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»Wir werden immer mehr zu einem verschworenen Haufen«, sagt Andreas Baufeldt, der Trainer des FC Olympia Fauerbach, über seine Neuzugänge wie Jan Dombrowsky (vorn) - hier attackiert vom Steinfurther Philipp Böhm. Die Fauerbacher hoffen nach dem Derbyerfolg im Rosendorf auch vor heimischer Kulisse auf einen »Dreier«.

Fauerbach will nachlegen

(lab). Auch am zweiten Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West bleibt der Großteil der Liga eine Wundertüte: Keiner vermag seinen Gegner vollends einzuschätzen. Dazu fehlen nach wie vor vielen Klubs verletzte Spieler und Urlauber. So auch beim Mitfavoriten SC Dortelweil, der am Sonntag gegen die Usinger TSG die ersten drei Punkte einfahren möchte.

Der Türkische SV Bad Nauheim war am vergangenen Sonntag bereits siegreich und reist nun am Samstag zur DJK Bad Homburg. Auch beim TSV klagt man im Vorfeld über viele Ausfälle. Der Rest der Wetterauer Klubs darf am Sonntagnachmittag ran - und hat dabei mehr oder weniger große Chancen auf drei Zähler.

DJK Bad Homburg - Türk. SV Bad Nauheim (Samstag, 19 Uhr): Wie für viele Klubs sind es für den Türkischen SV keine leichten ersten Wochen: Urlaub, Verletzungen, Sperren - es fehlen einfach viele Leute. So kommt es, dass Coach Tufan Tosunoglu für Samstag von 20 Spielern nur 13 zur Verfügung stehen. Dennoch sollen gegen Bad Homburg die nächsten drei Punkte her, aber: »Die Gegner sind schwer einzuschätzen, ich denke, die werden zu Hause gewinnen wollen«, sagt Tosunoglu. Für Bad Homburg ist es das erste Saisonspiel, entsprechend offen gestaltet sich die Sache vor Beginn. Nach der verschlafenen ersten Hälfte am vergangenen Sonntag will man beim TSV nun etwas mehr die Defensivarbeit forcieren: »Wir wollen die Null lange halten und mit der ganzen Mannschaft besser verteidigen«, sagt Tosunoglu. Denn insbesondere die Verteidigungsarbeit scheint beim TSV aktuell der Knackpunkt zu sein - vorne kann man sich in der Regel auf einen starken Sturm um Topscorer Stanley Ike verlassen.

FC Karben - FV Stierstadt (Sonntag, 15.30 Uhr): Auch wenn beim 0:3 des FC Karben gegen Königstein noch nicht alles wie geplant lief - man bleibt entspannt: »Das ist jetzt kein Beinbruch, wir versuchen, das Positive daraus mitzunehmen. Die Mannschaft hat jetzt erst einmal gelernt, dass es so nicht geht«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Entsprechend locker geht man nun in die Begegnung gegen den FV Stierstadt. Die Gegner haben am ersten Spieltag mit einem 2:0 gegen Friedrichsdorf ordentlich Selbstbewusstsein getankt, was es für Karben nicht leichter macht. »Wir müssen vor allem präsenter auf dem Platz auftreten und einen Zahn zulegen. Dann können wir hier auch drei Punkte holen«, meint Stete. Man rechnet mit Stierstädtern, die auf Konter setzen und will vor allem deren Stürmer Tim Pekla im Auge behalten. Mit defensiv sicherer Aufstellung und diszipliniertem Auftritt soll es mit den ersten Zählern der neuen Saison klappen.

FC Olympia Fauerbach - 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15.30 Uhr): Drei Punkte haben die Olympianer bereits auf dem Konto. Drei Punkte, die gut tun - und zeigen, was die Mannschaft drauf hat. »Wir werden mit unseren Neuzugängen immer mehr ein verschworener Haufen und treten gut als Einheit auf«, sagt Trainer Andreas Baufeldt über sein Team. Entsprechend gut kann man auch auf Ausfälle wie am kommenden Sonntag reagieren, hat mit Königstein allerdings auch keine leichte Aufgabe vor sich: »Die Liga ist für mich dieses Jahr eine Wundertüte. Da ist jeder Gegner ein schwerer Gegner«, sagt Baufeldt. Also: Volle Konzentration und weiter die alte Marschroute. »Wir müssen versuchen, nicht in ein Spiel hineinzulaufen, wo wir nur reagieren« - es soll mehr das Zepter in die Hand genommen werden. Vor heimischer Kulisse am Sonntag dürfte das etwas leichter fallen.

Steinfurth will an Defensive arbeiten

FG Seckbach - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Kopf hoch und weiter mit breiter Brust, so die Devise des SV Steinfurth vor dem Duell in Seckbach. Man nimmt das Positive mit aus der Niederlage gegen Fauerbach, weiß, auf was man bauen kann. Denn vorne lief es da ganz ordentlich, jetzt soll auch die Defensive dicht gehalten werden. »Wir brauchen uns mit unserer Leistung nicht verstecken. Wir hatten gute Chancen, müssen diese jetzt lediglich nutzen«, sagt Pressesprecher Torben Müller. Für Sonntag fehlen allerdings gleich sechs Spieler. Ihr Platz soll teilweise von jungen Spielern eingenommen werden.

FC Neu-Anspach - SKV Beienheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Ein hartes Auftaktprogramm für den SKV Beienheim: Nach der knappen Niederlage am vergangenen Freitag steht nun das Duell gegen Mitfavorit Neu-Anspach an. »Das wird eine harte Nuss. Wenn wir Pech haben, stehen wir nach zwei Spielen mit null Punkten da. Das gilt es zu verhindern, demnach wäre ein Punkt hier schon Gold wert«, sagt Spielauschussvorsitzender Uwe Fey. Immerhin kann man auf eine gut bestückte Mannschaft setzen, mit Darius Rienmüller und Leon Hirzmann kommen zwei Akteure zurück ins Team. »Alle sind heiß und wollen spielen. Durch unseren breiten Kader herrscht zudem ein ordentlicher Konkurrenzkampf«, sagt Fey. So kann es durchaus sein, dass die Beienheimer im Vergleich zur Vorwoche verändert auflaufen.

SC Dortelweil - Usinger TSG (Sonntag, 15.30 Uhr): Man will oben dabei sein in Dortelweil, da sind Punkte auf heimischem Rasen eigentlich Pflicht. Noch muss man allerdings abwarten, wie sich die Liga entwickelt, wer zum wirklichen Konkurrenten wird. Das könnte auch auf die Usinger TSG zutreffen - laut sportlichem Leiter Hans Wrage noch eine Wundertüte. Und man muss warten, bis die Mannschaft vollständig ist, am Sonntag fehlen immerhin »nur« vier Akteure. Nach dem Unentschieden am ersten Spieltag gegen die Sportfreunde Friedrichsdorf gilt es vor allem, bis zum Ende aktiv zu bleiben: Bei hohen Temperaturen und nach der langen Pause schien dem Team gegen Ende etwas der Saft auszugehen. Mit dem unbeliebten »Training ohne Ball« sollte sich das in den kommenden Wochen aber noch beheben lassen.

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