Kickers Offenbach

Fiori verlässt den OFC

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Das 0:4 des Fußball-Regionalligisten Offenbacher Kickers gegen den SV Waldhof Mannheim war eine Demütigung mit Folgen. Mit 21 Punkten Rückstand auf den designierten Aufsteiger ist klar, dass man sich bei den Kickers Gedanken über die Perspektiven und vor allem die weitere Ausrichtung des Vereins machen muss.

Das 0:4 des Fußball-Regionalligisten Offenbacher Kickers gegen den SV Waldhof Mannheim war eine Demütigung mit Folgen. Mit 21 Punkten Rückstand auf den designierten Aufsteiger ist klar, dass man sich bei den Kickers Gedanken über die Perspektiven und vor allem die weitere Ausrichtung des Vereins machen muss.

Momentan herrscht auf dem Bieberer Berg ein Machtvakuum. Das Präsidium führt den Verein seit sieben Monaten ohne Präsident. Intern wird angesichts der bevorstehenden siebten Saison in der Regionalliga schon von einem schleichenden Tod gesprochen. Während der Etat für 2019/20 noch nicht festgelegt wurde, steht nun fest, dass die Zusammenarbeit von Geschäftsführer Christopher Fiori und dem OFC nicht verlängert wird. Zeit für einen Neuanfang, der offenbar schon geplant wird. Seit ein paar Wochen gibt es von einigen Geschäftsleuten im Umfeld der Kickers Bestrebungen, sich in Zukunft nicht nur finanziell zu engagieren. Dabei soll es auch Umbildungen im Präsidium geben. Die Gespräche scheinen so weit fortgeschritten zu sein, dass es im Sommer zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kommen könnte. Für den OFC könnte sich damit eine neue, positive Perspektive ergeben.

Angesichts einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Regionalliga Südwest stehen Vereine wie Kickers Offenbach vor der Frage: Investieren und um den Aufstieg spielen, oder sich mit einem Mittelplatz begnügen?

Trainer Daniel Steuernagel hat die Hoffnung trotzdem noch nicht aufgegeben, dass die Kickers auch einmal in den Kampf um den Titel eingreifen können. "Weil andere finanziell bessere Möglichkeiten haben, werden wir nicht die weiße Fahne hissen. Saarbrücken und Elversberg haben auch mehr Geld, liegen aber nicht bzw. nicht weit vor uns", sagt er. Die Kickers müssen dafür (noch) einen anderen Weg gehen, der viel weniger Erfolgschancen eröffnet. "Andere haben mehr Geld. Wir müssen unsere Leute entwickeln und können nur in bestimmten Becken fischen", verweist Steuernagel auf seine Neuzugänge aus unteren Ligen.

Ungeachtet der Querelen im Verein hat Abwehrspieler Lucas Albrecht seinen Vertrag bis zum Sommer 2020 verlängert. Der gebürtige Neubrandenburger kam in seiner ersten Spielzeit im Sparda-Bank-Hessen-Stadion bereits in 22 Pflichtspielen zum Einsatz. "Ich habe mich in Offenbach von Anfang an wohlgefühlt und freue mich immer wieder aufs Neue, auf dem Bieberer Berg aufzulaufen", sagte Albrecht.

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