Fragezeichen trotz positiver Bewertung

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(cd). Fast alles war wie im Vorjahr, eine entscheidende Komponente fehlte diesmal allerdings: die Zuschauer. Der offizielle Trainingsauftakt des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach inklusive der Präsentation der neuen Trikots für die Saison 2020/21 fand am Montag coronabedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vor der vergangenen Spielzeit hatten noch mehr als 1000 Fans von der Haupttribüne des Sparda-Bank-Hessen-Stadions aus zugesehen. Dieses Mal mussten sich die OFC-Anhänger mit einer Live-Übertragung im Internet begnügen. Und es ist weiterhin unklar, wann sie ihre Lieblinge das erste Mal wieder im Stadion anfeuern dürfen.

Zwar haben die Kickers angekündigt, dass sie kurzfristig mit dem Dauerkartenverkauf beginnen wollen, dessen Start eigentlich schon vor einigen Wochen hätte erfolgen sollen. Es gibt aber noch einige Fragezeichen, sagt Andreas Mohr, kaufmännischer Geschäftsführer des OFC. So haben die Kickers in den vergangenen Wochen ein Konzept entwickelt, das es ihnen ermöglichen soll, Heimspiele mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern zu absolvieren. Das Okay vonseiten der Politik steht aber noch aus. Man müsse unter anderem abwarten, wie die hessische Landesregierung reagiert, erklärt Mohr, gibt sich jedoch zuversichtlich. Es hätten im Stadion unter anderem bereits Begehungen mit Vertretern des städtischen Gesundheitsamtes und der Stadiongesellschaft (SBB) stattgefunden. Diese seien "positiv bewertet" worden.

Gespräche gab es auch mit dem Fanbeirat, berichtet Mohr. Allen Beteiligten sei klar, dass man mit Einschränkungen wird leben müssen. Die Verantwortlichen der Kickers hoffen, dass zumindest alle Dauerkarteninhaber bei den Spielen ins Stadion kommen dürfen. In den vergangenen Jahren hatte der OFC jeweils rund 3500 Saisontickets verkauft. Das Stadion bietet für 20 500 Zuschauer Platz. .

Sascha Döther als Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR sagt dazu: "Wir haben die Klubs ermuntert, mit den verschiedenen Behörden in Kontakt zu treten, um die Möglichkeiten auszuloten, wie ab September wieder gespielt werden kann." Von einem "Hygienekonzept" wie in den ersten drei Ligen könne jedoch keine Rede sein: "Was jetzt gilt, kann im September schon wieder anders sein." Allgemeinverbindliche Vorgaben zu machen, sei aber aufgrund der Tatsache, dass der Liga Teams aus fünf Bundesländern angehören, schwierig, betont Dö-ther. Weitere Details sollen Ende des Monats bei einer Telefon- beziehungsweise Videokonferenz mit den Klubvertretern besprochen werden. Unter Umständen geht es dann auch schon um den Spielplan. In der Vergangenheit hatte man stets die Planung der drei Profiligen abgewartet. Da diese jedoch diesmal spät dran sind, könne es sein, dass man den Spielplan der Regionalliga Südwest blockweise festlegt, sagt Döther.

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