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Steffen Greife (l.), Christoph Schildger (3. v. l.), Yannic Wenisch (4. v. l.) und Lukas Peppler (15, alle Florstadt/Gettenau) können den Treffer von Luca Macht (HSG Hungen/Lich) nicht verhindern.

Handball

Florstadt/Gettenau: Viele Fehler, wenig Einstellung

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In der Handball-Bezirksoberliga geht die MSG Florstadt/Gettenau in Hungen leer aus. Von den drei heimischen Teams trumpft nur die HSG Wetteral in Rechtenbach auf.

(se). Nur die HSG Wettertal konnte unter den heimischen Handball-Bezirksoberligisten am Wochenende punkten. Die Tauber-Sieben setzte sich mit 30:24 beim Aufsteiger SG Rechtenbach durch und sammelte wichtige Zähler im Abstiegskampf. Die HSG Mörlen unterlag unterdessen der HSG Dilltal mit 21:23. Der dritte Wetterauer Vertreter ging ebenfalls leer aus. Die MSG Florstadt/Gettenau befindet sich zwar in der oberen Tabellenhälfte, musste aber am Samstagabend in Hungen eine 24:31-Niederlage hinnehmen.

HSG Hungen/Lich - MSG Florstadt/Gettenau 31:24 (17:13):"Es war das erwartet intensive Spiel", berichtete Hungens Trainer Carsten Schäfer, der wie auch sein Kollege aufseiten der Gäste, Christian Sacks, drei Ausfälle zu beklagen hatte. "Es war das erwartet schwere Spiel", modifizierte Sacks die Einschätzung des Gastgeber-Coaches. "Uns sind viele technische Fehler unterlaufen, außerdem haben wir die Einstellung zum Spiel nicht gefunden." In den ersten rund 20 Minuten konnte Florstadt/Gettenau die Partie ausgeglichen gestalten. 9:9 hieß es nach 18 Minuten. Danach aber wurde Hungen/Lich stärker und zog bis zum Seitenwechsel auf 17:13 davon. Im weiteren Verlauf der Partie hielten die Hausherren die Wetterauer weitgehend auf Distanz. Die Spielstände von 23:19 (41.) und 28:24 (57.) belegen, dass die Hungener die Partie im Griff hatten, den Konkurrenten aber (noch) nicht endgültig abschütteln konnten. "Wenn Florstadt gezuckt hat, haben wir die richtigen Antworten gefunden", beschreibt Schäfer diese Phase des Spieles. Mit dem 24. Treffer durch Manuel Wolf hatten die Gäste nach 57 Minute ihren letzten Torerfolg bejubeln können. Danach baute Hungen/Lich den Vorsprung durch Alexander Diehl, Marvin Menges und Timo Metzger auf 31:24 aus.

Tore, Hungen/Lich: Hahn (6), Dönicke, Menges (je 4), Kümpel (3/3), Kreß, Metzger (je 3), Böhm, Schmied, Macht, Diehl (je 2). - Tore Florstadt/Gettenau: Greife (8/3), Wenisch (8), Schildger, Peppler (je 2), Wolf, Stewen, Baumgartl, Potschka (je 1).

HSG Mörlen - HSG Dilltal 21:23 (8:10):"Im Angriff fehlte irgendwie der letzte Wille", musste Mörlens Trainer Philipp Petriesas feststellen. Seine Mannschaft offerierte in dieser Partie eine eklatante Schwäche beim Torwurf. Ansonsten war alles okay: Die Deckung ließ nur 23 Gegentreffer zu, im Angriff wurden auch zahlreiche Möglichkeiten herausgespielt, doch am Abschluss haperte es. "Acht Tore in einer Halbzeit sind einfach zu wenig", sagte Petriesas. Peter Küster, Trainer der HSG Dilltal, lieferte dann die Erklärung für die schwache Ausbeute der Gastgeber. "Diesen Sieg haben wir unserem Torhüter Nico Rußmann zu verdanken", hob er die Leistung des Keepers hervor. Ansonsten stellte er auch seiner Abwehr ein gutes Zeugnis aus. Küster sah aber Schwächen im Angriff, vor allem viele technische Fehler. Den vielen Paraden Rußmanns folgten zahlreiche Tempogegenstöße, die der pfeilschnelle Mario Kohlmei ein ums andere Mal zu Torerfolgen nutzte. Mit acht Treffern war der Rechtsaußen erfolgreichster Schütze bei den Gästen, die nach dem 3:3 (11.) bis zur 20. Minute auf 8:3 davonzogen. 4:9 hieß es nach 22 Minuten. Doch die Mörler holten auf und kamen durch Tore von Sebastian Dietz (3) und Bernhard Dietz auf 8:9 (29.) heran. Nach dem 8:10 zur Pause zogen die Dilltaler im zweiten Abschnitt wieder davon. Die Spielstände von 8:12 (33.) und 14:19 (47.) schienen auf einen ungefährdeten Sieg der Gäste hinzudeuten. Allerdings kam Mörlen auf 18:19 (21.) heran, schaffte jedoch den Ausgleich nicht mehr. Drei Minuten vor dem Ende traf Sebastian Dietz zum 20:21-Anschluss, ehe Christoph Ulm und Patrick Müller eine Drei Tore-Führung für die Gäste herauswarfen. Wenige Sekunden vor dem Ende traf Sebastian Dietz mit seinem achten Tor noch zum 21:23-Endstand.

Tore, Mörlen: Sebastian Dietz (8/3), Bernhard Dietz, Max Breitenfelder (je 3), Berger, Alt (je 2). Christian Birkenstock, Otto, Langsdorf (je 1). - Tore Dilltal: Kohlmei (8), Sebastian Ulm, Friedrichs (je 4), Pöchmann, Christoph Ulm, Funke (je 2), Müller (1).

SG Rechtenbach - HSG Wettertal 24:30 (13:19):"Das hat die Mannschaft richtig gut gemacht", freute sich Wettertals Trainer Sven Tauber über den Auftritt seiner Jungs in Rechtenbach. Vor allem im ersten Spielabschnitt lief es prächtig beim Gast. "Die Spieler waren heiß heute", erklärte Tauber, der aber auch einräumte, dass bei Rechtenbach der bislang so überragende Torhüter Matthias Lang gefehlt hat. Auf der anderen Seite war Rechtenbachs Coach Christian Kunz nach dem Spiel bedient. "Das war ein absolut gebrauchter Abend. Die Deckung stand, egal in welcher Besetzung, wie ein Schweizer Käse, und vorne wurde der Ball entweder verworfen, oder wir haben ihn durch technische Fehler verloren. Auf jede positive Aktion folgten wieder drei schlechte." Nach Julian Thruns Treffer zum 1:0 für Rechtenbach und dem Tor von Julian Viehmann zum 2:2 (4.) waren die Gäste nicht mehr aufzuhalten. Yannick Kreuzer, Merlin Metzger und Tobias Kreuzer warfen bis zur fünften Minute eine 5:2-Führung für Wettertal heraus, die die Gäste anschließend kontinuierlich ausbauten. 12:7 für den Gast hieß es nach einer Viertelstunde, 18:10 für die HSG fünf Minuten vor der Pause. In der 40. Minute führte Wettertal sogar mit 26:15. "Dann hatten wir eine kleine Schwächephase", berichtete Tauber. Die Folge: Durch Pascal Mäß (2), Julian Thrun, Joshua Diehl und Lukas Cislaghi kam Rechtenbach bis zur 47. Minute auf 20:26 heran. Doch Wettertal ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen. "Der schönste Moment des Abends war ganz klar der Schlusspfiff", meinte hinterher der Rechtenbacher Trainer mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Sven Tauber dürfte dagegen mit dem Abend sehr zufrieden gewesen sein.

Tore, Rechtenbach: Thrun (6/1), Frosch (4/3), Bepperling, Viehmann, Mäß, Diehl (je 3), Cislaghi, Pape (je 1). - Tore Wettertal: Metzger (8/3), Kielich (7), Großmann (4), Mengel (3), Tobias Kreuzer, Yannick Kreuzer (je 2), Raab, Görlach, Exner, Roth (je 1).

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