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Franziska Schmeißer und ihre FSG Gettenau/Florstadt kassieren im Wetterau-Derby der Handball-Bezirksoberliga der Frauen eine Niederlage bei der HSG Wettertal. FOTO: FRIEDRICH

Fehler clever ausgenutzt

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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen waren am letzten Spieltag des Jahres drei der vier heimischen Vertreter im Einsatz. Die HSG Wettertal und die FSG Gettenau/Florstadt trafen im direkten Duell aufeinander, welches die heimische HSG mit 29:24 für sich entschied. Bereits am Freitag hatte die HSG K/P/G Butzbach beim Tabellenschlusslicht TUS Vollnkirchen gastiert und musste sich mit einem 26:26-Unentschieden zufriedengeben.

HSG Wettertal - FSG Gettenau/Florstadt 29:24 (11:10):Die ersten zehn Minuten gehörten den Gastgeberinnen, die schnell mit 2:0 führten (2., Brückel) und die Führung auch in der elften Minute, beim Stand von 5:4 noch innehatten. Nun glich FSG aus (5:5, 12.) und konnte sich im Anschluss sogar ihrerseits eine kleine Führung erspielen (6:8, 16.), die die Heimsieben aber noch vor der Pause egalisierte (9:9, 25.), um schließlich selbst mit einem kleinen Vorsprung in die Kabine zu gehen. Nach dem Wechsel baute Wettertal die Führung durch schnelle Tore von Mona Weil aus (16:13, 37.), ehe Gettenaus Julia Schmidt in der 42. Minute den Ausgleichstreffer zum 17:17 für ihre Farben warf. In der Folge gingen die Gäste wieder in Führung (18:20, 46.), die aber schnell keinen Bestand mehr hatte. Neun Minuten vor dem Ende sah alles nach einer spannenden Schlussphase aus (22:22), doch die die Schützlinge von Gästecoach Marco Boller leisteten sich nun zu viele Fehler, die die Heimsieben von Bollers Gegenüber Holger Weisel clever nutzte und am Ende deutlich mit 29:24 gewannen. "Das ist eine sehr ärgerliche Niederlage, die vor allem aus technischen Fehlern, zahlreichen Fehlwürfen und eigener Dummheit resultiert. Wir haben das Spiel in Überzahl verloren, Wettertal hat das gut ausgenutzt und deshalb verdient gewonnen", analysierte FSG-Trainer Boller. Sein Gegenüber Weisel sagte: "Wir haben das Spiel dank einer starken Mannschaftsleistung und einer starken Tamara Marsteller im Tor für uns entschieden."

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil (6/3), Brückel (4), Rettig, Glaum (1), Kiliech (3), E. Kerschner, Wolfner (5), S. Kerschner (4/3), Wolf (3), Ewald (2), Reif (1).

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes; Bienek, Doll, Schmeißer (5), Laura Müller (5/2), Leonie Müller, Utzig, Freiter (1), Glaub, Bölke (3), Schmidt (3/3), Stiefel, Borst (3), Ende (4).

TuS Vollnkirchen - HSG K/P/G Butzbach 26:26 (11:14):Die HSG ging erneut mit einem dezimierten Kader in die Partie. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff leisteten sich die Schützlinge von Rainer Pfaff viele Fehler, sodass man sich gegen das Schlusslicht nie richtig absetzen konnte. Im Gegenteil: Lange Zeit hatte der TuS hauchdünn die Nase vorne (7:6, 17.), ehe die Gäste den Spieß umdrehten und nach der ersten Führung (9:8, 21.) mit einem kleinen Polster in die Pause gingen. Nach dem Seitenwechsel hielt die HSG die Führung eine Viertelstunde lang (18:17, 44.), ehe die Heimsieben kurz danach zum 18:18 ausglich. Das Pfaff-Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, zog das Tempo wieder an und auf 22:19 (49.) davon. Vollnkirchen gab aber nicht auf, profitierte von den Fehlern der Gäste, die nicht clever genug agierten und so stand das Spiel fünf Minuten vor dem Ende weiter auf Messers Schneide (24:24, 55.). Ein verwandelter Siebenmeter von Maren Klarner und ein Tor von Marina König (26:24, 57.) schienen die HSG auf die Siegerstraße zu bringen, auch wenn die Gäste in der 58. den Anschluss schafften. Die hauchdünne Führung brachte die Pfaff-Sieben allerdings nicht über die Zeit. Mit einem direkten Strafwurf nach Ende der regulären Spielzeit schaffte der TuS doch noch den Ausgleich. "Wir konnten die Führung nie ausbauen und haben am Ende einen Punkt verschenkt, weil wir nicht clever genug gespielt haben", fasste Pfaff zusammen. "Der Ausgleich zum Schluss war bezeichnend."

HSG K/P/G Butzbach: Blum; Jürgens (4), Schepp (2), Spata, Ketter (8/3), König (3), Harbort (2), Klarner (2/2), Bastian, Exner (5), C. Geretschläger.

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