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Frankfurt Galaxy überzeugt im Top-Spiel

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(kaja). Die Galaxy hat zurückgeschlagen. Die Frankfurter fertigten am Sonntagnachmittag in der European League of Football (ELF) den Tabellenführer der Nordgruppe, die Hamburg Sea Devils, mit 35:9 ab und nahmen damit erfolgreich Revanche für ihre Niederlage am ersten Spieltag. Die eingespielte Defensive von Cheftrainer Thomas Kösling, die schon in der vergangenen Saison bei Universe zusammengefunden hatte, ließ vor 2800 Zuschauern im Stadion am Bornheimer Hang keinen einzigen Touchdown der Gegner zu.

Die Gäste, die unter anderem auf ihren am Sprunggelenk verletzten Starspieler Kasim Edebali verzichten mussten, kamen allein durch drei Field Goals von Kicker Phillip Andersen zu Punkten.

Die eigene Verteidigung der bis dahin ungeschlagenen Norddeutschen erwies sich als sehr löchrig. Schon im ersten Drive gelang den Hessen ein Touchdown, für den Quarterback Jakeb Sullivan Tight End Kevin Mwamba bediente. »Die Defense war on point, die Offense hat abgeliefert. Ich bin sehr stolz auf das Team«, lobte Kösling.

Von Beginn an habe man sich vorgenommen, in der neuen Liga um den Titel mitzuspielen. Die Pleite in der Hansestadt habe deshalb sehr an seinen Spielern sehr genagt, und es wurde seitdem fleißig an der Entwicklung des Teams gearbeitet. »Heute sind wir stark ins Spiel gekommen und haben Hamburg auf dem falschen Fuß erwischt«, so Kösling. Das sei wichtig gewesen und habe ein »überragendes Spiel« seiner Mannschaft eingeleitet.

Seeteufel-Trainer Andreas Nommensen, der auf der Spielmacherposition fleißig rotieren ließ, gab zu: »Wir haben das Spiel zu Recht verloren, Frankfurt hat uns heute den Schneid abgekauft. Vor allem unsere Offensive hat nicht ins Spiel gefunden, in den wichtigen Momenten nicht abgeliefert und kleinere Fehler gemacht. Jetzt heißt es für uns: auf das nächste Spiel schauen, das Spiel nochmal analysieren und Mund abwischen.«

Dass die Partie einen Vorgeschmack geboten habe auf das Finale am 26. September in Düsseldorf, für das 10 000 von 18 000 Tickets bereits verkauft sind, wollte Kösling noch nicht bescheinigen. »Man darf die anderen Mannschaften nicht unterschätzen«, betonte er. Im Football könne viel passieren, da müsse nur einmal das Wetter einschreiten. Gerade die Panther aus Breslau, bei denen die Galaxy am nächsten Samstag (18 Uhr) gastiert, hätten noch mal zugelegt. »Das wird wieder ein toughes Spiel«, glaubt Kösling, zumal seinem Kader vorher eine lange Busfahrt bevorsteht. Andererseits machten genau diese längeren Trips über Grenzen hinweg den Reiz der ELF aus und dienten zudem dem Teambuilding, das aber auch schon in den vergangenen Wochen gut vorangekommen sei. Die erste Begegnung mit den Polen ging mit 22:13 an Frankfurt.

Für eine Überraschung sorgte der Tabellenletzte im Süden, die Drachen aus Barcelona, die sich am Samstag mit 60:51 gegen die zweitplatzierten Köln Centurions durchsetzten.

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