Fußball-Hessenpokal

FSV Frankfurt im Endspiel

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(fri). Was für eine schaurige Talfahrt hat der FSV Frankfurt in den vergangenen Jahren hingelegt. Als schlechteste Rückrundenmannschaft stiegen die Schwarz-Blauen in der Saison 2015/16 aus der Zweiten Fußball-Bundesliga ab, gerieten dann in der Dritten Liga in arge finanzielle Schieflage, stellten einen Insolvenzantrag und schipperten als Klassement-Letzter in die Regionalliga durch. Dort hält sich der Traditionsverein seit 2017 fast ausnahmslos in der unteren Tabellenhälfte auf, vermied immerhin den Fall in die fünftklassige Hessenliga, was besonders in der ersten Saison aufgrund der kompletten Neuaufstellung nicht einfach war.

Mit dem Einzug ins Hessenpokal-Endspiel, dank eines 2:0 beim Hessenliga-Tabellenführer Eintracht Stadtallendorf, eröffnen sich dem Club nun neue Perspektiven, sportliche wie finanzielle, die er seit Profi-zeiten nicht mehr hatte: Gelingt es am 23. Mai, diesen Wettbewerb zu gewinnen - der Gegner wird in der Partie zwischen dem FC Gießen und TSV Steinbach (8. April) ermittelt - , dann ziehen die Frankfurter in den DFB-Pokal ein. Zudem beschert dies einem Verein dieser Leistungsklasse reichlich Geld: In der aktuellen Saison erhielten die Landespokalsieger eine fixe Startprämie von 130 500 Euro. Sollte der FSV dann auch noch einen namhaften Verein zugelost bekommen, ist eine Spieltag-Bruttoeinnahme von mindestens 200 000 Euro realistisch - 45 Prozent davon blieben dem FSV. "Wir sind nur noch 90 Minuten von diesen Summen entfernt", sagt Thomas Brendel, der Trainer und Sportliche Leiter, und fügt an: "Wir haben schon beide möglichen Gegner in dieser Saison geschlagen." Trotz dieser rosigen Aussichten gelte es, das Pflichtprogramm nicht aus den Augen zu verlieren. Denn nach der bitteren 0:1-Niederlage in Überzahl gegen die Gießener steht der FSV in der Liga wieder unter Druck.

Am Samstag (14 Uhr) beim SSV Ulm ist Brendels Team Außenseiter. Bereits am heutigen Freitag reisen die Frankfurter an - wegen etwa vier Stunden Fahrtzeit. In dieser Saison haben die Bornheimer eine solche Maßnahme nur beim Spiel in Bahlingen ergriffen. "Da haben wir gewonnen, vielleicht ein gutes Omen", sagt Brendel.

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