FSV Frankfurt mit 12:0-Erfolg beim SSV Heilsberg

Ob links oder rechts im Eck, bei flachen wie auch bei hoch geschossenen Bällen - Sven Nietzel schien seine Hände und Füße in einigen Szenen überall zu haben; ebenso wie Heiko Leitsch, der nach der Pause das Tor des SSV Heilsberg hüten sollte.

Und wenn die Schlussleute des A-Liga-Aufsteigers schon geschlagen waren, dann halfen auch Pfosten oder Latte dem Außenseiter einmal wohlwollend aus; allein dreimal in der ersten Viertelstunde. Nach 90 überaus einseitigen Minuten, beim Abpfiff von Schiedsrichter Lars Billasch (Echzell), hatte der FSV Frankfurt seine Zweitliga-Zugehörigkeit mit Spielwitz, Tempo und Toren in dennoch standesgemäßer Anzahl unterstrichen. Mit 12:0 (6:0) gewannen die Bornheimer am Samstagnachmittag im Bad Vilbeler Stadtteil und blieben wie schon beim 10:0 in der Vorwoche in Bad Nauheim sowie dem 14:0 am Vortag beim A-Ligisten FV Rußheim auch im dritten Testspiel ohne Gegentreffer.

»Die Jungs waren ein bisschen müde. Das hat man gesehen«, zog Mikayil Kabaca, der FSV-Team-Manager, auf dem Weg in die Kabine ein sportliches Fazit, während Trainer Benno Möhlmann ebenso wie die Mannschaft fleißig Autogramm schrieb. »Wir sind sehr zufrieden. Das war ein gelungener Tag«, konnte derweil SSV-Abteilungsleiter Klaus Witte bilanzieren. Mit 620 Zuschauern wurden - gewiss auch dank der sommerlichen Temperaturen und der regionalen Nähe zum FSV-Gelände (gut und gerne 250 echte FSV-Fans waren aus Frankfurt gekommen) - die Erwartungen zum 60-jährigen SSV-Bestehen übertroffen.

»Wir haben uns stark präsentiert. Unterm Strich hatten wir einen unterhaltsamen Tag.«

Zum 60-jährigen Bestehen waren die Gastgeber mit einer Auswahl aus Spielern der ersten Mannschaft und der Alten Herren gegen den letztjährigen Tabellen-13. der 2. Bundesliga angetreten und wurden fußballerisch wie erwartet in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Bei den Platzherren fehlte der zu Spielbeginn als SSV-Torjäger geehrte Orhan Köroglu (»Damit der FSV ihn uns nicht wegholt, wenn man ihn spielen sieht«, wie am Rande gescherzt wurde), der Gast hatte derweil gleich eine ganze Reihe Stammspieler zu ersetzen. Gledson beispielsweise, der kopfballstarke Innenverteidiger aus Brasilien, fehlte; ebenso sein Nebenmann Björn Schlicke, Alexander Huber oder auch der Südkoreaner Jutae Yun.

In den Fokus spielten sich unter den Augen der Bornheimer Vorstandsriege dafür Edmond Kapllani, Neuzugang vom Bundesligisten FC Augsburg, der viermal erfolgreich war, oder auch der zur Pause eingewechselte Testspieler Janko Pancar, dem binnen neun Minuten (70. bis 79.) ein Hattrick geglückt war, der insgesamt ebenfalls viermal erfolgreich war, oder auch Matthew Leckie, der aus Mönchengladbach verpflichtete Australier, der über die linke Seite Dampf machte.

Patrick Klandt, der Torwart des FSV Frankfurt, musste während der 90 Minuten nur ein einziges Mal Präsenz zeigen. Nach einer guten halben Stunde klärte der Kapitän vor Sascha Josephowitz, der mit einem langen Ball in die Spitze geschickt worden war.

SSV Heilsberg, Kader: Nietzel, Leitsch, Goektas, Sander, Paul, Hampel, Steppan, Wiemann, Josephowitz, Sedat Koeroglu, Raschendorfer, Tecini, Cacic, Lückstädt, Fister, Ullrich, Damar, Eickhoff, Baumann.

FSV Frankfurt, Kader: Klandt, Teixeira, Konrad, Görlitz, Heitmeier, Jung, Heubach, Azaouagh, Leckie, Kapllani, Schick, Pacar, Hofmeier, Kaffenberger.

Tore: 0:1 (3.) Görlitz, 0:2 (12.) Kapllani, 0:3 (24.) Görlitz, 0:4 (30.) Leckie, 0:5 (39.) Kapllani, 0:6 (45.) Kapllani, 0:7 (68.) Schick, 0:8 (70.) Pacar, 0:9 (78.) Pacar, 0:10 (79.) Pacar, 0:11 (80.) Kapllani, 0:12 (86.) Pacar.

Michael Nickolaus

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