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Frach und Hofmann überzeugen bei Kurzbahn-DM

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Niklas Frach schwamm über die 1500 m Freistil in 15:57,28 Minuten auf Platz 20.	(Foto: hn)
Niklas Frach schwamm über die 1500 m Freistil in 15:57,28 Minuten auf Platz 20. (Foto: hn) © Uwe Hermann

(hn) Mit Größen wie Paul Biedermann schwammen die Athleten des TV Wetzlar bei den Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Wuppertal. 185 Vereine mit 988 Sportlern traten an. Vor allem zwei heimische Starter wussten sich zu behaupten: Niklas Frach und der Gießener Oliver Hofmann.

Neben mehreren Bezirksrekorden schwammen sie sich in ihrem Jahrgang teilweise unter die Top drei. Hofmann verpasste als 17. über die 100 m Schmetterling sogar nur knapp das B-Finale.

Lange vor den Wettkämpfen hatten die Wetzlarer Schwimmer die Qualifikationsnorm erfüllt und sich unter die Top-100 in Deutschland manövriert. »Wir haben im Vorfeld mit einem Bezirksrekord gerechnet, am Ende waren es sieben – ein erfolgreicher Abschluss der Kurzbahnsaison«, resümierte der Abteilungsleiter Schwimmen vom TV Wetzlar, Reinhard Felten.

Die Zufriedenheit beruhte vor allem auf den Leistungen von Hofmann und Frach. »Niklas hat in Wuppertal zwei Schallmauern durchbrochen und ist in die nationale Spitze seines Jahrgangs vorgedrungen«, lobte Trainer Uwe Hermann, der seine Schützlinge vor Ort betreute. Zunächst schwamm der 16-Jährige 800 m Freistil in 8:27,10 Minuten. In der offenen Wertung bedeutete das Platz 35, in der inoffiziellen Wertung seines Jahrgangs wurde er Dritter. Weiter ging es mit den 200 m Freistil am nächsten Tag. Beim Sieg von Weltrekordler Paul Biedermann stellte Frach in 1:53,81 Minuten eine für ihn neue Bestzeit auf (52. Platz).

Einen neuen Bezirksrekord stellte der Gymnasiast dann über die 1500 m Freistil auf: In 15:57,28 Minuten (20. Platz offen) knackte er dabei die 16-Minuten-Marke und trug sich erstmals in die Bezirksrekordliste ein. Dort verdrängte er den Stadtallendorfer Johannes Österling, immerhin Olympiateilnehmer von 2004. In der inoffiziellen Jahrgangswertung belegte Frach den zweiten Platz. Von diesem Erfolg beflügelt, brach er am letzten Tag der Meisterschaften eine weitere Schallmauer. In der Entscheidung über 400 m Freistil notierten die Zeitnehmer 3:58,47 Minuten – Platz drei im Jahrgang, Platz 35 offen, erstmals unter vier Minuten.

Sieben Hundertstel fehlen

Ein (fast) perfektes Wochenende erwischte Hofmann in Wuppertal. In jedem seiner Rennen stellte der Student einen neuen Bezirksrekord auf, in zwei Entscheidungen platzierte er sich unter die Top 20 in Deutschland. »Zum perfekten Wettkampf haben mir leider sieben Hundertstel gefehlt, dann wäre ich in das Finale eingezogen«, meinte der 19-Jährige nach Wettkampfende. Im Vorlauf über 100 m Schmetterling blieben die Uhren bei 55,19 Sekunden stehen – neuer Bezirksrekord, 17.

Platz in Deutschland. Ein Platz bzw. sieben Hundertstelsekunden fehlten für den Einzug in das B-Finale. »Das schaffe ich im nächsten Jahr«, versprach er nach dem Rennen. Hofmann stellte noch fünf weitere Rekorde auf. Unter anderem 50 m Schmetterling in 25,09 Sekunden (24. Platz) und 26,09 Sekunden (26. Platz) über 50 m Rücken. »Diesen Rekord hat Oli am Wochenende sogar zweimal geschwommen«, erklärte sein Trainer Hermann. Im Einzel waren 26,23 Sekunden schon Rekord, als Startschwimmer der Lagenstaffel steigerte er sich nochmals auf die neue Rekordzeit von 26,09 Sekunden. Platz 20 über 100 m Lagen in 58,10 Sekunden waren ebenfalls Bezirksrekord, wie auch 56,92 Sekunden (25. Platz) über 100 m Rücken.

Bereits in der Vorbereitung auf sein Abitur 2015 steckt Adrian Balser (Jg. 96 – Butzbach). Dementsprechend litt das Training im Becken zuletzt. Dennoch reichte es zur Teilnahme über 100 m Freistil und 200 m Rücken für die nationalen Titelkämpfe. 100 m Freistil in 52,23 Sekunden bedeuteten den 38. Platz, 200 m Rücken in 2:09,06 reichte für Rang 39.

Vor den beiden erfolgreichsten Schwimmern traten für Wetzlar bereits Isabel Blanco-Gonzalez (Jg. 98) und die Hüttenbergerin Charlotte Lang (Jg. 97) an. Sie hatten sich im Vorfeld über 1500 m Freistil für die nationalen Meisterschaften qualifiziert. In der »Schwimmoper« zeigten beide ein solides Rennen, das für Lang nach 18:19,00 Minuten (57. Platz) und für Isabel Blanco-Gonzalez nach 18:15,13 (55. Platz) beendet war.

Seine Premiere auf nationaler Ebene feierte Sam Becker (Jg.99). Der 15-jährige Biebertaler hatte sich im Vorfeld erstmals für die Titelkämpfe über 800 m Freistil qualifiziert. In Wuppertal bestätigte er seine Vorleistungen und schlug nach 8:56,86 Minuten auf Platz 60 an. Zusammen mit Christian Ries (Jg. 97), Hofmann (Jg. 95) und Frach (Jg. 98) vertrat dieses Quartett die Farben des TV Wetzlar auch in den Staffeln über 4x 50 m Lagen und Freistil. In der Lagenstaffel belegten sie in 1:51,32 Minuten den 44. Platz, in der Freistilstaffel reichten 1:41,19 Minuten für den 39. Platz in Deutschland. TVW-Abteilungsleiter Reinhard Felten zog ein positives Fazit: »Sieben Rekorde, zwei Schallmauern – wir sind sehr zufrieden.«

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