) nach Frankfurt. Nach nur einem Testspiel machte ihm die hintere Muskulatur Probleme, und er fiel vier Wochen aus. »Er hat anschließend vor jeder Einheit 60 Minuten mit Athletiktrainer Dennis Wellm gearbeitet«, berichtet Gleim. Jetzt sei er sogar noch einen Tick darüber gekommen.

Der Trainer schätzt an Kessens, dass er spezielle Blöcke stellen kann, um so die besten Werfer freizuspielen. »Das kann er exzellent, da hat er ein besonderes Timing«, sagt Gleim. Kessens ist kein klassischer Post-up-Spieler, der mit dem Rücken zum Korb steht, sondern einer, der vor allem aus dem Pick and Roll seine Körbe erzielt.

Und im Verbund mit seinen Kameraden holt Kessens für die Skyliners die meisten Defensivrebounds (26,3) der Liga. Das ist insofern überraschend, weil die Hessen in ihrer aktuellen Rotation mit Kessens (2,05 m) und Kamari Murphy (2,06 m) nur zwei Spieler über zwei Meter haben.

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