FSV Frankfurt empfängt Alzenau

  • vonred Redaktion
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(fri). 190 Tage nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Gießen spielt der FSV Frankfurt wieder um Punkte in der Fußball-Regionalliga Südwest. Am Samstag um 14 Uhr empfangen die Bornheimer den FC Bayern Alzenau im heimischen Stadion. Waren gegen die Mittelhessen, unmittelbar vor der Corona-Zwangspause, 1442 Zuschauer in der traditionsreichen Spielstätte, so dürfen nach aktuellem Stand - wie zuletzt beim Hessenpokalendspiel gegen Steinbach Haiger (0:1) - nur 250 das Spiel begutachten.

Beim FSV hat man allerdings noch Hoffnung, dass spürbar mehr Fans ins Stadion dürfen. "Wir sind im Gespräch mit dem Gesundheitsamt", sagt Präsident Michael Görner. Auch habe Geschäftsführer Patrick Spengler mit Stefan Majer (Grüne), dem Gesundheitsdezernenten der Stadt Frankfurt, erörtert, wie das Hygienekonzept, das, so Görner, "sehr detailliert" sei, umgesetzt werden würde. Möglicherweise könnte, wenn das Okay der Stadt kurzfristig erfolgen sollte, bis zu 650 Zuschauern der Eintritt gewehrt werden.

Keine Frage, der Fußballsportverein, der auf diese klassische Einnahmequelle angewiesen ist, sehnt eine positive Nachricht aus dem Römer herbei. Bei der Grundlage von 250 Zuschauern gehen laut Görner etwa 10 000 Euro pro Heimspiel an dem Klub vorbei, zuletzt kamen circa 1500 Fans im Schnitt zu den Spielen. Dies ist für einen Regionalligisten, der sich vor gar nicht so langer Zeit mit Insolvenz beschäftigen musste, ein Batzen Geld.

Sorgt das Coronavirus nicht für einen zweiten Lockdown, dann wartet auf die Spieler samt Thomas Brendel jedenfalls eine stramme Spielzeit 2020/21. Bis Mitte Juni gilt es 42 Spieltage zu absolvieren, die Winterpause beträgt statt zweieinhalb Monate nur sechs Wochen. "Es gilt, sich möglichst schnell von den Abstiegsrängen abzusetzen. Vom Start bis zum Ende ist höchste Konzentration angesagt", betont Görner und verweist auf sechs Absteiger in dieser Runde. Von der Zielrichtung einstelliger Rang, wie noch beim Saisonauftakttraining Ende Juli mitunter formuliert, sind die Frankfurter angesichts des Verpassens der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal und vergleichsweise üppiger Einnahmen abgerückt.

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