Forderungen werden lauter

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(sid). Die Führungsetage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich in einem offenen Brief für Lockerungen im Amateurbereich ausgesprochen. Der DFB trage mit seinen Regional- und Landesverbänden die verlängerten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zwar mit, jedoch dürfe dies »nicht zum Dauerzustand werden«, schrieben DFB-Präsident Fritz Keller und Vize-Präsident Rainer Koch in einem gemeinsamen offenen Brief an die knapp 24 500 Fußballvereine in Deutschland.

»Wer über Lockerungen diskutiert, muss zwangsweise über den Amateursport sprechen«, heißt es weiter. Sport müsse »als Teil der Lösung« zur Überwindung der Pandemie begriffen werden. Dafür werde sich der DFB »mit aller Kraft, aber auch mit Realitätssinn für die Situation einsetzen«, schrieben Keller und Koch unisono: »Denn unser Land braucht den Sport - der Fußball als weltweite Sportart Nummer eins muss voran- gehen.«

Die Bedeutung der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs unter Hygieneauflagen gehe weit über eine rein sportliche hinaus. »Gerade der Fußball kann in der Krise Großes leisten, verlässlicher Partner sein. Er bietet Zusammenhalt und Unterstützung, Gemeinschaft und Austausch, Ziele und Perspektiven und er stärkt die Gesundheit«, heißt es im offenen Brief. Vor allem Kinder und Jugendliche »als Zukunft der Gesellschaft« sollten so schnell wie möglich auf die Plätze zurückkehren dürfen.

Verband stellt neue App in Aussicht

Vonseiten der Politik müsse nun die »Wichtigkeit« des Breitensports »begriffen, wahrgenommen und schlussendlich akzeptiert« werden, appelliert die Verbandsspitze. Der DFB arbeitet derzeit nochmals an einer Verfeinerung der bekannten Hygienekonzepte, unter anderem soll eine App den Amateurvereinen die Kontakt- und Besuchernachverfolgung erleichtern. Außerdem versucht der Verband mit einer derzeit laufenden Umfrage noch mehr Know-How über die derzeitigen Sorgen und Probleme der deutschen Amateurklubs anzuhäufen.

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