Formkurve zeigt nach oben

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Will man in der Tabelle der Handball-Bezirksoberliga derzeit einen Blick auf die Mannschaften aus der Wetterau werfen, so genügt die Betrachtung der unteren Tabellenhälfte. Das gute Abschneiden in der vergangenen Saison darf nicht als Gradmesser genommen werden: Die heimischen Teams haben auch aufgrund von Ausfällen nicht an die Erfolge in der Spielzeit 2018/19 anknüpfen können. Noch nicht. Bei allen zeigt aber die Erfolgskurve nach oben. So feierte die HSG Wettertal (9. Platz/8:10 Punkte) zuletzt drei Siege hintereinander und am Samstag in der Partie gegen Schlusslicht TV Wetzlar die Punktebilanz ausgleichen. Achter mit 9:9 Zählern ist die MSG Florstadt/Gettenau, die am vergangenen Wochenende Spitzenreiter HSG Kleenheim/Langgöns II beim 25:25 einen Punkt abknöpfte, gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe bisher aber leer ausgegangen war. Das soll sich am Sonntag beim Tabellenvierten HSG Wettenberg II (14:4) ändern. Zwei Siege hintereinander haben die Situation bei der HSG Mörlen (10./7:11) auch ein wenig entspannt. Allerdings steht der Mannschaft der schwere Gang zur HSG Marburg/Cappel bevor.

HSG Wettertal - TV Wetzlar (Sa., 19.30 Uhr/Sporthalle Münzenberg):Sven Tauber warnt: "Den Gegner darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen", sagt der Trainer der HSG Wettertal. "Der TV Wetzlar hat noch keinen Punkt auf der Habenseite und wird gewillt sein, es den Lindenern gleich zu tun." Diese gewannen bekanntlich bei der HSG Wettertal bei ähnlicher Konstellation. Tauber sieht die Wetzlarer als kampfstarke Mannschaft, die in jedem Spiel bis zum Ende fightet. "Man muss mit voller Konzentration und Wille den Kampf annehmen", erklärt der Coach, der gern ein kleines Polster zwischen seiner Mannschaft und den anderen Teams in der unteren Hälfte bringen möchte. Nach den letzten Erfolgen "darf man wieder mit einer etwas breiteren Brust herumlaufen", ergänzt er und fordert von seinen Spielern am Samstagabend, "alles zu investieren".

HSG Mörlen ist gewarnt

HSG Marburg/Cappel - MSG Mörlen (Sa., 20 Uhr/Sporthalle Cappel "Am Köppel"):"Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe", erklärt Mörlens Coach Philipp Petriesas. Allerdings sind die Marburger in eigener Halle stärker als in fremder Umgebung, da bei Heimspielen häufig mehr Spieler zur Verfügung stehen. "Außerdem weiß man nie genau, wer aufläuft." Petriesas warnt vor dem starken Rückraum der Marburger und hat dabei vor allem vor Linkshänder Jonas Schuster Respekt. Dem wollen die Mörler mit einer aufmerksamen Abwehr entgegentreten. Zu was die HSG Marburg/Cappel in eigener Halle zu leisten in der Lage ist, hat die HSG Mörlen in der vergangenen Saison schmerzhaft erfahren, als die Gastgeber mit neun Toren gewannen. Das soll am Samstag nicht passieren, obwohl aufseiten der Mörler der eine oder andere krankheitsbedingte Ausfall befürchtet wird.

HSG Wettenberg II - MSG Florstadt/Gettenau (So., 17 Uhr/Großsporthalle Launsbach):"Wir fahren nach Wettenberg, um da etwas mitzunehmen", macht Christian Sacks seiner Mannschaft Mut. Forsche Töne aus der Wetterau also, doch ganz unbegründet sind die Hoffnungen der MSG auf ein gutes Abschneiden in Launsbach nicht. Einerseits hat der Teilerfolg gegen den Tabellenführer in der Vorwoche gezeigt, dass Florstadt/Gettenau auch gegen die Mannschaften aus der Spitzengruppe mithalten kann, andererseits hat sich die personelle Situation bei der MSG ein wenig entspannt. So dürfte Henning Starck wieder dabei sein. Und möglicherweise steht auch Yannic Wenisch wieder zur Verfügung. Dennoch: Klarer Favorit ist die HSG Wettenberg II.

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