Tim Heß
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Tim Heß

Finnland eine Nummer zu groß

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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(esa). Am Ende war das finnische Team eine deutliche Nummer zu groß. Mit 8:19 im Gesamtergebnis musste sich das deutsche Team um den Bad Nauheimer Tim "Timasy" Heß bei der "IIHF Esports Fan Championship" im Viertelfinale geschlagen geben. Trotzdem stellte Heß eindrucksvoll unter Beweis, dass er auf der PlayStation zu den besten NHL 20-Spielern der Welt gehört.

"Es war eine großartige Erfahrung, gegen die besten Spieler Europas zu spielen. Wir haben unser Bestes gegeben", sagte Heß nach dem Duell am späten Dienstagabend.

Während der 21-Jährige sein erstes Match gegen Joel "Rottadee" Myllymäki trotz drückender Überlegenheit mit 1:2 nach Verlängerung verlor, die zweite Partie aber mit 3:2 gewann, musste sein Partner Martin "Venomenyce" Perenz auf der XBox gegen Erik "Tilantekija" Tammenpää, den Weltmeister von 2018, 2:8- und 2:7-Niederlagen einstecken.

Pech vor dem Tor

Die Turnierregeln sahen vor, dass in jeder Runde bis zum Halbfinale mit einem anderen Team auf’s virtuelle Eis gegangen werden muss. Die klare Außenseiterrolle versuchte das deutsche Team mit der kanadischen Nationalmannschaft einzudämmen, Finnland wählte die US-amerikanische Auswahl. Und Heß legte los wie die Feuerwehr - einzig der Torerfolg fehlte. "Bei den Schüssen habe ich einfach Pech gehabt", sagte er am Tag danach. Als der Bann dann doch gebrochen war, handelte sich Heß eine zweite Strafzeit ein und kassierte den Ausgleich. In der Verlängerung dauerte es nur wenige Augenblicke, bis sein finnischer Kontrahent den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hatte.

Im zweiten Match zeigte sich "Timasy" effektiver, konterte den Ausgleich diesmal mit dem 2:1 und packte sogar das 3:1 drauf. Diese Führung brachte Heß trotz des Anschlusstreffers über die Zeit.

Auf Finnland, Top-Favorit auf den Turniersieg, wartet im Halbfinale Russland. Auf der anderen Seite des Brackets kämpften am gestrigen Abend Kanada und Slowakei, für die mit Sandra "Lady Brunette" Demitrova die einzige Frau im Feld aktiv ist, sowie Schweden und Tschechien ums Halb- finalticket. FOTO: PV

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