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Stark im Angriff: Henning Starck von der MSG Florstadt/9) trifft gewinnt bei der HSG Linden II deutlich: FOTO: RAS

Handball-Bezirksoberliga

Florstadt/Gettenau verlässt gefährliche Zone - Wettertal überrascht

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Mit einem 30:23-Sieg hat die MSG Florstadt/Gettenau bei der HSG Linden II einen großen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht. Für die Überraschung des Spieltages sorgte die HSG Wettertal. 

Die HSG Wettertal hat für die Überraschung des 15. Spieltags in der Handball-Bezirksoberliga gesorgt. Gegen den Rangfünften HSG Dilltal gelang ein 28:24 (13:11)- Sieg. Auch die anderen beiden Mannschaften aus der Wetterau schaufelten zwei Punkte auf ihr Konto. Die MSG Florstadt/Gettenau kam zu einem 30-23-Erfolg bei der HSG Linden II. Für die Florstädter kann dieser Sieg Gold wert sein, denn die Abstiegszone ist nun richtig weit entfernt. Die HSG Mörlen distanzierte Schlusslicht TV Wetzlar mit 30:2.

HSG Linden II -MSG Florstadt/Gettenau 23:30 (11:13):"Dieser Sieg schafft Ruhe", freute sich der Florstädter Trainer Christian Sacks, der seiner Mannschaft ein Gesamtlob aussprach. "Alle haben auf die Zähne gebissen", berichtete er. "Denn auch in dieser Partie hatten wir einen dünnen Kader." Christian Sacks hob besonders die Abwehrleistung mit dem sehr guten Keeper Niels Eckert hervor. Lindens Trainer Conrad Melle war enttäuscht: "Wir sind an uns selber gescheitert, da bei uns die Fehlerquote viel zu hoch war", stellte er fest. "In der Abwehr haben wie den starken Rückraum der Gäste nicht in den Griff bekommen, und vorn waren wir nicht effektiv genug", lautete die Kurzanalyse des HSG-Coachs. Die Gäste kamen in dieser Partie etwas besser aus den Startlöchern und lagen nach zehn Minuten mit 5:3 vorn. Des Vorsprungs konnten sich die Florstädter bis zur 22. Minute erfreuen, ehe Lindens Lukas Walter zum 10:10 ausglich. Lukas Peppler bescherte der MSG durch drei Treffer hintereinander in den nächsten drei Minuten eine Drei-Tore-Führung. Im weiteren Verlauf der Partie lagen die Gäste ständig vorn. Zwischen der 38. und 43. Minute bauten die Wetterauer den Vorsprung von 18:14 auf 22:14 aus und hatten damit die Vorentscheidung herbeigeführt. Knapp vier Minuten vor dem Ende führte der Gast sogar mit 30:20, ehe die Lindener den deutlichen Rückstand noch ein wenig verringerten.

Tore, Linden II: Schury (7/2), Hirzmann (6), Höhn, Walter (je 3), Zammert (2), Ebert, Laun (je 1). - Florstadt/Gettenau: Greife (7), Baumgartl, Peppler (je 6), Stewen (4), Wolf (3/3), Wenisch (2), Starck, Potschka (je 1).

HSG Wettertal - HSG Dilltal 28:24 (13:11):"Beide haben ihr Kämpferherz ausgepackt", berichtete Wettertals Trainer Sven Tauber von einem mit viel Engagement geführten Spiel, in dem beide Seiten auf wichtige Spieler verzichten mussten. Dennoch, dass was seine Spieler auf das Parkett brachten, war in Taubers Augen "richtig gut". "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen", stellte der Gästecoach Peter Küster dagegen hinterher fest. Dennoch verlief dieser Durchgang weitegehend ausgeglichen. 4:4 hieß es nach zehn Minuten, ehe Julian Albrecht und Florian Wagner in den nächsten drei Minuten für den Gast einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswarfen. Durch Treffer von Jonas Kielich, Andreas Boller, Florian Großmann, Yannick Kreuzer und Bardo Raab hieß es nach 20 Minuten 9:6 für die Hausherren, die zur Pause mit 13:11 vorn lagen, nach Wiederbeginn durch Patrick Müller und René Funke aber die Tore zum vorübergehenden 13:13 hinnehmen mussten. Doch dann drehten die Wettertaler auf und zogen bis zur 47. Minute auf 22:17 davon. Dilltal bewies zwar Moral, doch trotz vorhandener Chancen konnte die Niederlage nicht mehr abgewendet werden.

Tore, Wettertal: Kielich, Andreas Boller (je 5), Großmann (4/1), Raab, Mengel (je 4), Yannick Kreuzer, Zimmer (je 2), Landvogt, Bunfill (je 1). - Dilltal: Funke (8/3), Pöchmann (4), Müller (3), Wagner, Albrecht, Kohlmei, Weiß (je 2), Malo (1).

HSG Mörlen - TV Wetzlar 30:21 (15:13):"Die Mannschaft hat von Anfang bis zum Ende die richtige Einstellung gezeigt", freute sich Mörlens "Co" Alexander Löwe, der den verhinderten Philipp Petriesas vertrat. Dass die Wetzlarer trotz des Tabellenplatzes nicht unterschätzt werden dürfen, zeigt die Tatsache, dass, so Löwe, mit Niklas König der beste Spieler der HSG Mörlen zwischen den Pfosten stand. "Er hat zu 70 Prozent Anteil am Erfolg", sagt Löwe, der ansonsten aus einem guten Kollektiv keinen Spieler herausheben wollte. Eine andere Betrachtungsweise hat logischerweise Wetzlars Trainer Marco Schmidt: "Unsere Spiele laufen Woche für Woche nach dem gleichen Schema ab. In der zweiten Halbzeit schaffen wir es nicht, die Spannung oben zu halten. Gegen uns wird jeder gegnerische Torwart ›Man oft he Match‹." Zudem vergab der TVW fünf Siebenmeter. Die ersten zehn Minuten der Partie verliefen weitgehend ausgeglichen. Die HSG lag mit 6:5 vorn, nach 21 Minuten hieß es 14:10. Doch die Wetzlarer bewiesen Moral und verkürzten den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf zwei Treffer. In den ersten sechs Minuten des zweiten Abschnitts baute Mörlen die Führung aber auf 18:13 aus. Nach 42 Minuten hieß es 23:16 für die Mörler, die in der Folgezeit den Gast auf Distanz hielten und ab der 54. Minute mit einem starken Keeper zum Schlus noch einen 5:0-Lauf hinlegten.

Tore, Mörlen: Bischof (8/5), Bernhard Dietz (8), Max Breitenfelder (4), Christian Birkenstock, Dönges (je 2), Sebastian Dietz, Daniel Birkenstock, Berger, Alt, Otto. Nader (je 1). - Wetzlar: Menger (6/2), Schmidt (4), Johannes Schetzkens (3), Michael Schetzkens, Breitfelder (je 2), Stanzel, Pohlner, Käppler, Adams (je 1).

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