Fußball

Favoriten unter Druck, Reserve-Derby im Fokus

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(lab). Drei Wochen sind vergangen, die Tabelle hat sich langsam eingependelt und es lassen sich bereits wage Vermutungen äußern, wem von den 16 Teams der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, eine harte Runde bevorsteht.

Der SV Ober-Mörlen und der KSV Bingenheim haben beide bereits einige Punkte auf dem Konto, ganz zufrieden ist man auf beiden Seiten mit dem Saisonstart allerdings nicht. Ober-Mörlen will aufsteigen, da braucht man alle möglichen Zähler, doch vier hat das Team schon mal abgegeben, vor Wochenfrist aber immerhin den ersten Saisonsieg geholt. "Gegen Wölfersheim haben wir gezeigt, was eigentlich möglich ist", sagt Trainer Nils Wielpütz über den 7:1-Kantersieg seiner Truppe. Der Druck wird jedoch nicht weniger: Der FSV Dorheim kommt am Sonntag (15 Uhr) und den dürfe man auf keinen Fall unterschätzen. "Wenn wir einen schlechten Tag haben und Dorheim einen guten, kann das richtig eng werden", sagt Wielpütz. Das Team muss allerdings längere Zeit auf Marco Epp verzichten. Der Stürmer zog sich vor einer Woche eine schwere Sprunggelenksverletzung zu, fällt mindestens zwei Monate aus.

Ein ähnliches Bild liefert die Mannschaft des KSV Bingenheim ab: Zwei bittere Punktverluste, ein Sieg. "Wir haben uns den Saisonstart anders vorgestellt, allerdings sind noch viele Spiele übrig", erklärt Coach und Top-Torjäger Tobias Stete. Entscheidendes Manko beim Tabellenachten bis jetzt: die Einstellung. Besonders gegen potenziell schwächere Gegner fehlt es den Akteuren augenscheinlich an Motivation. Unpraktisch, dass mit dem SV Hoch-Weisel II (Sonntag, 13 Uhr) wieder ein "Kellerkind" auf dem Programm, gegen das der KSV Favorit ist. Doch bei den bisherigen Auftritten der Reserve - drei Niederlagen, kein Treffer - muss man für den KSV fast schon von einem Pflichtsieg sprechen.

Neben den zwei - wohlgemerkt kleinen - Sorgenkinder der Liga bleibt die Frage: Was ist das Top-Spiel des vierten Spieltags? Auf die Partie des SV Steinfurth II gegen den Türkischen SV Bad Nauheim II (Sonntag, 13 Uhr) lohnt es sich definitiv einen genaueren Blick zu werfen - zwei gut gestartete Reserve-Teams, bisher ungeschlagen, auf Augenhöhe. Den Rundenbeginn will man in Steinfurth allerdings nicht überbewerten: "Wir hatten kein so schweres Auftaktprogramm", betont Trainer Sebastian Staisch. Die "Wochen der Wahrheit" stünden erst jetzt bevor, man spiele quasi gegen die Top-Fünf der Liga. Der TSV Bad Nauheim II sei einer davon, noch ohne Gegentor und so stark wir erwartet. Entsprechend heiß geht man bei der Steinfurther Reserve in die Begegnung: "Da die erste Mannschaft schon morgen spielt, können wir am Sonntag mit Bestbesetzung antreten. Wir freuen uns auf das Spiel, was ja quasi ein Derby ist", sagt Staisch. Ob es auch für drei Punkte auf heimischem Terrain reicht, wird sich allerdings erst auf dem Platz zeigen. Fest steht: Es wird ein enges Duell zweier Reserven, die in diesem Jahr um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden können.

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